Cameron Menzies zog am Freitagabend souverän in die zweite Runde der
Slovak Darts Open ein. Der Schotte besiegte den slowakischen Qualifier Gabriel Varaljay in Bratislava mit 6:1 und machte danach deutlich, worauf es für ihn wirklich ankommt: den Sieg.
Sein Average fiel an diesem Abend nicht spektakulär aus, doch das störte Menzies kaum. „Wenn man Darts allgemein betrachtet, geht es immer ums Gewinnen, unabhängig vom Average", erklärte der Schotte nach der Partie. „Ich gewinne lieber mit einem Average von 25, als dass ich mit einem Average von 105 verliere. Am Ende zählt nur der Sieg."
Lob für Varaljay und die slowakische Dartsszene
Nach dem Match richtete Menzies warme Worte an seinen Gegner und das Publikum vor Ort. Er äußerte sich voller Respekt über Varaljay, der sich als lokaler Spieler für das Turnier qualifiziert hatte. „Gabriel hat sich hier qualifiziert, und das ist der erste von vielen", sagte Menzies voraus. „Ich garantiere, dass Darts in der Slowakei immer besser werden wird."
Die Premiere der
Slovak Darts Open zeigt aus Sicht des Schotten bereits jetzt, welches Potenzial in dem Land schlummert. „Es war eine großartige Stadt, und Gabriel ist der erste von vielen Spielern, die hier auf dieser Bühne stehen werden. Ich denke, European-Tour-Turniere in der Slowakei werden in Zukunft enorm groß werden." Auch die Stimmung in der Halle blieb ihm in Erinnerung: „Schaut euch dieses Publikum heute Abend an."
Gerwyn Price wartet in der zweiten Runde
In der nächsten Runde wird die Aufgabe deutlich anspruchsvoller. Dort trifft Menzies auf Gerwyn Price, einen der Titelfavoriten des Turniers.
Als der Name des ehemaligen Weltmeisters fiel, reagierte Menzies zunächst mit einem Lächeln und fragte scherzhaft: „Wer?" Danach wurde er wieder ernst und sprach mit großem Respekt über seinen kommenden Gegner. „Gerwyn Price ist natürlich eine Legende dieses Sports und einer der besten Spieler der Welt. Er macht das seit Jahren auf höchstem Niveau. Er ist nicht ohne Grund Weltmeister geworden."
Weit voraus blicken wollte Menzies trotzdem nicht. „Morgen sehen wir, was passiert. Zuerst werde ich den heutigen Abend genießen."
Verliebt in Bratislava
Neben seinem Sieg beeindruckte Menzies vor allem durch seine Begeisterung für die slowakische Hauptstadt. Er habe die Stadt inzwischen ausgiebig erkundet, erzählte der Schotte. „Bratislava, was für eine Stadt übrigens."
Sogar für seine Fitness fand er Zeit. „Ich bin zum Fußballstadion gelaufen und zudem noch im Hotel auf dem Laufband gelaufen."
Zum Abschluss richtete Menzies ein weiteres Kompliment an die Organisatoren und die lokalen Spieler. „Gabriel ist einer von vier Qualifiers hier. Ich hoffe, dieses Turnier bleibt noch viele Jahre bestehen, denn was für eine großartige Stadt Bratislava ist."