Trotz 9-Darter: Gian van Veen verliert das Finale der Poland Darts Open gegen einen überragenden Luke Littler

PDC
Sonntag, 22 Februar 2026 um 22:41
Luke Littler (4)
Luke Littler hat die erste Ausgabe der Poland Darts Open in Krakau gewonnen und dabei ein weiteres Ausrufezeichen gesetzt. Der 19-Jährige triumphierte am Sonntagabend mit einem 8:4-Finalsieg über Gian van Veen und bestätigte einmal mehr seinen Status als derzeit dominierende Figur im Weltdarts.
Vor ausverkauftem Haus entwickelte sich die Finalsession der Poland Darts Open zu einem echten Hochklass-Abend. Vom Viertelfinale bis zum Endspiel lieferten die Topstars starke Leistungen, doch am Ende führte kein Weg an Littler vorbei. Mit einem Turnieraverage von 104 Punkten und einem Finalaverage von überragenden 108,06 Punkten ließ „The Nuke“ der Konkurrenz keine Chance.

Littler marschiert souverän durch den Abend

Bereits im Viertelfinale setzte Littler ein klares Zeichen. Gegen Josh Rock benötigte er nur knapp 10 Minuten für einen deutlichen 6:1-Erfolg. Konsequent im Scoring, stabil auf die Doppel – der Engländer kontrollierte das Match von Beginn an und gab nur ein Leg ab.
Luke Littler
Im dritten Jahr in Folge gewinnt "The Nuke" das erste European Tour Turnier des Jahres
Im Halbfinale wartete mit Chris Dobey ein erfahrener Gegner. Dobey hatte zuvor Michael Smith mit 6:2 aus dem Turnier genommen, profitierte dabei jedoch auch von einem schwachen Average seines Landsmanns. Gegen Littler hielt „Hollywood“ phasenweise gut mit, doch nach einem kurzen Durchhänger übernahm der Weltmeister das Kommando. Mit einem 7:3 und einem Average jenseits der 105 Punkte zog Littler zum dritten Mal in Folge ins Finale des ersten European-Tour-Events des Jahres ein.
Parallel dazu arbeitete sich Gian van Veen eindrucksvoll durch das Tableau. Der Niederländer präsentierte sich bereits im Viertelfinale gegen Wessel Nijman in bestechender Form. Mit einem Average von 107,5 Punkten, mehreren 12-Dartern und einem 130er-Finish demonstrierte „The Giant“ seine Klasse. Der 6:2-Erfolg war hochverdient.
Im Halbfinale gegen Luke Humphries entwickelte sich dann ein echtes Spitzenspiel. Beide Akteure bewegten sich lange Zeit im Bereich eines dreistelligen Averages. Van Veen setzte mit einem 130er-Highfinish ein Highlight, musste jedoch zittern. Humphries kämpfte sich nach vergebenen Chancen seines Gegners noch einmal heran, doch im entscheidenden Moment behielt der Niederländer die Nerven und machte den 7:5-Sieg perfekt. Damit stand die Neuauflage des WM-Endspiels zwischen Littler und van Veen fest.

Weltklasse-Finale mit Neun-Darter und klarer Antwort

Das Endspiel hielt, was es versprach. Beide Finalisten starteten furios und spielten in der Anfangsphase Averages von teils über 120 Punkten. Littler eröffnete solide, doch van Veen konterte mit starken Finishes und verteidigte seine Anwurflegs souverän.
Der emotionale Höhepunkt folgte beim Stand von 2:2: Van Veen gelang ein Neun-Darter am Ende eines spektakulären 141er-Finishes. Die Halle stand Kopf, der Niederländer setzte ein Statement und brachte sich kurzzeitig in Führung.
Doch Littler reagierte wie ein Champion. Ohne jede sichtbare Irritation holte er sich umgehend die nächsten beiden Legs zurück, in denen Van Veen sichtlich mit der Aufregung des Neun-Darters zu kämpfen hatte. Mit konsequentem Druck im Scoring und eiskalter Präzision auf die Doppel drehte er die Partie erneut zu seinen Gunsten. Drei Legs in Serie brachten ihm eine komfortable Führung.
Van Veen versuchte alles, verkürzte zwischenzeitlich noch einmal, ließ jedoch letzten Leg mehrere Chancen liegen. Littler nutzte diese Schwäche eiskalt aus und verwandelte seinen vierten Matchdart und krönte einen nahezu perfekten Abend.
Die Zahlen unterstreichen die Dominanz: sieben 180er, 47 Prozent Doppelquote und ein Average von 108,06 Punkten im Finale sprechen eine klare Sprache. Van Veen spielte mit 96,11 Punkten ebenfalls stark, doch gegen diese Form war an diesem Abend kein Kraut gewachsen.
Für Littler ist der Titelgewinn in Krakau ein weiterer Beleg seiner Ausnahmestellung. Der junge Engländer kombiniert Gelassenheit und mentale Stärke auf höchstem Niveau. In entscheidenden Momenten erhöht er den Druck – und findet fast immer die passende Antwort.
Die Premierenausgabe der Poland Darts Open endet damit mit einem würdigen Champion. Krakau erlebte einen Finalabend auf Weltklasseniveau – gekrönt von einem Spieler, der den Sport aktuell prägt wie kein Zweiter.
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