„Beruhigt euch, der Dart ist mir aus der Hand geflogen“ – Michael van Gerwen reagiert auf deutlichen Fehlwurf beim 9-Darter-Versuch

PDC
Montag, 20 Juli 2026 um 18:00
Michael van Gerwen (3)
Michael van Gerwen sicherte sich am Sonntag den Einzug in die zweite Runde des World Matchplay. Im Mittelpunkt stand nach der Partie jedoch ein anderer Moment: Nach der ersten Session steuerte er klar auf einen Nine-Darter zu, ehe sein neunter Pfeil das Zieldouble deutlich verfehlte. Über den Fehlwurf konnte er hinterher nur lachen.
Der Niederländer erwischte in den Winter Gardens einen schwachen Start. Andrew Gilding nutzte seine Doublechancen eiskalt und zog auf 4:1 davon. Direkt nach der ersten Unterbrechung drehte sich die Partie jedoch komplett. Van Gerwen eröffnete das Leg mit acht perfekten Darts und riss die Zuschauer von den Sitzen – auf dem entscheidenden Doppel verpasste er dann aber den Versuch zum Nine-Darter.

Van Gerwen nimmt den Fehlwurf mit Humor

Im Anschluss blickte er gelassen auf den Fehlschuss zurück. „Der war fast in Doppel 9", scherzte er bei Viaplay. Damit spielte er auf das benachbarte Feld von Doppel 12 an, wo sein Dart schließlich landete.
„Ganz ruhig. Der Dart ist mir aus der Hand geflogen. Das kann passieren. Es ist, wie es ist. Ob ich ein Leg in neun oder in dreißig Darts gewinne, Hauptsache ich gewinne es. Das ist das Wichtigste, der Rest ist mir egal."
Auch wenn der 9-Darter ausblieb, markierte der Moment den Wendepunkt der Partie. Van Gerwen machte das Leg über Doppel 3 zu und startete von da an seine Aufholjagd. Er gewann anschließend neun der verbleibenden elf Legs und machte den 10:6-Erfolg perfekt.
Danach zeigte sich Van Gerwen zufrieden damit, wie er die schwierige Anfangsphase überstanden hat. „Der Druck ist bei mir immer da und ich hatte gegen ihn anfangs eine knifflige Phase. Von ihm habe ich nicht viel Energie bekommen. Er hat zu Beginn ein paar schöne Sachen gezeigt, aber ab der zweiten Session war ich deutlich besser."

Viel Luft nach oben

Der dreifache World-Matchplay-Champion sieht dennoch noch reichlich Steigerungspotenzial. „Ich muss mit den Dingen zufrieden sein, die ich in den richtigen Momenten gut mache. Da steckt noch mehr im Tank, aber das konnte ich diesmal leider nicht zeigen. Der Sieg ist befriedigend, aber ich bin noch nicht da, wo ich hinwill."
Für Van Gerwen steht in dieser Woche zudem viel auf dem Spiel. Der Abzug des Preisgelds aus seinem Finale 2024 setzt ihn in der Weltrangliste unter Druck, weshalb er erneut einen tiefen Lauf braucht, um seine Position zu sichern.
In der zweiten Runde wartet ein rein niederländisches Duell mit Dirk van Duijvenbode. Van Gerwen geht zuversichtlich in dieses Aufeinandertreffen. „Das Selbstvertrauen ist da und ich fühle mich ziemlich gut. Ich will in jedem Match Feuerwerk zünden, aber das ist nicht die Realität. Jetzt muss ich gegen Dirk ran. Er muss damit auch klarkommen. Ich denke, das wird ein schönes Spiel zum Anschauen."
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