Beispiellose Rekordjagd: Selbst Phil Taylor spürt Luke Littlers heißen Atem im Nacken

PDC
durch Nic Gayer
Dienstag, 28 Juli 2026 um 10:00
Luke Littler und Phil Taylor posieren mit Trophäen
Luke Littler hat beim World Matchplay 2026 nicht nur seinen Titel erfolgreich verteidigt, sondern auch das wohl beeindruckendste Turnier in der Geschichte des Traditionswettbewerbs gespielt. Der amtierende Weltmeister sicherte sich zum zweiten Mal in Folge die prestigeträchtige Phil Taylor Trophy und drückte der Sommer-WM mit einer Reihe außergewöhnlicher Statistiken einmal mehr seinen Stempel auf.
Besonders bemerkenswert: Alle fünf Turnier-Averages des 19-jährigen Engländers gehören inzwischen zu den 15 höchsten, die jemals beim World Matchplay registriert wurden – ein eindrucksvoller Beleg für das konstant herausragende Niveau, das Littler über die gesamte Turnierwoche hinweg abrief.

Historische Bestmarken in Blackpool

Seinen stärksten Auftritt lieferte Littler im Achtelfinale gegen Nathan Aspinall ab. Mit einem Average von 113,68 Punkten erzielte er den zweithöchsten Drei-Dart-Average der World-Matchplay-Geschichte. Besser war bislang lediglich Phil Taylor, der bei der Ausgabe 2010 in seinem Erstrundenmatch gegen Barrie Bates einen bis heute unerreichten Average von 114,99 Punkten spielte. Auch 16 Jahre später steht diese Bestmarke weiterhin an der Spitze der ewigen Rangliste.
Luke Littler posiert mit der Matchplay-Trophäe.
Luke Littler setzte beim World Matchplay 2026 mit mehreren historischen Averages neue Maßstäbe und bestätigte seine Ausnahmestellung im Weltdarts.
Auch im Finale gegen Gerwyn Price präsentierte sich Littler in überragender Verfassung. Mit einem Average von 111,53 Punkten sicherte er sich nicht nur souverän den Turniersieg, sondern belegte gleichzeitig Platz fünf in der Bestenliste der höchsten Averages der World-Matchplay-Geschichte. Gleichzeitig ist es der höchste Average, der jemals in einem Endspiel des Turniers erzielt wurde.
Dass sämtliche fünf Auftritte Littlers bei diesem Turnier in den Top-15 der ewigen Rangliste vertreten sind, verdeutlicht die außergewöhnliche Konstanz seiner Leistungen. Während viele Profis bei einem einzelnen Match ihr absolutes Topniveau erreichen, spielte der Weltmeister während der gesamten Turnierwoche auf historisch hohem Niveau.

Auch Anderson reiht sich ein

Nicht nur Littler sorgte in Blackpool für einen Eintrag in die Geschichtsbücher. Auch Gary Anderson schaffte den Sprung in die Allzeit-Rangliste der höchsten World-Matchplay-Averages. Der zweimalige Weltmeister spielte in seinem Auftaktmatch einen Average von 109,96 Punkten und belegt damit Rang elf. Zwar verpasste der Schotte die Top Ten knapp, seine Leistung zählt dennoch zu den besten, die jemals auf der Bühne der Winter Gardens gezeigt wurden.
Auch der dreifache Blackpool-Champion Michael van Gerwen ist unter den zehn höchsten Averages der Turniergeschichte vertreten. „Mighty Mike“ belegt mit seinem Average von 110,93 Punkten aus dem Achtelfinale des World Matchplay 2015 gegen Jamie Lewis den siebten Platz der ewigen Bestenliste.
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