Die European Tour auf deutschem Boden hat am Freitagnachmittag in Göttingen ihren Auftakt in das Jahr 2026 gefeiert. Mit
Florian Preis,
Florian Hempel,
Paul Krohne und
Lukas Wenig war auch aus deutscher Sicht ein starkes Quartett vertreten. Zudem wurde ein Average gespielt, der seinen Platz in den Geschichtsbüchern der European Tour finden dürfte.
Den Auftakt bei der
European Darts Trophy machten Andrew Gilding und Darius Labanauskas. Der Litauer checkte 126 Punkte zum 1:1, ehe Gilding mit einem 116er Finish zur 2:1-Führung konterte. Labanauskas zeigte jedoch eine starke Doppelquote und setzte sich mit 4:2 ab. Gilding blieb zwar dran, doch Labanauskas nutzte schließlich seinen ersten Matchdart auf der Doppel 20 zum 6:3-Sieg. Mit einem Average von 98 Punkten zog er damit in die zweite Runde ein.
Das zweite Spiel bestritten Kevin Doets und der Finne Jonas Masalin. Der Niederländer bestimmte von Beginn an das Geschehen und überzeugte mit überragendem Scoring. Doets checkte 136 Punkte zur 5:0-Führung und setzte im letzten Leg noch einmal nach. Nach einer 180 und einer 171 folgte ein 11-Darter zum klaren Erfolg. Am Ende stand ein Average von 117,12 Punkten auf der Anzeigetafel –
der höchste Average in der Geschichte der European Darts Trophy. Den European-Tour-Rekord verpasste er damit nur knapp.
Im dritten Spiel betrat mit dem 18-jährigen Florian Preis der erste deutsche Spieler die Bühne. Er traf auf Ricky Evans, der sofort das Tempo vorgab. Preis fand zunächst überhaupt nicht in die Partie, sodass Evans schnell mit 3:0 in Führung ging. Zwar kam der Deutsche anschließend etwas besser ins Spiel, doch auf die Doppel fehlte die Konsequenz. Nachdem Preis drei Darts auf Doppel 16 verpasste, machte Evans auf Doppel 10 den deutlichen 6:0-Sieg perfekt.
Anschließend traf Niels Zonneveld auf Keane Barry. Der Niederländer eröffnete die Partie direkt mit einem 100er Checkout über Tops-Tops. Kurz darauf folgte ein 141er Finish zur 3:1-Führung. Beide Spieler hatten im weiteren Verlauf Schwierigkeiten im Scoring, während Barry zudem Probleme auf die Doppel bekam. Zonneveld blieb dagegen konsequent und verwandelte seinen Matchdart auf der Doppel 12 zum 6:1-Sieg – ein wichtiger Erfolg im Rennen um die Qualifikation für das World Matchplay.
Danach kam mit Paul Krohne der nächste deutsche Spieler auf die Bühne. Der Münsteraner nutzte früh die Doppelschwäche seines Gegners Cameron Menzies und ging mit 1:0 in Führung. Auch beim 2:1 profitierte Krohne von Fehlern seines Gegners. Anschließend checkte er 120 Punkte zum 12-Darter und stellte auf 3:2. Kurz darauf brachte er als erster Spieler sein Anwurfleg zur 4:2-Führung durch. Menzies kämpfte mit massiven Problemen auf die Doppel und lag zeitweise unter zehn Prozent. Krohne stellte auf 5:2, ehe der Schotte mit einem 13-Darter noch einmal auf 4:5 verkürzte. Doch Krohne begann sein Anwurfleg mit fünf perfekten Darts und nutzte schließlich seinen zweiten Matchdart auf der Doppel 8 zum 6:4-Sieg. Damit trifft er morgen Abend auf Josh Rock.
Im Anschluss feierte Florian Hempel sein Comeback auf der European Tour. Sein Gegner Richard Veenstra erwischte jedoch den deutlich besseren Start und ging schnell mit 3:0 in Führung. Hempel kämpfte sich danach in die Partie zurück und verkürzte zunächst auf 1:3 und später auf 2:4. Doch Veenstra zeigte sich auf die Doppel gnadenlos und traf fast 50 Prozent seiner Versuche. Nachdem der Niederländer einen ersten Matchdart vergeben hatte, checkte Hempel noch einmal 101 Punkte und verlängerte das Spiel. Mit einem 15-Darter machte Veenstra anschließend den 6:3-Sieg perfekt.
Zurück auf der European Tour: Florian Hempel
Im vorletzten Spiel traf Krzysztof Ratajski auf den WDF-Weltmeister von 2024, Shane McGuirk. Der Pole startete furios und eröffnete die Partie direkt mit einem 130er Checkout. Schnell setzte er sich auf 5:1 ab. Doch danach schlichen sich Fehler ein, und Ratajski verpasste gleich mehrere Matchdarts. McGuirk nutzte die Chance und kämpfte sich zurück. Der Ire erhielt sogar zwei Darts auf Doppel 19 für den Decider. Als er diese jedoch verpasste, checkte Ratajski 59 Punkte zum 6:4-Sieg.
Im letzten Spiel des Nachmittags forderte Lukas Wenig den Engländer Ryan Joyce heraus. Wenig verpasste im ersten Leg gleich fünf Breakdarts, glich danach jedoch auf Doppel 10 zum 1:1 aus und holte sich auf Doppel 15 das Break. Beide Spieler fanden nur selten in ihren Rhythmus. Joyce verkürzte mit einem 122er Checkout auf Doppel 7 zum 3:4, doch Wenig antwortete sofort mit einem 126er Finish über das Bullseye. Nachdem Joyce weitere sechs Doppeldarts liegen ließ, nutzte Wenig seine Chance auf Doppel 6 zum 6:3-Sieg. Damit trifft der Deutsche morgen auf Jermaine Wattimena – ein wichtiges Duell im Kampf um die Qualifikation für das World Matchplay.