Am Donnerstagabend steht Spieltag vier der
Premier League Darts an, und diesmal reisen die Topspieler nach Belfast. Für Debütant Josh Rock bietet sich ein besonderes Szenario: Er spielt praktisch vor heimischem Publikum. Die nordirische Stadt verspricht eine stimmungsvolle Kulisse für spannende Matches und erste Saisonentscheidungen.
Die
Premier League Darts setzt erneut auf ihr bewährtes Mini-Turnierformat. Jeder Abend läuft im K.-o.-System mit Viertelfinals, Halbfinals und Finale. Die Spieler sammeln pro Abend Punkte entsprechend ihrer Resultate. Nach sechzehn regulären Spielrunden qualifizieren sich die vier bestplatzierten Dartprofis für die Play-offs, die Ende Mai ausgetragen werden.
In Belfast winkt dem Tagessieger ein Bonus von 10.000 Pfund sowie fünf Ranglistenpunkte. Der Finalist erhält drei Punkte, während die Halbfinalisten zwei Zähler mitnehmen. Spieler, die nur ihr Auftaktmatch gewinnen, erhalten einen Punkt. Wer die erste Runde verliert, geht leer aus.
In den vergangenen vier Jahren sahen die nordirischen Fans immer einen anderen Gewinner. 2022 krönte Gerwyn Price einen packenden Abend mit dem Wochentitel, nachdem er zuvor zwei Neundarter geworfen hatte. Im Jahr darauf sicherte sich Dobey sein Debütjahr in der Premier League Darts mit einem Sieg gegen
Michael van Gerwen in Belfast. 2024 setzte sich
Luke Littler gegen Nathan Aspinall durch, und im vergangenen Jahr blieb Luke Humphries ungeschlagen, nachdem er im Finale Dobey bezwang.
Spielplan Premier League Darts 2026
Donnerstag, 26.02.2026 (ab 20:00 Uhr)
SSE Arena, Belfast – 4. Spielrunde
| Zeit | Spieler 1 | Ergebnis | Spieler 2 | Runde |
| 20:15 | Luke Littler | | Jonny Clayton | VF |
| 20:45 | Stephen Bunting | | Luke Humphries | VF |
| 21:15 | Michael van Gerwen | | Gerwyn Price | VF |
| 21:45 | Gian van Veen | | Josh Rock | VF |
Luke Littler vs. Jonny Clayton
Luke Littler erlebte bereits im Vorjahr einen holprigen Start in die Premier League Darts, und auch 2026 läuft es bisher nicht optimal. Nach drei Spielrunden liegt der 19-jährige Engländer mit vier Punkten nur auf Rang sechs und erreichte noch kein Wochenfinale. Dennoch besteht für Littler kein Grund zur Panik. Er hat genügend Spieltage, um Punkte zu sammeln, und zeigte zuletzt bei den
Poland Darts Open, dass er genau dann liefern kann, wenn es zählt. Dort gewann er erneut das erste Euro-Tour-Turnier der Saison, bereits zum dritten Mal in Folge.
Sein Gegner Jonny Clayton überrascht nach drei Spielrunden als Tabellenführer. Nach zwei Jahren Pause kehrte „The Ferret“ in die Premier League zurück und gewann zuletzt in Glasgow den Wochentitel. Clayton zeigte bei diesem Erfolg vor allem gegen Littler in Schottland, dass er seine Einladung verdient hat: Mit 6:1 ließ er seinen jungen Kontrahenten keine Chance. Dieses Ergebnis dürfte Clayton Selbstvertrauen geben, während Littler sich auf ein intensives Duell mit Revanchepotenzial vorbereitet.
Es ist bereits das siebte direkte Aufeinandertreffen zwischen Littler und Clayton. Clayton gewann das jüngste Duell, während Littler in der Gesamtbilanz noch mit 4:2 vorne liegt.
