Niko Springer gewinnt in Göttingen deutschen Decider-Krimi gegen Kai Gotthardt – Dave Chisnall feiert Sensations-Comeback nach 0:5-Rückstand

PDC
durch Nic Gayer
Freitag, 13 März 2026 um 23:18
Niko Springer (3)
Am Freitagabend wurde in Göttingen der zweite Teil der ersten Runde der European Darts Trophy 2026 ausgetragen. Während einige Favoriten ihre Aufgaben souverän erledigten, sorgte insbesondere das deutsch-deutsche Duell zwischen Niko Springer und Kai Gotthardt für große Spannung. Am Ende setzte sich Springer in einem hochklassigen Decider durch, während auch Mensur Suljovic mit einem überzeugenden Auftritt den Einzug in die zweite Runde perfekt machte.
Im Mittelpunkt aus deutscher Sicht stand das Duell zwischen den Landsmännern Niko Springer und Kai Gotthardt, das seinem Status als Highlight der Session absolut gerecht wurde. Beide Spieler lieferten sich ein ausgeglichenes Match mit mehreren Führungswechseln. Gotthardt erspielte sich zwischenzeitlich eine 4:2-Führung und ging später sogar mit 5:4 in Front. Doch Springer zeigte starke Nerven: Zunächst glich er mit einem spektakulären 142er-Checkout zum Re-Break aus, ehe er im entscheidenden Leg ein 80er-Finish zum 6:5-Sieg verwandelte und damit das Ticket für Runde zwei löste.

Suljovic in starker Verfassung

Für Dragutin Horvat verlief sein European-Tour-Comeback hingegen enttäuschend. Gegen den Engländer Luke Woodhouse fand der Deutsche kaum Zugriff auf die Partie und musste sich deutlich mit 0:6 geschlagen geben. Eine starke Vorstellung zeigte dagegen Mensur Suljovic, der im vorletzten Spiel des Abends auf William O’Connor traf. Der Österreicher überzeugte mit konstantem Scoring und solider Doppelquote. Nachdem O’Connor zwischenzeitlich zum 2:2 ausgeglichen hatte, zog Suljovic mit mehreren sicheren Legs davon und machte seinen 6:2-Erfolg schließlich mit Legs in 14 und 15 Darts souverän klar.
Präsentierte sich am Freitagabend in starker Verfassung: Der Österreicher Mensur Suljovic
Präsentierte sich am Freitagabend in starker Verfassung: Der Österreicher Mensur Suljovic

Den Auftakt des Abends hatte zuvor ein echtes Drama geliefert. Dave Chisnall lag gegen Jeffrey de Zwaan bereits aussichtslos mit 0:5 zurück, startete dann jedoch eine spektakuläre Aufholjagd. Mit fünf Leggewinnen in Serie erzwang der Engländer zunächst den Decider, den er schließlich mit einem 66er-Checkout zum 6:5-Comeback-Sieg für sich entschied.
Im zweiten Match der Session setzte sich Dirk van Duijvenbode mit 6:2 gegen Mario Vandenbogaerde durch. Beide Spieler fanden zwar nur schwer in einen Rhythmus, doch der Niederländer nutzte die Fehler seines Gegners konsequent und brachte die Partie letztlich sicher über die Ziellinie.
Auch Daryl Gurney löste sein Ticket für die zweite Runde. Der Nordire setzte sich mit 6:4 gegen Sebastian Bialecki durch. In einer über weite Strecken ausgeglichenen Begegnung setzte Gurney in der Schlussphase die entscheidenden Akzente und machte den Erfolg schließlich mit einem 20-Darter perfekt.
Für einen der stärkeren Auftritte des Abends sorgte anschließend Joe Cullen, der sich gegen den polnischen Debütanten Wojciech Brulinski durchsetzte. Nachdem Brulinski zunächst gut in die Partie gestartet war, übernahm Cullen zunehmend die Kontrolle und entschied das Match mit einem starken Endspurt schließlich mit 6:3 für sich.
Das Licht in der Göttinger Lokhalle knipsten am Freitagabend Wessel Nijman und Cristo Reyes aus. Nach einem schleppenden Start beider Akteure war es Reyes, der sich eine frühe 3:0-Führung sichern konnte. Nijman fand in der Folge jedoch zunehmend besser in die Partie und brachte sich später mit einer Kombination aus 15- und 12-Dartern mit 4:3 in Front. In der Folge hielten beide Akteure ihre Anwurflegs – am Ende war es Wessel Nijman, der im Decider auf Tops triumphierte und das letzte Zweitrundenticket löste.
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