Luke Littler sorgte am Donnerstagabend erneut für Spektakel in der
Premier League Darts, bekam danach jedoch eine bemerkenswerte Korrektur von Experte
Wayne Mardle. Laut dem Ex-Profi führt der Weltmeister seine inzwischen bekannte „Big-Fish“-Jubelpose nicht ganz richtig aus.
Littler ist dafür bekannt, nach einem 170-Finish mit einer imaginären Angel eine Fischlandung zu imitieren. Der höchste mögliche Checkout im Darts wird seit Jahren „Big Fish“ genannt, weil zwei Darts in der Triple-20 landen müssen und der letzte in das Bullseye gehen muss.
Der 19-jährige Engländer brachte das Finish bereits mehrfach auf der großen Bühne und seine ausgelassene Jubelgeste wird vom Publikum meist begeistert aufgenommen. Dennoch findet Mardle, dass an der Ausführung der Bewegung etwas nicht stimmt.
In der Analyse wies Mardle darauf hin, dass Littler seiner Meinung nach die imaginäre Angel in die falsche Richtung dreht. „Du drehst sie nach außen“, sagte Mardle lachend. „Du musst sie einholen. Der Fisch ist schon am Haken, also musst du zu dir hin drehen, nicht von dir weg.“
Nachdem Bilder von Litlers Jubel auf der Bühne gezeigt wurden, blieb Mardle bei seiner Ansicht. „Sieh mal, das ist nach außen drehen. So funktioniert das nicht“, beharrte er.
Als das Publikum reagierte und Littler selbst lachend widersprach, musste der Experte schließlich einräumen, dass diese Diskussion schwer zu gewinnen war. „Mit Kindern kann man nicht diskutieren“, witzelte Mardle, woraufhin die Stimmung im Studio gelöst blieb.
Spektakulärer Abend für Littler
Die Bemerkung folgte kurz nach einem der spektakulärsten Abende für Littler in der diesjährigen Premier League. Der Engländer erreichte in Dublin das Finale, nachdem er nacheinander Stephen Bunting und Michael van Gerwen bezwungen hatte.
Gegen Van Gerwen lieferte er ein Match auf hohem Niveau ab, in dem beide die 170 Punkte checkten und es zu einer entscheidenden Leg kam. Littler behielt die Nerven und qualifizierte sich für das Tagesfinale. Am Ende verpasste van Gerwen drei Matchdarts für den Sieg.
Dort wartete Gerwyn Price, der zuvor am Abend mit überzeugenden Siegen beeindruckt hatte. Im Finale schien der Waliser lange auf dem Weg zum Triumph, denn er zog auf 5:0 davon.
Littler weigerte sich jedoch aufzugeben und kämpfte sich stark in die Partie zurück. Price erhielt mehrfach die Chance, das Match zuzumachen, ließ diese aber ungenutzt. Insgesamt überstand Littler fünf Matchdarts, bevor er selbst das Kommando übernahm.
Mit starkem Scoring und präzisem Finishing arbeitete er sich auf 5:5 heran, ehe er in der entscheidenden Leg zuschlug und die Partie doch noch mit 6:5 für sich entschied.