Luke Littler liegt nach drei Spielrunden in der Premier League Darts nur auf Rang sechs
Stephen Bunting vs. Luke Humphries
Stephen Bunting erlebt einen Saisonstart, der stark an das Vorjahr erinnert. Nach drei Spielrunden steht „The Bullet“ noch ohne Punkte da. Letztes Jahr dauerte es sogar bis zur neunten Woche, ehe er seine ersten Zähler einfahren konnte. Bunting überzeugt jedoch mit einem Turnieraverage von 98,99 – dem dritthöchsten Wert aller Teilnehmer. Hält er diese Leistung konstant, dürfte der erste Punkt nicht lange auf sich warten lassen.
Luke Humphries befindet sich ebenfalls in einer durchwachsenen Saisonphase. Nach drei Spieltagen hat „Cool Hand Luke“ zwar vier Punkte gesammelt, blieb aber noch ohne Finalteilnahme. Zwei seiner Matches verlor er äußerst knapp mit 6:5. Problematisch ist für Humphries die inkonstante Doppelquote, die ihn bislang immer wieder Punkte kostete. Sobald er seine Finishes stabilisiert, dürfte der Engländer schnell wieder unter den Top 4 zu finden sein.
Die Statistik spricht für Humphries: Der Ex-Weltmeister gewann 16 der 24 bisherigen Partien gegen Bunting, darunter die letzten vier Duelle. Bei den Poland Darts Open trafen beide zuletzt erneut aufeinander. Humphries setzte sich klar mit 6:1 durch und unterstrich damit seine Favoritenrolle.
Michael van Gerwen vs. Gerwyn Price
Nach einer Woche Pause kehrt Michael van Gerwen zurück in die Premier League Darts. Der 36-jährige Niederländer startete stark in die Saison, gewann den Wochentitel in Newcastle und zog ins Finale in Antwerpen ein. In Glasgow musste er allerdings aus gesundheitlichen Gründen passen. Van Gerwen betonte, dass er noch nicht bei 100 Prozent ist, aber fit genug, um anzutreten. Durch sein Fehlen verlor er die Tabellenführung an Jonny Clayton.
Gerwyn Price zeigt wechselhafte Leistungen. Der Waliser gewann in Antwerpen gegen Van Gerwen, scheiterte aber an den anderen beiden Abenden früh. Trotz starker Averages kam Price bislang nicht konstant ins Rollen. Kann er seine Leistungen stabilisieren, hat er in Belfast die Chance, wieder um den Wochentitel mitzuspielen.
Die beiden Profis kennen sich bestens. In 58 Aufeinandertreffen gewann Van Gerwen 38 Mal.
Nach einer Woche Pause ist Michael van Gerwen in der Premier League Darts zurück
Gian van Veen vs. Josh Rock
Das Aufeinandertreffen zwischen den beiden Debütanten zeigt konträre Saisons.
Gian van Veen startete deutlich besser: An den ersten beiden Spieltagen erreichte „GVV The Giant“ jeweils das Finale, auch wenn er beide verlor. Zuletzt verpasste er erneut das Endspiel der Poland Darts Open in Krakau. Dennoch sammelt Van Veen regelmäßig Punkte und bleibt auf Kurs, um die Play-offs zu erreichen. Dabei muss er nicht zwingend einen Wochentitel gewinnen, um erfolgreich zu sein.
Josh Rock steht nach drei Spieltagen noch ohne Punkte da. Besonders der zweite Abend in Antwerpen verlief enttäuschend, als er einen Average von nur 79 spielte. In Belfast dürfte er vom Publikum getragen werden, schließlich handelt es sich um ein Heimspiel. Für den World-Cup-Champion bietet sich hier die Gelegenheit, seine ersten Punkte der Saison einzufahren.
Die Bilanz der beiden ist bemerkenswert: In den ersten beiden Duellen gewann jeder einmal, danach siegte Van Veen sechs Mal in Folge gegen Rock. Die letzten vier Aufeinandertreffen gingen jedoch wieder an Rock. Insgesamt liegt Van Veen in der Historie mit 7:5 vorne.