Mike De Decker hat Geschichte geschrieben und sich den Titel beim PDC World Grand Prix 2024 gesichert, nachdem er Luke Humphries im Finale am Sonntagabend in Leicester mit 6-4 besiegt hatte.
De Decker hatte in der ersten Runde Damon Heta ausgeschaltet, während er Darts-Legende Gary Anderson im Achtelfinale zu null nach Hause schickte. Der zweifache Weltmeister wurde von The Real Deal mit 3-0 in Sätzen abgefertigt. Dann erwies sich De Decker auch für James Wade als zu stark (3-0 in Sätzen), bevor der Belgier dann im Halbfinale seinen Landsmann Dimitri Van den Bergh besiegte. Humphries hingegen zeigte erst im Halbfinale zum ersten Mal seine Topform. Nach einer absoluten Meisterleistung wurde Ryan Joyce mit 5-0 in Sätzen besiegt. Cool Hand Luke erzielte dabei einen Average von 100,30, was erst der zweite 100+ Average überhaupt im Halbfinale des World Grand Prix war.
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Es war auch Humphries, der den besseren Start erwischte. Während De Decker zu Beginn etwas nervös war, ging Cool Hand Luke im ersten Satz mit 2-0 in Führung. De Decker gab den Satz aber nicht einfach so ab und kämpfte sich auf 2-2 heran, bevor er im Entscheidungssatz sogar einen Dart vergab, um den Satz zu gewinnen. Nachdem diese Chance an De Decker vorbeigegangen war, bestrafte Humphries dies und ging mit 1-0 in Führung.
Satz 2 ging ebenfalls in ein Entscheidungsleg, aber dieses Mal war es der Belgier, der seine Chance nutzte und mehrere verpasste Setdarts von Humphries zum Ausgleich bestrafte. Nach diesem Satzgewinn, der für den erstmaligen Major Finalisten schon so gut wie festzustehen schien, legte De Decker einen wahren Sturmlauf hin und holte sich sechs der nächsten sieben Legs, um die Sätze 3 und 4 in dominanter Manier zu gewinnen und sich mit 3-1 abzusetzen.
Nachdem der Belgier im fünften Satz mit 2-0 in Führung gegangen war, drohte das Spiel dem Weltmeister wirklich aus der Hand zu gleiten. Humphries zeigte aber die Art von Kampf, die ihn zum Weltmeister gemacht hat und als die Nervosität in De Deckers Spiel zurückkehrte und er zahlreiche Satzdarts vergab, erzwang Humphries ein entscheidendes Leg. In diesem fünften und letzten Leg traf De Decker jedoch die Doppel-16 mit dem letzten Dart in der Hand und ließ einen Schrei der Erleichterung los, als er mit 4-1 in Führung ging.
Das Momentum war ganz auf der Seite von The Real Deal, als er im 6. Satz mit 2-0 in Führung ging. Zu seinem Leidwesen hatte Humphries einen dieser fünfminütigen Ausbrüche von purer Größe, für die er in den letzten zwölf Monaten bekannt geworden ist. Bei einem 0-2-Rückstand verwehrte Humphries De Decker in Leg 3 mit einem beeindruckenden 149er-Checkout einen Satzdart. Im nächsten Leg wartete De Decker wieder auf seine Chance, aber dieses Mal marschierte der Engländer mit einem 152er Checkout in ein fünftes Leg. Auch dieses gewann Humphries und holte sich bei einem Rückstand von 2-4 einen Satz zurück.
Diese Glanzleistung schien das Blatt auch wirklich zu wenden. Nach einer 2-0 Führung in Satz 7 schien Humphries trotz des Rückstandes die Kontrolle wieder zu erlangen. Obwohl De Decker im dritten Leg mit einem brillanten 156er-Finish den Lauf stoppen konnte, ging der Satz an Humphries und er kam wieder bis auf einen Punkt heran.
Von da an schien Humphries der klare Favorit zu sein. De Decker muss man jedoch zugute halten, dass er trotz des Verlustes seines Vorsprungs nicht wirklich nachgegeben hat. Im 8. Satz kämpfte der Belgier, um den ersten Satz zu gewinnen und kämpfte sich dann zurück, um einen Decider zu erzwingen, nachdem Humphries mit 2-1 in Führung gegangen war. Im fünften Leg war es jedoch der Weltmeister, der sein Momentum fortsetzte und das Match auf vier Sätze pro Spieler ausgleichen konnte.
Aber gerade als man dachte, De Decker würde zusammenbrechen, weigerte er sich, Humphries einfach ziehen zu lassen und eröffnete Satz 9 mit einem starken Anwurf. Obwohl Humphries in Leg 2 gut mithalten konnte, holte sich De Decker mit einem 14-Darter und einem 15-Darter die Satzführung zurück und war damit nur noch einen Satzgewinn vom Titelgewinn entfernt.
