
Mit einem weiteren hochklassigen Pro-Tour-Tag ist Players Championship 6 in Leicester zu Ende gegangen. Während aus deutscher Sicht mehrere starke Einzelmomente – darunter ein 9-Darter von Max Hopp und ein 104er-Average von Martin Schindler – für Aufmerksamkeit sorgten, kristallisierte sich im Turnierverlauf zunehmend ein klarer Favorit heraus: Gerwyn Price präsentierte sich über weite Strecken in Weltklasse-Form und marschierte mit mehreren Ausrufezeichen bis ins Endspiel. Dort wartete mit Andrew Gilding ein Finalgegner, der zuvor mit starken Nerven und einem Decider-Sieg über Thibault Tricole überzeugt hatte.
Aus deutscher Sicht begann Players Championship 6 mit reichlich Gesprächsstoff – und einem echten Highlight direkt zum Auftakt: Im deutsch-deutschen Duell setzte sich Yorick Hofkens im Decider mit einem 107er-Checkout gegen Matthias Ehlers durch. Auch Max Hopp startete stark, drehte gegen Krzysztof Ratajski einen 3:5-Rückstand und zog ebenfalls im Entscheidungsleg in Runde zwei ein. Auch Arno Merk durfte wenig später jubeln: Der Tour-Card-Rookie bezwang keinen Geringeren als Raymond van Barneveld mit 6:4.
Hopp wirft den 9-Darter
Weniger Glück hatten Gabriel Clemens, der trotz starkem 102er-Average direkt zum Auftakt an Scott Waites scheiterte, sowie Ricardo Pietreczko und Dominik Grüllich, die beide in Runde eins ausschieden. Niko Springer kassierte sogar einen Whitewash, während Kai Gotthardt und Marvin Kraft ebenfalls früh die Segel streichen mussten.
Hoffnung keimte im weiteren Verlauf vor allem durch Martin Schindler, der zunächst Dimitri Van den Bergh bezwang und anschließend mit einem überragenden 104er-Average Brendan Dolan vom Board fegte. Auch Lukas Wenig präsentierte sich erneut in starker Form, gewann zweimal im Decider und erreichte ebenfalls das Boardfinale. Dort war für beide jedoch Endstation: Schindler unterlag Adam Lipscombe, Wenig musste sich später einem entfesselten Gerwyn Price geschlagen geben. Parallel erwischte es auch Hopp: Der „Maximiser“ unterlag mit 4:6 gegen Thibault Tricole – und das obwohl der Deutsche im fünften Leg einen 9-Darter warf!
Sorgte nach Gabriel Clemens bereits für den zweiten PDC-9-Darter der Saison: Max Hopp
Zuvor hatte Beau Greaves bereits Geschichte geschrieben: Als erste Frau der PDC-Pro-Tour-Historie gelang der jungen Engländerin im Duell mit dem Österreicher Mensur Suljovic ein 9-Darter.
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Im weiteren Turnierverlauf übernahm Price endgültig das Kommando: Mit zwei Averages jenseits der 109-Marke marschierte der Waliser erst an Scott Waites vorbei, ließ anschließend Kevin Doets keine Chance und zog souverän ins Halbfinale ein. Dort setzte sich der „Iceman“ mit 7:4 gegen seinen Landsmann Jonny Clayton durch und buchte das Finalticket.
Das zweite Halbfinale entwickelte sich zum Krimi: Andrew Gilding rang Überraschungsmann Thibault Tricole im Decider nieder und durfte weiter vom ersten Players-Championship-Titel seiner Karriere träumen. Zuvor hatte sich „Goldfinger“ bereits hauchdünn gegen Ross Smith durchgesetzt.
Price lässt Gilding keine Chance
Im Endspiel ließ Price dann jedoch keinerlei Zweifel aufkommen. Der „Iceman“ übernahm vom ersten Leg an die Kontrolle, setzte Gilding früh unter Druck und zog mit konstantem Scoring und hoher Effizienz auf die Doppel schnell davon. Spätestens mit einem spektakulären 153er-Checkout zum 7:1 war die Partie endgültig entschieden. Gilding, der sich zwischenzeitlich mit einem Bullseye-Finish immerhin auf die Anzeigetafel brachte, fand kein Mittel gegen den entfesselten Waliser.
Am Ende stand ein klarer 8:1-Erfolg für Gerwyn Price, der damit seinen dominanten Turnierauftritt mit dem Titel krönte. Für den Waliser ist es ein weiterer Beleg seiner starken Frühform – und ein deutliches Signal an die Konkurrenz, dass Price in dieser Saison die größtmöglichen Ziele verfolgt.
