Nur Phil Taylor, Michael van Gerwen und Peter Wright vor Gary Anderson: Schotte klettert mit 109,96er-Average in historische Bestenliste

PDC
durch Nic Gayer
Montag, 20 Juli 2026 um 16:30
Gary Anderson 2026 World Matchplay
Gary Anderson hat beim World Matchplay 2026 ein eindrucksvolles Ausrufezeichen gesetzt. Mit seiner Gala gegen Ryan Joyce zog der Schotte nicht nur souverän in die zweite Runde ein, sondern verbesserte sich zugleich in einer der exklusivsten Bestenlisten der Turniergeschichte von Blackpool.
Mit seinem Average von 109,96 Punkten verbuchte Anderson bereits seinen zwölften dreistelligen Match-Average beim World Matchplay. Damit zieht der Champion von 2018 mit James Wade gleich und liegt in der ewigen Bestenliste nur noch hinter Phil Taylor, Michael van Gerwen und Peter Wright.

Anderson rückt in der Bestenliste weiter nach vorne

Phil Taylor führt die Statistik mit beeindruckenden 62 dreistelligen Match-Averages weiterhin mit großem Abstand an. Der Rekordweltmeister dominierte das World Matchplay über Jahre hinweg und sicherte sich insgesamt 16 Titel. Michael van Gerwen folgt mit 20 dreistelligen Averages auf Rang zwei, während Peter Wright mit 15 auf dem dritten Platz liegt.
Gary Anderson beim World Matchplay 2026.
Gary Anderson überzeugte zum Auftakt des World Matchplay 2026 mit einem Average von 109,96 Punkten und schrieb damit erneut Blackpool-Geschichte.
Anderson teilt sich nun mit James Wade den vierten Rang und hat den Rückstand auf Wright auf nur noch drei Partien verkürzt. Dahinter folgen Adrian Lewis mit neun sowie Luke Humphries, Rob Cross und Gerwyn Price mit jeweils sieben dreistelligen Match-Averages. Dimitri Van den Bergh und Titelverteidiger Luke Littler kommen jeweils auf sechs.
Für Anderson war die Partie gegen Joyce zugleich die beste, die er jemals beim World Matchplay im Average gespielt hat. Seine bisherige Bestmarke hatte bei 106,06 Punkten gelegen, erzielt im Halbfinale seines späteren Titelgewinns 2018 beim 17:12-Erfolg über Jeffrey de Zwaan.
Acht Jahre später setzte der inzwischen 55-Jährige mit dem 10:2 gegen Joyce noch einen drauf. Anderson erzielte fünf 180er, verwandelte starke 55 Prozent seiner Doppel und begeisterte mit Highfinishes von 144 und 141 Punkten. Zudem gewann er neun der letzten zehn Legs und ließ seinem Gegner kaum eine Chance.
Ryan Joyce spielte mit einem Average von 95,49 Punkten zwar ebenfalls auf ordentlichem Niveau, fand gegen den entfesselt aufspielenden Anderson jedoch kaum Mittel. Der Schotte übernahm früh die Kontrolle über die Partie, baute seinen Vorsprung kontinuierlich aus und lieferte damit eine der dominantesten Vorstellungen des gesamten Auftaktwochenendes.

Einer der besten Auftritte der Turniergeschichte

Mit seinem Average von 109,96 Punkten reiht sich Anderson außerdem in die Liste der besten Einzelleistungen der World-Matchplay-Geschichte ein. Lediglich sieben höhere Match-Averages wurden in der Historie des Turniers registriert – vier davon gehen auf das Konto von Phil Taylor.
Die jüngste Gala unterstreicht einmal mehr Andersons außergewöhnliche Bilanz in Blackpool. 2018 gewann der Schotte die Phil Taylor Trophy nach einem dramatischen 21:19-Erfolg gegen Mensur Suljovic im bis heute längsten Finale der Turniergeschichte. Im selben Turnier gelang ihm zudem ein 9-Darter gegen Joe Cullen.
Zwei Jahre später erreichte Anderson erneut das Endspiel, musste sich dort allerdings Dimitri Van den Bergh geschlagen geben. Dennoch zählt er weiterhin zu den bislang nur 14 verschiedenen Spielern, die das World Matchplay in den ersten 32 Austragungen gewinnen konnten.
In der zweiten Runde wartet nun Jonny Clayton auf den zweimaligen Weltmeister. Der Waliser setzte sich in seinem Auftaktmatch mit 10:7 gegen Damon Heta durch und spielte dabei einen Average von 97,63 Punkten. Sollte Anderson an seine überragende Leistung aus Runde eins anknüpfen, dürfte Clayton vor einer enorm schweren Aufgabe stehen – und der Schotte könnte seine beeindruckende Bilanz in Blackpool um ein weiteres Kapitel erweitern.
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