„Michael van Gerwen hatte mich 26 von 26 Mal geschlagen“ – Chisnall zieht nach Comeback gegen de Zwaan Vergleich zum Ross-Smith-Fluch

PDC
durch Nic Gayer
Samstag, 14 März 2026 um 11:00
Dave Chisnall
Abgesehen vom Rekordaverage von Kevin Doets lieferte Dave Chisnall am ersten Tag der European Darts Trophy 2026 eine der großen Geschichten des Turniers. Der Star aus St Helens kämpfte sich gegen Jeffrey de Zwaan zurück ins Match und schaffte schließlich ein Comeback der Extraklasse.
Dabei sah es lange Zeit alles andere als gut für Chisnall aus. Der Engländer, der zuletzt deutlich an Gewicht verloren hat, wirkte zunächst weit entfernt von seinem besten Niveau. Sein Average lag zeitweise nur bei rund 75 Punkten, während de Zwaan die Schwächephase konsequent ausnutzte und den Engländer sogar in Richtung Whitewash drängte.

Chisnall übersteht Matchdarts und dreht das Spiel

Doch Chisnall kämpfte sich Schritt für Schritt zurück ins Match. Beim Stand von 0:5 gewann er mehrere Legs in Serie, überstand dabei drei Matchdarts seines Gegners und drehte die Partie schließlich doch noch zu seinen Gunsten. Am Ende setzte er sich hauchdünn durch und schrieb damit eines der bemerkenswertesten Comebacks in der Geschichte der European Tour.
Dave Chisnall kämpfte sich gegen Jeffrey de Zwaan eindrucksvoll zurück ins Match und schaffte eines der bemerkenswertesten Comebacks des ersten Turniertages
Dave Chisnall kämpfte sich gegen Jeffrey de Zwaan eindrucksvoll zurück ins Match und schaffte eines der bemerkenswertesten Comebacks des ersten Turniertages
Nach dem nervenaufreibenden Sieg nahm Chisnall die Partie im Bühnen-Interview mit Humor. „Es war ein seltsames Spiel. Ich fange lieber ein Match zerfahren an, als es so zu beenden“, sagte er mit einem Lächeln.
Im entscheidenden Leg wurde die Partie noch einmal hektisch, da beide Spieler im Scoring Probleme hatten. Dennoch behielt Chisnall die Nerven und nutzte seine Chance auf das entscheidende 66er-Finish. „Das letzte Leg war etwas komisch, wir haben beide nicht gut gescort. Aber ich habe das Finish genommen, und ich bin happy!“

Schwere Aufgabe gegen Smith

Nach diesem Kraftakt wartet nun die nächste Herausforderung. Am Samstag trifft Chisnall in Göttingen auf den ehemaligen Europameister Ross Smith.
Der Engländer weiß, dass er sein Niveau deutlich steigern muss. Seine Leistung gegen De Zwaan gibt durchaus Anlass zur Sorge, und auch die jüngste Bilanz gegen Smith spricht nicht unbedingt für ihn. Chisnall hat die letzten sieben Duelle gegen „Smudger“ verloren – eine Statistik, die die Aufgabe realistisch betrachtet zu einem echten Härtetest macht.
Trotzdem bleibt der Engländer optimistisch. Er erinnerte daran, dass er in der Vergangenheit bereits ähnliche Serien gegen Topspieler durchbrechen konnte. Als Beispiel nannte er seine frühere Bilanz gegen Michael van Gerwen, der ihn einst 26 Mal in Folge besiegt hatte, bevor Chisnall schließlich den Bann brach.
„Ich muss morgen viel besser spielen als heute Abend. Ross Smith ist ein großartiger Dartspieler. Er hat mich in sieben der letzten sieben Spiele geschlagen, aber Michael van Gerwen hatte mich 26 von 26 Mal besiegt, und irgendwann habe ich auch da einen Sieg geholt!“
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