Jetzt, nur einen Satz vom größten Sieg seines Lebens entfernt... würde De Decker endlich anfangen, etwas von seiner Unerfahrenheit zu zeigen? Scheinbar nicht! Obwohl Humphries in Satz 10 stark begann und das erste Leg gewann, kam Decker zurück und holte sich die nächsten beiden und war nur noch ein Leg vom Titel entfernt. Als der Belgier jedoch seine Triplestärke verlor, schickte Humphries den Satz mit einem 16-Dart-Break auf der Doppel-10 in den Decider. Man konnte die Anspannung bei beiden Spielern spüren, aber es war De Decker, der als erster ein Finish erreichte und mit seinem ersten Matchdart die Doppel Tops für ein 55er-Finish und den Titel beim World Grand Prix 2024 traf.
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Nic GayerRedakteur
Nic Gayer ist seit 2022 im Journalismus tätig und begann seine Laufbahn als freier Redakteur im Lokaljournalismus für eine Tageszeitung. Heute berichtet er für Dartsnews.de über den professionellen Dartsport und ordnet das aktuelle Geschehen ein – von großen Turnieren bis zu Entwicklungen abseits der Bühne.
Regelmäßig ist er bei Events vor Ort und begleitet rund 20 Turniere pro Jahr, wo er Interviews führt, unter anderem mit Luke Littler, Luke Humphries, Michael van Gerwen, Gerwyn Price sowie Martin Schindler, Gian van Veen und Josh Rock.
Zudem ist er eine der prägenden Stimmen im englischsprachigen Dartsnews Podcast und Co-Host des Sport-Podcasts Overtime Takes.
Nic arbeitet aus der Nähe von München und steht kurz vor dem Abschluss als Bachelor of Arts in Sportjournalismus.
In seiner Berichterstattung legt er großen Wert auf sorgfältige Quellenprüfung, präzise Einordnung und aktualisiert Inhalte, sobald neue, gesicherte Informationen vorliegen.
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- Keiner der Spieler darf sich über Pfiffe oder nicht vorhandenen Respekt beschweren. Ich war Donnerstag, Freitag, Samstagabend und Sonntagnachmittag vor Ort. Es war immer ein sehr faires Publikum. Und wenn Littler und seine Mutter jetzt auch noch respektvoll mit anderen Spielern umgehen, sollte den Aussagen von Littler nichts im Wege stehen.
Grobi25-10-2026 - Sorry, Mensur, zu spät. Wer solche Aussagen in tiefer Emotionalität äußert, der meint diese ernst. Denn das rationale Denken funktioniert in solchen (positiven) Stressmomenten seltens. Und wenn die Wahrnehmung so eingeschränkt ist, dass ich als Profispieler nicht mitbekomme, dass mein Gegner Matchdarts hat, dann stimmt in der Wahrnehmung etwas nicht. Also sorry, Mensur. Entschuldigung nicht angenommen, zumindest von mir. Und was vom Inhalt seines Statement ist mit KI geschrieben? Steht ganz oben. NI wäre hier angebracht gewesen.
Grobi12-10-2026 - Weiß man ob es die rechte oder linke Hand ist? In jedem Fall extrem bitter….Robertuil09-10-2026
- Ricke Evans ist Stand jetzt für die WM qualifiziert. Quelle: Dartsrankings In der ProTour Rangliste werden die Personen rausgerechnet, die bereits qualifiziert sind. Das hat der Autor hier nicht berücksichtigt.FabianD24-09-2026
- Aspinall lag 1:3 hinten , nicht 1:4 🎯Pool1809419-09-2026
- Was ein toller Mensch er doch gewesen ist. Der deutsche Dartsport wäre ohne ihn lange nicht da, wo er heute wäre. Super Artikel 👍ArturBoruc24-08-2026
- Und wer ist jetzt für Amsterdam qualifiziert?Julian1122-08-2026
- Er hat keinen Bock auf Deutschland und findet es hier schrecklich, weil er (zwei-)mal bei einem oder zwei Turnieren von einigen "Dartfans" ausgepfiffen wurde. Das mochte er nicht und deswegen bleibt es Deutschland fern. Ausnahme war der World Cup, da siegte sein Patriotismus und der Ehrgeiz, einmal alles gewonnen zu haben. Er hat es auch mal selbst so geschrieben bzw gesagt, dass er Deutschland (gemeint sind wahrscheinlich Turniere in Deutschland) schrecklich findet.
Grobi18-08-2026 - Danke für den ausführlichen Bericht über Jamie. Generell finde ich es klasse das du dich "fast vergessenen Spielern" annimmst. Wäre grundsätzlich bei Dartnews ein interessantes Dauerthema.XJRLion18-08-2026
- „Littler findet Deutschland einfach ein schreckliches Land“Reißerische Überschrift, aber Gründe lieferst du leider keine. Klar kann man verstehen das einige Topspieler, wie kürzlich Gary Anderson, sagten das er "keinen Bock darauf habe" mehrere Std. am Flughafen zu stehen bis es aufgrund aller Kontrollen weitergeht. Doch erklär uns, gerade aufgrund deiner Überschrift, bitte warum Luke scheinbar grundsätzlich keinen Bock auf Deutschland hat.XJRLion18-08-2026








