Premier League Darts 2026: Tabellenführer Jonny Clayton dominiert in Nottingham und holt zweiten Tagessieg

PDC
Donnerstag, 12 März 2026 um 23:59
Jonny Clayton (1)
Jonny Clayton bleibt das Maß der Dinge in der Premier League Darts 2026. Der Waliser krönt einen erneut dominanten Abend in der Motorpoint Arena Nottingham mit seinem zweiten Tagessieg der laufenden Saison und baut seine Führung an der Tabellenspitze weiter aus.
Auf dem Weg zum Titel an Spieltag sechs der Premier League Darts besiegt „The Ferret“ zunächst Michael van Gerwen, dann Stephen Bunting und lässt im Finale auch Titelverteidiger Luke Humphries keine Chance. Gerade im letzten Match unterstreicht Clayton eindrucksvoll, warum er aktuell der konstanteste Spieler dieser Premier-League-Spielzeit ist.

Clayton setzt Ausrufezeichen im Finale

Im Endspiel gegen Humphries liefert Clayton eine nahezu perfekte Mischung aus hohem Scoring und Kaltschnäuzigkeit auf die Doppel ab. Beide Spieler bewegen sich im Bereich eines 100er-Averages, doch während Humphries seine Chancen meist liegen lässt, verwertet Clayton zwei Drittel seiner Versuche auf die Doppel. Ein 146er-Finish des Walisers, bei dem er über Triple 19, Triple 19 und Doppel 16 zum 4:1 stellt, markiert den entscheidenden Moment der Partie und nimmt Humphries die Hoffnung auf ein Comeback.
Jonny Clayton grüßt das Publikum
Jonny Clayton führt nach sechs Spieltagen weiterhin die Tabelle an
Humphries bleibt zu Beginn des Matchs zwar mit einem 121er-Finish über Bullseye im Rennen, findet aber nie die nötige Effizienz bei seinen Checkout-Versuchen. So steht am Ende ein deutliches 6:1, das Clayton als ersten Spieler festhält, der in dieser Saison bereits zwei Spieltage für sich entscheiden kann.

Humphries stoppt Littler-Serie – aber scheitert an Clayton

Zuvor hatte sich Humphries in Nottingham eindrucksvoll zurückgemeldet. Im Viertelfinale revanchiert sich der Weltmeister gegen „Angstgegner“ Gian van Veen, der sieben der letzten acht Duelle gewonnen hatte, und setzt sich mit 6:4 durch. Auch hier deutet zunächst eine schwache Doppelquote auf ein Déjà-vu hin, doch mit zunehmender Spieldauer kontrolliert Humphries das Match besser, findet das erste Break zum 4:3 und bringt die Partie anschließend souverän über die Ziellinie.
Im Halbfinale folgt dann der emotionale Höhepunkt seines Abends: Gegen Luke Littler, der im Viertelfinale Gerwyn Price in einem hochklassigen Thriller bezwungen hat, entwickelt sich ein Duell auf absolutem Topniveau. Am Ende entscheidet ein nervenstarkes 128er-Finish im Decider zugunsten des Weltranglistenzweiten, der damit eine Serie von fünf Littler-Siegen in Folge stoppt und sich das Finalticket sichert.

Littler und Price liefern Premier-League-Klassiker

Schon zuvor hatten Littler und Price die Arena mit einem ihrer mittlerweile typischen Krimis elektrisiert. Der frisch gebackene Back-to-Back-UK-Open-Champion Littler startet furios, geht früh 2:0 in Führung und spielt phasenweise Darts nahe am Perfektionslimit. Price antwortet jedoch mit zwei Monster-Highfinishes über 151 und 152 Punkte und zwingt den Teenager immer wieder dazu, seine eigenen Höchstleistungen zu übertreffen.
Schlussendlich setzt sich Littler im Entscheidungsleg mit einem 12-Darter durch, schreibt den zehnten Sieg in Folge über Price in die Bilanz und bestätigt seinen Status als Spektakel-Garant dieser Premier-League-Saison.

Bunting nutzt Rocks Krise, Van Gerwen rutscht ab

Den Abend eröffnet Stephen Bunting mit einem klaren Statement. Der ehemalige Masters-Champion lässt dem weiterhin punktlosen Debütanten Josh Rock beim 6:1 kaum Luft zum Atmen, profitiert von dessen anhaltenden Doppelproblemen und springt mit nun sechs Punkten endgültig ins Mittelfeld der Tabelle. Rock dagegen bleibt auch nach sechs Spieltagen ohne Zähler und steht im Rennen um die Play-offs bereits gewaltig unter Druck.
Im Viertelfinale gegen Clayton kann Bunting dann nicht an seine effizienteste Version anknüpfen. Zwar bewegen sich beide lange im Bereich eines 100er-Averages, doch sieben verpasste Darts zum 4:4 bringen den Engländer aus dem Rhythmus, während Clayton eiskalt zupackt und seinen Weg ins zweite Finale der Saison ebnet. Für Michael van Gerwen, der gegen Clayton nach starkem Start 3:6 verliert, setzt sich derweil ein Muster der vergangenen Wochen fort: Der Niederländer zeigt gute Ansätze, verliert aber zu viele enge Matches und droht, im Kampf um die Play-off-Ränge an Boden zu verlieren.
Mit Nottingham hat Jonny Clayton seine Position als derzeitiger Taktgeber der Premier League eindrucksvoll gefestigt.
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