Swiss Darts Trophy: Springer und Suljovic kämpfen sich in Runde zwei – Cullen und Menzies scheitern zum Auftakt

PDC
Niko Springer jubelt.
Am Freitagnachmittag begann in der Basler St. Jakobshalle die dritte Ausgabe der Swiss Darts Trophy. Zum Auftakt des European-Tour-Turniers standen die ersten Begegnungen der ersten Runde auf dem Programm. Mensur Suljovic überzeugte mit starken Checkouts, während Niko Springer trotz erheblicher Doppelprobleme die zweite Runde erreichte. Joe Cullen und Cameron Menzies mussten dagegen bereits ihre Koffer packen.

Brooks gewinnt hochklassiges Auftaktduell

Schon das erste Spiel des Tages bot Darts auf höchstem Niveau. Niels Zonneveld und Bradley Brooks leisteten sich nur wenige Fehler und warfen zusammen beeindruckende 13 180er. Beide beendeten die Partie mit einem Average von über 100 Punkten.
Zunächst erspielte sich Zonneveld die bessere Ausgangsposition. Der Niederländer checkte 56 Punkte zur 4:2-Führung, verpasste anschließend jedoch die Chance, seinen Vorsprung auszubauen. Brooks nutzte die Gelegenheit und kämpfte sich zurück.
Mit zwei 180ern stellte sich der Engländer im achten Leg auf 99 Rest. Diese löschte er spektakulär über die einfache 19 und zweimal Doppel-20 zum 4:4-Ausgleich. Anschließend übernahm Brooks erstmals die Führung und machte auf Doppel-9 den 6:4-Erfolg perfekt.
Im zweiten Spiel musste William O’Connor zunächst einige Schwierigkeiten auf den Doppeln überwinden. Der Favorit fand jedoch zunehmend seinen Rhythmus und sicherte sich auf Doppel-19 die 2:1-Führung. Mit einem 70er-Checkout vergrößerte er seinen Vorsprung und zog anschließend deutlich davon. Zum Abschluss löschte der Ire 80 Punkte und besiegelte einen souveränen 6:1-Sieg.

Suljovic lässt sich von Jehirszkis Highfinishes nicht stoppen

Mensur Suljovic bekam es anschließend mit dem Ungarn Gyorgy Jehirszki zu tun. Der Außenseiter setzte gleich ein erstes Ausrufezeichen und checkte 89 Punkte zur 1:0-Führung. Auch danach hielt Jehirszki zunächst gut mit: Ein 105er-Checkout brachte ihm den 2:2-Ausgleich.
Suljovic erhöhte anschließend das Tempo und gewann die nächsten beiden Legs. Jehirszki blieb allerdings gefährlich und verkürzte mit einem weiteren Highfinish von 117 Punkten auf 3:4.
Der Österreicher ließ sich davon nicht aus der Ruhe bringen. Mit Checkouts von 69 und 81 Punkten entschied Suljovic die beiden folgenden Legs für sich. Damit sicherte er sich einen 6:3-Erfolg und den Einzug in die zweite Runde.

Sedlacek gewinnt wichtiges Duell im Rennen um Dortmund

Danach folgte ein direktes Duell im Kampf um die Qualifikation für die European Championship. Sebastian Bialecki und Karel Sedlacek lagen vor ihrem Aufeinandertreffen knapp außerhalb der Qualifikationsplätze. Entsprechend wichtig war für beide ein Weiterkommen in Basel.
Beide Spieler starteten stark und verteidigten zunächst ihre Anwurflegs. Sedlacek glänzte mit einem 11-Darter, während Bialecki ein 120er-Checkout beisteuerte. Der Pole legte später ebenfalls einen 11-Darter nach und ging mit 4:3 in Führung.
Sedlacek antwortete mit einem 82er-Checkout zum Ausgleich. Anschließend gelang dem Tschechen mit einem Finish auf dem Bullseye das entscheidende Break zur 5:4-Führung. Im folgenden Leg checkte er 25 Punkte zum 6:4-Sieg.
Mit einem Average von über 100 Punkten unterstrich Sedlacek seine starke Leistung. Zugleich hielt er seine Hoffnungen auf die Teilnahme am Finalturnier in Dortmund am Leben.

Springer gewinnt trotz schwachem Average deutlich

Im Anschluss traf Niko Springer auf den Schweizer Debütanten Roman Wellinger. Damit standen sich der einzige Deutsche und der einzige Schweizer der Nachmittagssession gegenüber. Springer kämpfte vor allem zu Beginn mit erheblichen Problemen auf den Doppeln.
Erst auf Doppel-1 sicherte sich der Deutsche die 2:1-Führung. Danach stabilisierte er sowohl sein Scoring als auch seine Doppel und checkte 52 Punkte zum 3:1. Auf Doppel-10 baute er seinen Vorsprung auf 4:1 aus.
Anschließend geriet Niko Springers Scoring allerdings erneut ins Stocken. Wellinger bekam die Chance, mit einem 112er-Checkout zu verkürzen, verpasste jedoch seinen Versuch auf Doppel-16. Springer nutzte diese Gelegenheit und erhöhte auf 5:1.
Auch im folgenden Leg ließ der Schweizer Doppeldarts ungenutzt. Springer beendete die Partie schließlich mit einem 94er-Checkout über die einfache 18 und zweimal Doppel-19. Trotz eines Averages von lediglich rund 76 Punkten gewann er deutlich mit 6:1. In der zweiten Runde wartet am Samstagabend Vizeweltmeister Gian van Veen.

Bissell bezwingt Cullen im Decider

Danach lieferten sich Joe Cullen und Tom Bissell ein spannendes englisches Duell. „The Rockstar“ erwischte den besseren Auftakt und checkte direkt 154 Punkte zur 1:0-Führung. Bissell antwortete jedoch eindrucksvoll und gewann die nächsten drei Legs.
Cullen kämpfte sich zurück und drehte den 1:3-Rückstand in eine 4:3-Führung. Doch Bissell nutzte anschließend seine Chancen auf den Doppeln und stellte auf 4:4.
Im neunten Leg verpasste Cullen einen Breakdart zur erneuten Führung. Er hielt sich danach dennoch im Spiel und erzwang auf Doppel-4 den Decider. Dort überzeugte Bissell mit dem besseren Scoring und sicherte sich auf Doppel-16 den 6:5-Erfolg. In der zweiten Runde trifft er auf Martin Schindler.

Reyes dreht Partie gegen Menzies

Auch Cameron Menzies musste zum Auftakt eine Niederlage hinnehmen. Gegen Cristo Reyes erspielte sich der Schotte zunächst eine 3:1-Führung und schien die Begegnung unter Kontrolle zu haben.
Der Spanier kämpfte sich jedoch zurück. Dabei rettete er sich gleich zweimal auf Doppel-1 und übernahm schließlich mit 5:4 die Führung.
Menzies bekam anschließend mehrere Chancen, die Partie in ein Entscheidungsleg zu schicken. Er ließ jedoch vier Doppeldarts zum 5:5 liegen. Reyes nutzte seine Gelegenheit auf Doppel-4 und machte den 6:4-Sieg perfekt.
Im letzten Spiel des Mittags trafen Rob Cross und Mario Vandenbogaerde aufeinander. Der Engländer holte sich Leg 1, doch Vandenbogaerde checkte 104 Punkte zum Ausgleich. Erneut war es ein 104er Checkout des Belgiers, welches das Spiel offen hielt. Am Ende war Rob Cross mit seinen 105.95 Punkten im Average zu stark und beendete das Spiel auf der D16 zum 6-3 Sieg.
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