Ricardo Pietreczko sammelt auch außerhalb des PDC-Kalenders weiter Titel. Wie
dartn.de berichtet, triumphierte der deutsche Profi bei der Sapphire Darts Trophy 2026 in Gevelsberg und setzte sich dabei in einem hochkarätig besetzten Teilnehmerfeld mit insgesamt 307 Spielern durch.
Im Endspiel der Gold-Runde behielt Pietreczko gegen Überraschungsfinalist Niklas Brackelmann mit 6:4 die Oberhand. Der Erfolg setzt eine bemerkenswerte Serie fort: Erst eine Woche zuvor hatte „Pikachu“ bereits die Sparkassen Steeldart Open in Hohnhorst gewonnen. Zwei Turniersiege innerhalb von sieben Tagen unterstreichen, dass sich Pietreczko derzeit in ausgezeichneter Form befindet.
Starke Leistungen auf dem Weg ins Finale
Pietreczko ließ auf dem Weg ins Endspiel kaum etwas anbrennen. Daniel Alcaide und Calvin Bunte, die jeweils einen Average von mehr als 90 Punkten spielten, bezwang er dennoch souverän mit 4:1. Auch David Eckl konnte den Deutschen im Achtelfinale nicht ernsthaft gefährden und holte lediglich ein Leg.
Die größte Bewährungsprobe wartete im Viertelfinale. Gegen Noa-Lynn van Leuven stand Pietreczko kurz vor dem Aus, überstand jedoch zwei Matchdarts und rettete sich noch in die nächste Runde. Dort zeigte er sich wieder deutlich überlegen: Giuseppe Rizzo blieb beim klaren 5:0 im Halbfinale ohne jeden Leggewinn.
Im Endspiel musste Pietreczko erneut Widerstand brechen. Niklas Brackelmann drehte die Partie zunächst und ging mit 4:3 in Führung. Pietreczko antwortete jedoch mit einem 11-Darter zum Ausgleich. Als Brackelmann im folgenden Leg drei Chancen ausließ, 72 Punkte zu löschen, schlug der Favorit zu. Anschließend brachte Pietreczko seinen eigenen Anwurf durch und vollendete den Turniersieg mit einem 13-Darter.
Ergebnisse Sapphire Darts Trophy 2026
| Runde | Spieler 1 | Ergebnis | Spieler 2 |
| Finale | Ricardo Pietreczko | 6-4 | Niklas Brackelmann |
| Halbfinale | Niklas Brackelmann | 5-3 | Lukas Sieger |
| Ricardo Pietreczko | 5-0 | Giuseppe Rizzo |
| Viertelfinale | Niklas Brackelmann | 4-3 | Hendrik Ehrich |
| Lukas Sieger | 4-0 | Christian Kexel |
| Giuseppe Rizzo | 4-0 | Nils Herber |
| Ricardo Pietreczko | 4-3 | Noa-Lynn van Leuven |
Für Pietreczko bedeutet der Erfolg auch eine persönliche Revanche: 2023 unterlag er im Finale desselben Turniers noch gegen
Nico Blum. Drei Jahre später dreht er die Geschichte für sich und trägt sich endlich in die Siegerliste des Turniers ein.
Zeitgleich findet in Blackpool, England mit dem
World Matchplay das zweitgrößte Ranking-Major-Turnier der PDC statt, wo Pikachu dieses Jahr zum ersten Mal seit 2023 fehlt. Doch auch die einzigen beiden deutschen Starter Martin Schindler und Niko Springer sind nach Auftkaktniederlagen bereits aus dem Turnier ausgeschieden.