Chris Dobey hat das
Players Championship 32 in Den Bosch gewonnen. „Hollywood“ setzte sich im Finale mit 8:4 gegen Überraschungsmann Tommy Morris durch und überzeugte dabei mit einem Turnieraverage von 103,01 Punkten.
Ricardo Pietreczko erreichte als bester Deutscher erstmals in diesem Jahr ein Viertelfinale. Für weitere Höhepunkte sorgten Wesley Plaisier, Tom Sykes und Bradley Brooks mit jeweils einem 9-Darter.
Dobey kontrolliert das Finale gegen Morris
Chris Dobey erwischte den besseren Start ins Endspiel. Nachdem Morris zwei Doppeldarts vergeben hatte, sicherte sich „Hollywood“ mit einem 16-Darter direkt das erste Break. Auch die nächsten beiden Legs gingen an Dobey, der mit einem Checkout von 16 Punkten auf 3:0 erhöhte. Zu diesem Zeitpunkt spielte er einen Average von rund 109 Punkten.
Morris brachte sich auf der Doppel-14 erstmals auf die Anzeigetafel. Dobey antwortete jedoch auf der Doppel-12 zum 4:1. Anschließend bekam Morris in seinem eigenen Anwurfleg ausreichend Zeit und checkte 84 Punkte über die Single-20 und zweimal Doppel-16 zum 2:4.
Dobey blieb stabil und stellte auf der Doppel-20 den Drei-Leg-Vorsprung wieder her. Morris verkürzte nochmals auf 3:5, benötigte dafür allerdings eine zusätzliche Aufnahme. Nach drei Fehlwürfen auf die Doppel-18 traf er das Feld mit seinem nächsten Dart.
Danach zog Dobey weiter davon. Er gewann die folgenden beiden Legs und erhöhte auf der Doppel-8 auf 7:3. Damit fehlte ihm nur noch ein Leg zum Titel.
Morris gab sich aber noch nicht geschlagen. Als Dobey bei 98 Rest keinen Doppeldart bekam, nutzte „The Gun“ seine Chance auf der Doppel-9 zum 4:7.
Die Entscheidung vertagte er damit nur kurz. Dobey stellte sich mit einer 180 auf 81 Rest und checkte diese auf der Doppel-12 zum 8:4-Erfolg. Mit einem Average von 103,01 Punkten krönte er seinen starken Turniertag.
Dobey dreht auf dem Weg ins Finale auf
Chris Dobey steigerte sich im Turnierverlauf deutlich. Nach seinem 6:2-Auftakterfolg gegen Marvin Kraft ließ „Hollywood“ Owen Bates beim 6:0 keine Chance. Dabei spielte er bereits einen Average von 108,65 Punkten.
Auch Mickey Mansell konnte den Engländer anschließend nicht stoppen. Dobey gewann mit 6:2 und setzte sich danach mit demselben Ergebnis gegen Bradley Brooks durch. Im Achtelfinale überzeugte er erneut mit einem Average von 105,77 Punkten.
Seinen stärksten Auftritt lieferte Dobey jedoch im Viertelfinale. Gegen Krzysztof Ratajski spielte er herausragende 111,12 Punkte im Schnitt und zog mit einem deutlichen 6:1 ins Halbfinale ein.
Dort traf er auf William O’Connor, der zuvor unter anderem
Martin Schindler, Niels Zonneveld und Karel Sedlacek ausgeschaltet hatte. Auch der Ire hielt Dobeys Niveau nicht stand. Mit einem Average von 109,68 Punkten gewann der Engländer 7:4 und sicherte sich seinen Finalplatz.
Morris bezwingt van Gerwen, Manby und Michael Smith
Tommy Morris sorgte auf der anderen Seite des Turnierbaums für die große Überraschung. Bereits in den ersten beiden Runden setzte er sich gegen Mervyn King mit 6:2 und Kim Huybrechts mit 6:4 durch.
Anschließend gelang ihm ein weiterer wichtiger Erfolg: Morris warf Michael van Gerwen mit 6:4 aus dem Turnier. Im Achtelfinale stoppte er auch Vortagessieger Charlie Manby und gewann mit 6:2.
Im Viertelfinale gegen Michael Smith legte Morris nochmals zu. Mit einem Average von 101,23 Punkten setzte er sich erneut mit 6:2 durch und erreichte die Vorschlussrunde.
