„Er ist zu nett – ich will mehr Biss und einen gemeineren Stephen sehen“ – Chelsea-Legende John Terry wendet sich an Bunting

PDC
durch Nic Gayer
Donnerstag, 26 Februar 2026 um 15:30
Stephen Bunting (3)
Stephen Bunting soll künftig „ein bisschen fieser“ auf der Bühne auftreten – das fordert ausgerechnet Ex-Fußballprofi und Chelsea-Legende John Terry. Während Bunting in dieser Saison der Premier League Darts weiter auf seinen ersten Sieg wartet, erhält „The Bullet“ nun Tipps aus einer unerwarteten Ecke.
Nach drei Spieltagen steht der Engländer im Tableau noch ohne Punkte da. Bereits im Vorjahr wartete er über sieben Spielwochen auf seine ersten Zähler. Die Parallelen erhöhen den Druck zusätzlich – und lassen die Diskussionen um seine Herangehensweise lauter werden.

Fehlstart und wachsender Druck

Die aktuelle Nummer sechs der Welt verlor am vergangenen Donnerstag in Glasgow mit 3:6 gegen Gian van Veen. Damit reist Bunting am vierten Spieltag ohne Erfolgserlebnis nach Belfast. Dort will er endlich die ersten Punkte einfahren.
Vor dem heutigen Spieltag erhält er prominenten Rat: John Terry ist überzeugt, dass Bunting auf der großen Bühne öfter seine „dunkle Seite“ zeigen sollte. Der frühere Kapitän des Chelsea FC glaubt, dass gezielte Störmanöver Gegner aus dem Rhythmus bringen könnten.
Im „Double Tops“-Podcast erklärte Terry: „Er wirkt auf mich wie der netteste Mensch, dem man je begegnen wird. Aber wenn ich Darts schaue, und ihn speziell, dann möchte ich etwas mehr Biss sehen. Stell dich einfach mal jemandem in den Weg oder erzwinge etwas, um jemanden aus seinem Spiel zu holen. Er ist so nett, dass sich niemand mit ihm anlegt.“

„Du musst die Mind Games nutzen“

Für Terry liegt genau dort der Knackpunkt. Im Darts entscheidet oft der Rhythmus über Sieg oder Niederlage. Schon kleine Unterbrechungen können den Unterschied ausmachen.
„Du musst die Mind Games nutzen“, sagte Terry. „Denk dir: Wie kann ich meinen Walk-on nur einen Tick länger dauern lassen? Ich will als Zweiter auf die Bühne. Oder im ersten Leg lasse ich ‚aus Versehen‘ meine Darts fallen.“
Für den ehemaligen Innenverteidiger ist das keine Unsportlichkeit, sondern strategisches Kalkül. „Warum sollte man das nicht versuchen? Wenn jemand großartig im Rhythmus ist, wie durchbrichst du das dann? Darauf musst du reagieren. Und er sollte das unbedingt tun, gerade weil er so nett ist. Ich will einen gemeineren Stephen Bunting sehen.“
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