Ross Smith hat am Sonntag seinen dritten
European Tour-Titel des Jahres verpasst. Der Engländer musste sich im Finale der
Flanders Darts Trophy gegen
James Wade geschlagen geben. Im Endspiel von Antwerpen unterlag der "Smudger" mit 4:8.
Smith startete sein Belgien-Abenteuer am Samstag überzeugend mit einem 6:2 gegen Jeffrey De Graaf. Danach wurde es für den Engländer deutlich knapper. Sowohl gegen Gerwyn Price als auch gegen Ryan Joyce ging es über die volle Distanz mit dem jeweils besseren Ende für den 37-Jährigen.
Decider-Marathon am Finaltag
Im Halbfinale wartete mit
Gian van Veen ein Gegner von Format. Der Niederländer, aktueller Vize-Weltmeister, schien lange auf Kurs Finale. Smith lag 2:5 zurück und stand vor dem Aus.
Dennoch gab der Engländer nicht auf. Van Veen bekam sogar zwei Matchdarts, ließ diese Chancen aber liegen. Smith witterte seine Möglichkeit, kämpfte sich zurück ins Match und riss den Sieg schließlich noch an sich.
Damit stand Smith am Finaltag bereits zum dritten Mal in einem Decider. Seine Widerstandskraft trug ihn ins Endspiel, dort wartete mit Wade jedoch erneut ein äußerst erfahrener Gegner.
Ross Smith spielte sein viertes Euro Tour-Finale des Jahres 2026
Im Finale erwies sich die Nummer 6 der Welt letztlich als zu stark und holte mit einem 8:4 seinen ersten European Tour-Titel seit zehn Jahren. Für Smith war das eine Enttäuschung, dennoch betonte er nach dem Finale vor allem seinen Respekt für Wade. „Ich war heute nicht in Bestform. Im Finale habe ich wahrscheinlich mein bestes Spiel des ganzen Tages gezeigt“, sagte Smith.
Lobeyhymnen für Titelträger Wade
Der Engländer räumte ein, auf dem Weg ins Finale stellenweise auch das nötige Glück gehabt zu haben. Vor allem gegen van Veen hätte das Pendel auch anders ausschlagen können. „Ich habe mein Glück gehabt, aber Wade lässt dich nicht einfach davonkommen und ich bewundere ihn.“
Laut Smith war Wade im entscheidenden Moment schlicht der bessere Spieler. Der Engländer zollt seinem Landsmann große Anerkennung dafür, seit Jahren konstant auf Topniveau zu performen. „Er ist absolute Klasse. Er ist ein harter Arbeiter. Es ist James Wade, und er hat diesen Sieg hundertprozentig verdient.“
Auch wenn er seinen dritten Titel der Saison verpasste, zeigte Smith erneut, dass er zu den gefährlichsten Spielern auf der European Tour zählt. Das Finale gegen Wade brachte keine neue Trophäe, doch Smith reist aus Antwerpen ab mit dem Wissen, einmal mehr tief in ein European Tour-Turnier vorgedrungen zu sein. Die Jagd auf den dritten Titel des Jahres ist damit nicht beendet.
Als Topgesetzter zur EM?
Dank dieses neuen Finaleinzugs festigt Smith zudem seine Spitzenposition in der European Tour Order of Merit. Es ist sehr wahrscheinlich, dass der „Smudger“ als topgesetzter Spieler zur European Championship fährt. Mit noch zwei ausstehenden European Tour Events hat er 32.000 Pfund Vorsprung auf Wessel Nijman.
Für Ross Smith geht es nun in die niederländische Hauptstadt Amsterdam. Bei den World Series of Darts Finals trifft er am Donnerstag um 20:30 Uhr auf den Lokalmatadoren Kevin Doets.