„Littler sitzt im Spielerraum buchstäblich am Handy und macht nichts“ – Wie unterschiedlich Phil Taylor und der 19-jährige Weltmeister ticken

PDC
durch Nic Gayer
Montag, 23 Februar 2026 um 15:30
luke littler phil taylor 2 credit target darts
Moderatorin Polly James zeichnete in dieser Woche einen ebenso spannenden wie symbolträchtigen Kontrast zwischen zwei Generationen an der Spitze der Dartswelt. Bei einer Veranstaltung, an der auch Phil Taylor teilnahm, stellte sie dem 16-fachen Weltmeister eine einfache, aber tiefgehende Frage: Welchen Rat würde er jungen Talenten geben, die von einem Platz im Profizirkus träumen?
Die Antwort von „The Power“ fiel ebenso schlicht wie aufschlussreich aus. Taylor, Rekordhalter mit 85 Major-Titeln und sechzehn Weltmeisterschaften, gilt bis heute als der beste Dartspieler aller Zeiten. Seine Karriere prägten eine beinahe obsessive Trainingsdisziplin und ein unermüdlicher Leistungsdrang am Oche.

Zwei Generationen, zwei Wege

Im Double Tops Podcast berichtete James, wie sie Taylor diese Frage in einem Saal voller junger Spieler stellte: „Was würdest du Kindern raten, die besser werden wollen? Was gibst du als Größter aller Zeiten der neuen Generation mit?“, fragte sie.
„Littler sagt: Fernhalten von sozialen Medien und seinen Träumen nachjagen. Er ist natürlich ein Naturtalent. Aber Phil sagte: Versuche jeden Abend, bevor du ins Bett gehst, zweimal 180 zu werfen. Er ist ein ausgesprochener Verfechter von knallhartem Arbeiten. Während Littler hinten im Players Room buchstäblich am Handy sitzt und nichts macht.“
Gemeint ist natürlich Luke Littler, besser bekannt als „The Nuke“. Der Youngster kehrt am Donnerstag in die Premier League Darts zurück und bekommt es in Belfast mit Jonny Clayton zu tun. Littler liegt aktuell auf Rang sechs der Tabelle, reist jedoch mit breiter Brust zum vierten Spieltag – im Gepäck sein Turniersieg bei den Poland Darts Open.
Seinen Saisonstart ordnete Littler realistisch ein, klang dabei aber kämpferisch: „Es ist nicht der beste Start, aber es bleiben noch dreizehn Wochen, um in die Top Vier zu kommen. Ich habe noch genug Zeit. Dieses Wochenende hat mir enorm viel Selbstvertrauen für Belfast gegeben. Jetzt muss ich Punkte holen und am Donnerstag besser spielen.“
So prallen aktuell zwei Philosophien in einer Sportart aufeinander: Taylors kompromisslose Trainingslehre gegen Littlers pures Talent. Welche Herangehensweise am Ende den größeren Ertrag bringt, wird sich erst in den kommenden Jahren, vielleicht Jahrzehnten zeigen.
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