Jonny Clayton hat seine starke Form auf der European Tour am Sonntagnachmittag eindrucksvoll bestätigt: Mit einem glatten 6-0-Sieg gegen Mike De Decker zog der Waliser souverän ins Viertelfinale der European Darts Open 2025 in Leverkusen ein. Anschließend sprach er exklusiv mit Dartsnews.de.
Mit einem Schnitt von zwölf Punkten mehr als der amtierende Grand Prix Champion ließ Clayton seinem Gegner keine Chance. Der klare Spielverlauf spiegelte die Kräfteverhältnisse auf der Bühne deutlich wider.
„Ein 6-0 ... das hätte ich von Mike nicht erwartet“, gab The Ferret im Interview zu. „Er hat viele Doppel verpasst, dadurch hat er mir die Chance gegeben – und ich habe sie genutzt.“
Gerade am Finaltag, der sich für den späteren Sieger meist über viele Stunden zieht, ist ein schneller Auftakterfolg Gold wert.
„Ja, das war ein schnelles Spiel, unterm Strich“, sagte Clayton mit einem Lächeln. „Hör zu, ich lag auch schon mal 0-6 hinten. Es ist schön, auch mal ein paar 6-0-Siege einzufahren, aber ich fühle mit Mike – er ist ein besserer Spieler, als er heute gezeigt hat. Ich freue mich auf heute Abend.“
Beim European-Tour-Turnier in Rosmalen hatte Clayton zuletzt triumphiert – auch dank kleiner Anpassungen an seinem Equipment, wie er erklärte.
„Ich habe die Nitroflites schon eine Weile ausprobiert, aber ich hatte lange mit Standard-Flights gespielt. Zu Hause, wo kein Druck herrscht, läuft alles super. Aber sobald jemand ‚Game on‘ sagt, ist es eine ganz andere Nummer“, so Clayton.
„Jetzt habe ich mich für Nitroflites in der Kite-Form entschieden. Ich habe ein paar Sets davon – und ja, bislang funktionieren sie ganz gut.“
Entsprechend hoch sind die Hoffnungen, dass sich der mehrfache Major-Champion am Abend in Leverkusen seinen zweiten European-Tour-Titel in Folge sichern kann.
„Das wäre fantastisch, weißt du, was ich meine? Aber ich denke noch nicht so weit“, so der Waliser mit Blick auf sein Viertelfinalduell mit Cameron Menzies.
„Er ist ein brillanter Spieler, ich muss gut spielen, um ihn zu schlagen. Schritt für Schritt, Spiel für Spiel – und hoffentlich kann ich noch einen Pokal mitnehmen.“
Zum Abschluss beschreibt Clayton, wie sehr sich die mentale Verfassung mit den Ergebnissen verändert:
„Ich glaube, wir Spieler würden das alle sagen – wenn es gut läuft, hast du Selbstvertrauen und freust dich aufs nächste Spiel. Wenn du immer wieder verlierst, sinkt das Selbstvertrauen und du jagst dem einen Sieg hinterher“, so Clayton abschließend.
„Wenn du gewinnst, entspannst du dich – und bisher läuft es bei mir in dieser Saison ganz gut. Hoffentlich bleibt das so.“
Nic Gayer ist seit 2022 im Journalismus tätig und begann seine Laufbahn als freier Redakteur im Lokaljournalismus für eine Tageszeitung. Heute berichtet er für Dartsnews.de über den professionellen Dartsport und ordnet das aktuelle Geschehen ein – von großen Turnieren bis zu Entwicklungen abseits der Bühne.
Regelmäßig ist er bei Events vor Ort und begleitet rund 20 Turniere pro Jahr, wo er Interviews führt, unter anderem mit Luke Littler, Luke Humphries, Michael van Gerwen, Gerwyn Price sowie Martin Schindler, Gian van Veen und Josh Rock.
Zudem ist er eine der prägenden Stimmen im englischsprachigen Dartsnews Podcast und Co-Host des Sport-Podcasts Overtime Takes.
Nic arbeitet aus der Nähe von München und steht kurz vor dem Abschluss als Bachelor of Arts in Sportjournalismus.
In seiner Berichterstattung legt er großen Wert auf sorgfältige Quellenprüfung, präzise Einordnung und aktualisiert Inhalte, sobald neue, gesicherte Informationen vorliegen.