Die Dartszene sorgt abseits des Oche für Schlagzeilen:
Luke Littler,
Stephen Bunting und Ex-Fußballprofi
Michael Owen bündeln ihre Kräfte und steigen gemeinsam in den Pferderennsport ein. Das Trio investiert in ein zweijähriges Vollblut mit dem Namen „Bunting Mental“ – eine klare Hommage an Buntings legendären Walk-on.
Für 54.000 Pfund wechselte der junge Hengst den Besitzer und steht nun im Stall von Trainer Hugo Palmer. Trainiert wird das Pferd auf der renommierten Anlage Manor House Stables in Cheshire, die Owen bereits 2006 gründete. Während Owen im Rennsport längst etabliert ist, betreten Littler und Bunting hier Neuland – allerdings mit spürbarer Begeisterung.
Premier-League-Stars entdecken neue Bühne
Vor allem Littler zeigte früh, dass sein Interesse über den Dartsport hinausgeht. Beim traditionsreichen Cheltenham Festival mischte sich das Ausnahmetalent unter die Zuschauer und verfolgte die Rennen mit großer Aufmerksamkeit. Der Besuch hinterließ Eindruck – und dürfte den entscheidenden Impuls geliefert haben, selbst aktiv zu werden.
Stephen Bunting steht derzeit auf Platz sieben in der Premier League Darts
Trainer Palmer blickt optimistisch auf die prominenten Neuzugänge im Stall: Sie hätten bislang noch keine Zeit für einen Besuch gefunden, was ihr dicht getakteter Kalender in der Premier League Darts erklärt. Gleichzeitig betont er, wie wertvoll frische Gesichter für den Rennsport sind. Gerade jüngere Persönlichkeiten bringen neue Aufmerksamkeit und erreichen Zielgruppen, die bisher wenig Berührungspunkte hatten.
Auch sportlich macht „Bunting Mental“ bereits auf sich aufmerksam. Der Hengst stammt von Ardad ab, einem erfolgreichen Sprinter, der einst bei Royal Ascot triumphierte. Im Training überzeugt das Nachwuchspferd mit Lernbereitschaft und auffälliger Leichtigkeit. Palmer beschreibt die Entwicklung als durchweg positiv – ein Signal, das im Rennsport Gewicht hat.
Zusätzlichen Rückenwind liefert die Einschätzung aus dem Sattel. Jockey Franny Norton zeigte sich nach einer Trainingseinheit überzeugt und attestierte dem Pferd großes Potenzial. In Rennkreisen spricht man in solchen Fällen von einem Pferd, das genau dann liefert, wenn es darauf ankommt – ein Prädikat, das Erwartungen weckt.
Noch müssen sich Fans allerdings gedulden. Eine kleinere körperliche Pause verzögerte das geplante Debüt um einige Wochen. Entwarnung kommt jedoch schnell: Es handelt sich um keine ernsthafte Verletzung, vielmehr um eine Vorsichtsmaßnahme. Im Stall bleibt man gelassen und hält an den hohen Erwartungen fest.
Großes Interesse vor dem Debüt
Für die Dartswelt besitzt dieses Engagement eine besondere Strahlkraft. Littler zählt als Teenager-Sensation zu den prägendsten Figuren der aktuellen Szene, während Bunting sich als feste Größe etabliert hat. Ihre Beteiligung könnte dem Pferderennsport zusätzliche Aufmerksamkeit verschaffen – und gleichzeitig neue Geschichten für die Dartsfans liefern.
Dass Spitzensportler in Rennpferde investieren, ist keine Seltenheit. Doch die Kombination aus aufstrebendem Shootingstar, erfahrenem Profi und einem langjährigen Rennstallbesitzer hebt dieses Projekt hervor. Sollte „Bunting Mental“ sein Potenzial bestätigen, steht einer spannenden Entwicklung nichts im Weg.
Bis zum ersten Start bleibt vor allem eines: gespannte Erwartung. Sobald der Hengst auf die Bahn geht, wird die Aufmerksamkeit groß sein – nicht nur wegen seiner Abstammung, sondern vor allem wegen der Namen, die hinter ihm stehen.