Der ehemalige BDO-Weltmeister
Mark Webster ist überzeugt, dass England in der kommenden Woche der Topfavorit auf den Titel beim
World Cup of Darts in Frankfurt ist. Laut dem Waliser können es sich
Luke Littler und
Luke Humphries sogar nicht leisten, das Turnier nicht zu gewinnen.
„Cool Hand Luke“ und der amtierende Weltmeister Littler reisen als Topfavoriten und topgesetztes Duo in die Eissporthalle, wo vierzig Nationen um den prestigeträchtigen Teamtitel kämpfen. Im vergangenen Jahr scheiterte das englische Duo jedoch überraschend früh. In der zweiten Runde wurden sie nämlich mit 8-4 vom deutschen Duo Martin Schindler und Ricardo Pietreczko ausgeschaltet.
Webster erwartet jedoch, dass das englische Duo in diesem Jahr besser gegen den Druck des Turniers gewappnet ist. „England kann es eigentlich nicht nicht gewinnen“, sagte Webster im
Double Tops Podcast. „Ich sage nicht, dass alles perfekt laufen muss, aber Wales ist derzeit nicht so stark wie früher.“
Der ehemalige Lakeside-Champion verweist zudem auf die Fragezeichen bei einigen anderen Konkurrenten. „Wir wissen nicht, wie Cameron Menzies an der Seite von Gary Anderson funktionieren wird. Ricardo Pietreczko hat derzeit mit Problemen zu kämpfen. Natürlich hat England letztes Jahr gegen Deutschland verloren, aber das war ein Match über ein relativ kurzes Format.“
Laut Webster spielte auch die einzigartige Atmosphäre in Frankfurt eine Rolle bei der überraschenden Niederlage der Engländer. „Das hat mich dort ziemlich erstaunt. Vielleicht hat die Stimmung in der Halle sie doch beeinflusst. Ihr Walk-on-Song hat das deutsche Publikum nur noch weiter angeheizt. Es war eine fantastische Atmosphäre, wirklich unglaublich. Aber dieses Jahr müsste es doch ihr Moment sein?“
Niederlande als größter Herausforderer
Die größte Bedrohung für England bei diesem
World Cup scheint aus den Niederlanden zu kommen. Das an Nummer zwei gesetzte Oranje-Team besteht aus
Michael van Gerwen und
Gian van Veen, derzeit die Nummern drei und vier der Welt.
Webster äußerte sich kürzlich bereits lobend über diese Kombination. Seiner Ansicht nach verfügt die Niederlande über genau die richtige Mischung aus Qualität, Erfahrung und Motivation. „Ich finde dieses niederländische Team sehr stark. Seit Michael van Gerwen und Raymond van Barneveld kein Duo mehr bilden, haben wir allerlei unterschiedliche Zusammenstellungen gesehen. Keine fühlte sich wirklich wie die richtige an.“
Der Waliser denkt, dass Van Gerwen und Van Veen sich hervorragend ergänzen. „Diese Kombination scheint mir die beste Balance zu sein, die die Niederlande seit Jahren hatten. Außerdem sind sie auch sehr hungrig. Michael hat zum Beispiel noch kein Ticket für den Grand Slam of Darts sicher, also ist das eine hervorragende Chance.“
Van Gerwen und Van Veen bilden erstmals ein Duo für die Niederlande beim World Cup of Darts.
Laut Webster bietet das Nationenturnier zudem einen zusätzlichen Vorteil für Spieler, die unter Druck stehen. „Spieler sehen den World Cup als guten Weg zur Qualifikation für andere große Turniere. Außerdem teilst du den Druck mit einem Teamkollegen. Wenn es mal nicht läuft, hast du jemanden neben dir, der dir helfen kann.“
Mit Littler und Humphries als Topfavoriten und einem ambitionierten niederländischen Duo in Lauerstellung dürfte der World Cup of Darts 2026 im Vorfeld jedenfalls auf eine faszinierende Auseinandersetzung der beiden Darts-Großmächte hinauslaufen.