Dort wartete Scott Williams, doch auch diese Hürde meisterte Morris eindrucksvoll. Beide Spieler lieferten mit Averages jenseits der 105 Punkte ein hochklassiges Duell. Morris behielt mit 106,98 Punkten im Schnitt und einem 7:3-Erfolg die Oberhand.
Pietreczko begeistert gegen Nijman – bitteres Ende im Viertelfinale
Ricardo Pietreczko zeigte über weite Strecken einen starken Turniertag. Zum Auftakt gewann er das deutsche Duell gegen Leon Weber mit 6:2 und spielte dabei einen Average von 97,83 Punkten.
Gegen Dave Chisnall steigerte sich „Pikachu“ auf 102,99 Punkte und zog mit einem 6:3 in die dritte Runde ein. Dort bezwang er Cameron Menzies ebenfalls mit 6:3.
Im Achtelfinale gegen Wessel Nijman folgte dann sein knappster und zugleich wichtigster Sieg des Tages. Pietreczko setzte sich im Entscheidungsleg mit 6:5 durch. Mit 100,83 Punkten gelang ihm bereits sein zweiter dreistelliger Average des Turniers.
Im Decider startete der Deutsche mit einer 180 und stellte sich später mit einer 170 auf 51 Rest. Diese checkte er über die Doppel-16 und machte seinen ersten Viertelfinaleinzug des Jahres perfekt.
Dort konnte Pietreczko seine vorherigen Leistungen allerdings nicht bestätigen. Gegen Scott Williams blieb er bei einem Average von 85,35 Punkten ohne Leggewinn und verlor mit 0:6. Dennoch zeigt der deutsche damit eine klare Leistungsverbesserung und ist auch noch im Rennen für die
Players Championship Finals.
Stand in seinem ersten Viertelfinale 2026: Ricardo Pietreczko
Schindler und Wenig erreichen Runde drei
Martin Schindler begann mit einem 6:2 gegen Niall Culleton. Anschließend setzte er sich in einem engen Duell gegen Stefan Bellmont mit 6:5 durch und steigerte seinen Average auf 98,11 Punkte.
Gegen William O’Connor reichten auch 98,78 Punkte im Schnitt nicht zum Weiterkommen. Der Ire spielte einen Average von 100,88 Punkten und entschied die Partie mit 6:4 für sich.
Lukas Wenig gewann zunächst das deutsche Auftaktduell gegen Maximilian Czerwinski mit 6:4. Danach behielt er gegen Keane Barry im Entscheidungsleg die Nerven und siegte 6:5. In Runde drei musste er sich Kevin Doets mit 4:6 geschlagen geben.
Für Daniel Klose, Niko Springer und Gabriel Clemens endete das Turnier bereits in der zweiten Runde. Klose unterlag Michael Smith trotz eines starken Averages von 97,31 Punkten mit 4:6. Springer verlor gegen Benjamin Pratnemer ebenfalls 4:6, Clemens musste sich Niels Zonneveld knapp mit 5:6 beugen.
Neben Weber und Czerwinski schieden auch Max Hopp, Dominik Grüllich, Arno Merk, Marvin Kraft und Matthias Ehlers zum Auftakt aus.
Drei perfekte Legs von Plaisier, Sykes und Brooks
Für besondere Höhepunkte sorgten Wesley Plaisier, Tom Sykes und Bradley Brooks. Alle drei warfen im Turnierverlauf einen Neun-Darter.
Plaisier setzte sich nach seinem Auftakterfolg gegen Adam Paxton mit 6:4 gegen Damon Heta durch. Dabei überzeugte der Niederländer mit einem Average von 98,70 Punkten und dem 9-Darter zur 4-1 Führung. Nach einem weiteren Sieg über Ritchie Edhouse endete sein Lauf im Achtelfinale gegen Ratajski. Damit sammelt der Niederländer wichtiges Preisgeld und schiebt sich zwei Turniere vor Ende damit auf einen provisorischen WM-Platz.
Sykes gewann zunächst 6:2 gegen Cor Dekker, bevor er Vortagessieger Manby mit 4:6 unterlag. Dabei spielte Sykes gegen Dekker den 9-Darter. Damit bekam der Niederländer nach dem 9-Darter von Reyes gestern, direkt den zweiten 9-Darter ab. Brooks erreichte nach Erfolgen gegen Adam Gawlas, Cristo Reyes und Pratnemer das Achtelfinale. Dort stoppte ihn der spätere Finalist Dobey.