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Nic GayerRedakteur
Nic Gayer ist seit 2022 im Journalismus tätig und begann seine Laufbahn als freier Redakteur im Lokaljournalismus für eine Tageszeitung. Heute berichtet er für Dartsnews.de über den professionellen Dartsport und ordnet das aktuelle Geschehen ein – von großen Turnieren bis zu Entwicklungen abseits der Bühne.
Regelmäßig ist er bei Events vor Ort und begleitet rund 20 Turniere pro Jahr, wo er Interviews führt, unter anderem mit Luke Littler, Luke Humphries, Michael van Gerwen, Gerwyn Price sowie Martin Schindler, Gian van Veen und Josh Rock.
Zudem ist er eine der prägenden Stimmen im englischsprachigen Dartsnews Podcast und Co-Host des Sport-Podcasts Overtime Takes.
Nic arbeitet aus der Nähe von München und steht kurz vor dem Abschluss als Bachelor of Arts in Sportjournalismus.
In seiner Berichterstattung legt er großen Wert auf sorgfältige Quellenprüfung, präzise Einordnung und aktualisiert Inhalte, sobald neue, gesicherte Informationen vorliegen.
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Aktuelle Kommentare
- Keiner der Spieler darf sich über Pfiffe oder nicht vorhandenen Respekt beschweren. Ich war Donnerstag, Freitag, Samstagabend und Sonntagnachmittag vor Ort. Es war immer ein sehr faires Publikum. Und wenn Littler und seine Mutter jetzt auch noch respektvoll mit anderen Spielern umgehen, sollte den Aussagen von Littler nichts im Wege stehen.
Grobi25-10-2026 - Sorry, Mensur, zu spät. Wer solche Aussagen in tiefer Emotionalität äußert, der meint diese ernst. Denn das rationale Denken funktioniert in solchen (positiven) Stressmomenten seltens. Und wenn die Wahrnehmung so eingeschränkt ist, dass ich als Profispieler nicht mitbekomme, dass mein Gegner Matchdarts hat, dann stimmt in der Wahrnehmung etwas nicht. Also sorry, Mensur. Entschuldigung nicht angenommen, zumindest von mir. Und was vom Inhalt seines Statement ist mit KI geschrieben? Steht ganz oben. NI wäre hier angebracht gewesen.
Grobi12-10-2026 - Weiß man ob es die rechte oder linke Hand ist? In jedem Fall extrem bitter….Robertuil09-10-2026
- Ricke Evans ist Stand jetzt für die WM qualifiziert. Quelle: Dartsrankings In der ProTour Rangliste werden die Personen rausgerechnet, die bereits qualifiziert sind. Das hat der Autor hier nicht berücksichtigt.FabianD24-09-2026
- Aspinall lag 1:3 hinten , nicht 1:4 🎯Pool1809419-09-2026
- Was ein toller Mensch er doch gewesen ist. Der deutsche Dartsport wäre ohne ihn lange nicht da, wo er heute wäre. Super Artikel 👍ArturBoruc24-08-2026
- Und wer ist jetzt für Amsterdam qualifiziert?Julian1122-08-2026
- Er hat keinen Bock auf Deutschland und findet es hier schrecklich, weil er (zwei-)mal bei einem oder zwei Turnieren von einigen "Dartfans" ausgepfiffen wurde. Das mochte er nicht und deswegen bleibt es Deutschland fern. Ausnahme war der World Cup, da siegte sein Patriotismus und der Ehrgeiz, einmal alles gewonnen zu haben. Er hat es auch mal selbst so geschrieben bzw gesagt, dass er Deutschland (gemeint sind wahrscheinlich Turniere in Deutschland) schrecklich findet.
Grobi18-08-2026 - Danke für den ausführlichen Bericht über Jamie. Generell finde ich es klasse das du dich "fast vergessenen Spielern" annimmst. Wäre grundsätzlich bei Dartnews ein interessantes Dauerthema.XJRLion18-08-2026
- „Littler findet Deutschland einfach ein schreckliches Land“Reißerische Überschrift, aber Gründe lieferst du leider keine. Klar kann man verstehen das einige Topspieler, wie kürzlich Gary Anderson, sagten das er "keinen Bock darauf habe" mehrere Std. am Flughafen zu stehen bis es aufgrund aller Kontrollen weitergeht. Doch erklär uns, gerade aufgrund deiner Überschrift, bitte warum Luke scheinbar grundsätzlich keinen Bock auf Deutschland hat.XJRLion18-08-2026








