Daryl Gurney hat sich bei der
European Darts Trophy 2026 in Göttingen nur knapp gegen
Sebastian Bialecki durchgesetzt. Mit dem Ergebnis zeigte sich der Nordire zufrieden – mit Teilen seiner eigenen Leistung jedoch deutlich weniger. Nach dem Match gab er offen zu, dass er die Partie unnötig spannend gemacht hatte.
Der ehemalige Major-Sieger erklärte, dass er das Spiel über weite Strecken unter Kontrolle hatte, seinem Gegner aber selbst wieder die Tür öffnete. Statt die Begegnung früh zu entscheiden, ließ Gurney Bialecki durch eigene Fehler zurück ins Match kommen.
Gurney beklagt eigene Vorstellung
Nach der Partie lobte Gurney zunächst die Atmosphäre in der Arena in Göttingen. Trotz der angespannten Partie zeigte er sich beeindruckt vom Publikum.
Daryl Gurney nahm nach seinem Sieg kein Blatt vor den Mund – versuchte seine eigene Leistung jedoch noch halbwegs jugendfrei zu kommentieren
„Nein, ehrlich. Dieses Publikum war absolut großartig, es sind nur die Spieler, die es sich selbst schwer machen.“
Der Nordire räumte anschließend ein, dass er selbst erheblich dazu beitrug, dass die Partie unnötig eng wurde. Nachdem er früh die Kontrolle übernommen hatte, verschenkte er mehrere wichtige Legs und brachte seinen Gegner damit wieder ins Spiel.
„Ich habe genau dasselbe gemacht, ich habe Sebastian (Bialecki) zwei Legs geschenkt. Ich glaube, da lag ich sogar noch 3:1 vorne, dann gab ich zwei Legs ab und es stand 3:3. Ich dachte mir, du bist ein absoluter D***head (Schwachkopf, Anm. d. Red.).“
Vergebene Chancen sorgen für Frust
Trotz dieses Moments der Frustration fing sich Gurney anschließend wieder und übernahm erneut die Kontrolle über das Match. Dennoch ärgerte er sich besonders über die verpassten Chancen auf die Doppelfelder – vor allem in Momenten, in denen er sich entscheidend hätte absetzen können.
„Auf einmal treffe ich selbst die Doppel-8 und dachte mir, du hattest sechs Darts auf Doppel-16, um ihn quasi zu breaken, in Führung zu gehen und das Spiel zuzumachen.“
Statt die Partie souverän zu entscheiden, nahm Gurney die Situation anschließend mit einem Augenzwinkern. Der Nordire meinte, dass viele Dartspieler dazu neigen, sich das Leben unnötig schwer zu machen.
„Normale Dartspieler, nicht die Premier-League-Dartspieler, wir machen uns das Leben gern schwer, und genau das habe ich da getan.“
Am Ende brachte Gurney die Partie dennoch über die Ziellinie und zog in die nächste Runde der
European Darts Trophy ein – auch wenn der Sieg seiner eigenen Einschätzung nach alles andere als mühelos war.