„Ich möchte sehr gern der beste Darter aller Zeiten werden“ – Luke Littler äußert große Ambition nach zweitem World-Matchplay-Titel
PDC
Nach seinem erneuten Titelgewinn beim World Matchplay macht Luke Littler unmissverständlich klar, wohin die Reise gehen soll. Die erst 19 Jahre alte Nummer eins der Welt will die kommenden Jahre nicht nur dominieren, sondern am Ende als bester Dartspieler aller Zeiten in die Geschichtsbücher eingehen.
Littler weiß dabei genau, dass ihm noch ein weiter Weg bevorsteht – als Messlatte dienen die sechzehn Weltmeistertitel von Phil Taylor.
Littler verteidigt Titel und peilt historischen Clean Sweep an
Littler sicherte sich in der vergangenen Woche erneut den Titel in den Winter Gardens von Blackpool und verteidigte damit als erster Spieler seit Michael van Gerwen erfolgreich seine World-Matchplay-Krone. Im Jahr 2026 gewann „The Nuke" bislang jedes PDC-Major, an dem er teilnahm. Bereits zuvor verteidigte er seinen WM-Titel sowie den Titel bei der UK Open, zudem sicherte er sich die Winmau World Masters, die Premier League und den World Cup of Darts. Damit bleibt ein einzigartiger Clean Sweep über das gesamte Kalenderjahr weiterhin möglich.

Littler knackt nach seinem Matchplay-Triumph als erster Spieler der Geschichte die 3 Millionen Pfund Marke in der Weltrangliste.
„Ich glaube nicht, dass jemals jemand alle Majors innerhalb eines Kalenderjahres gewonnen hat, und genau darauf zielen wir ab", sagte Littler gegenüber den Medien. „Meine Familie unterstützt mich immer zu einer Million Prozent, und das ist es, was mich antreibt."
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Durch seine außergewöhnlichen Leistungen in so jungen Jahren zieht die Öffentlichkeit immer häufiger Vergleiche zu Phil Taylor. Littler scheut diesen Vergleich nicht, im Gegenteil: Er macht keinen Hehl daraus, dass er am Ende die Rekorde von „The Power" angreifen will.
„Ich würde sehr gerne der beste Dartspieler aller Zeiten werden. Wie ich immer gesagt habe, muss ich sechzehn davon gewinnen, sechzehn Weltmeistertitel, und dann schauen wir mal, was Phil Taylor sonst noch alles gewonnen hat."
Die Zeit spielt für Littler dabei eindeutig eine wichtige Rolle. Trotz seiner bisherigen Erfolge steht er erst am Anfang seiner Karriere. „Ich habe noch genügend Jahre vor mir. Wann werde ich aufhören? Wer weiß das schon. Ich habe noch reichlich Jahre im Tank."
Rekordjagd: Littler nähert sich Taylors Bestmarken
Taylors Name fällt jedoch nicht nur wegen Littlers wachsender Trophäensammlung immer häufiger. Auch statistisch nähert sich der junge Engländer immer öfter Bestmarken, die jahrelang unangreifbar schienen.
In Blackpool erzielte Littler über seine fünf Partien einen Turnierschnitt von starken 111,04 und pulverisierte damit den alten World-Matchplay-Rekord von Taylor, der 2010 über das gesamte Turnier einen Durchschnitt von 106,31 verzeichnete. Zusätzlich verbesserte Littler seinen eigenen Rekord für die höchste Anzahl an 180ern während einer einzelnen World-Matchplay-Ausgabe.
„Ich bin sehr zufrieden mit mir und meinen Leistungen, nicht nur im Finale, sondern über die vergangenen acht Tage, in jeder Runde", so Littler. „Es ist verrückt zu sagen, dass ein Average von 109 mein schlechtester Durchschnitt des ganzen Turniers war!"
Gerade das World Matchplay zeigt allerdings, wie groß der Abstand zu Taylor in manchen Bereichen weiterhin bleibt. Littler hält erneut die nach Taylor benannte Trophäe in Händen, müsste aber bis einschließlich 2040 jedes Jahr das World Matchplay gewinnen, um allein die Rekordanzahl an Titeln von „The Power" einzustellen.
Taylor dominierte das Turnier über Jahre auf eine Art, die seither niemand mehr erreichte. Bereits 2007, nur sechs Monate nach Littlers Geburt, verlor Taylor im Viertelfinale des World Matchplay – erst seine zweite Niederlage in Blackpool in diesem Jahrhundert. Danach blieb Taylor sieben Jahre lang auf der Bühne der Winter Gardens ungeschlagen, gewann sieben Ausgaben in Serie und feierte in dieser Phase 38 Siege am Stück. Über seine gesamte, 24 Jahre umfassende World-Matchplay-Karriere kassierte Taylor lediglich acht Niederlagen.
Im Scoring rückt Littler mittlerweile jedoch erschreckend nah heran. Sein Average von 111,04 markiert das zweithöchste Turniermittel überhaupt für einen Sieger bei einem großen Turnier. Nur einen halben Punkt trennt ihn von dem Durchschnitt, den Taylor bei seinem Triumph bei der European Championship 2009 erzielte – während Littler in Blackpool mehr als doppelt so viele Legs bestritt.
Littler nimmt die Players Championship Finals ins Visier
Für Littler richtet sich der Blick nun auf die verbleibenden großen Turniere des Jahres 2026. Später in diesem Jahr verteidigt er seine Titel beim World Grand Prix und beim Grand Slam of Darts. Zudem fehlt die European Championship noch auf seiner Erfolgsliste.
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Gewinnt Littler diese drei Turniere, benötigt er anschließend nur noch die Players Championship Finals, um alle Majors und großen TV-Turniere innerhalb eines Kalenderjahres zu gewinnen. Selbst Taylor und Van Gerwen gelang in ihren dominantesten Jahren nicht genau diese Sammlung. In Taylors Erfolgsjahr 2009 fehlten die Premier League und der World Cup of Darts, wobei Letzterer erst ein Jahr später erstmals ausgetragen wurde. Van Gerwen wiederum gewann in seiner dominanten Saison 2016 den World Cup nicht.
Die Players Championship Finals stellen für Littler allerdings noch ein Problem dar: Er ließ in dieser Saison mehrere ProTour-Turniere aus und hat sich daher noch nicht sicher qualifiziert. Sein Erfolg bei den Majors bringt ihn inzwischen jedoch zum Nachdenken über seinen Kalender.
„Als ich in dieses Turnier gegangen bin, hatte ich bislang jedes Major gewonnen, also war das, was ich erreichen wollte", erklärte Littler. „Ich habe das ProTour-Ranking im Blick behalten. Derjenige, der auf Platz 64 steht, der letzte Qualifikationsrang, klettert immer weiter nach oben!"
Daher dürfte der Weltmeister in den kommenden Monaten häufiger bei den Players-Championship-Turnieren auftreten. „Ich weiß, dass es vier Players-Championship-Turniere in Leicester gibt, zu denen ich jetzt muss. Wenn ich mich nicht qualifiziere, kriege ich Ärger, und wenn ich mich qualifiziere, wahrscheinlich auch. Also wer weiß, was passieren wird."

Theo StodiekRedakteur
Theo ist seit 2025 Teil der Redaktion von Dartsnews.de und berichtet dort über den professionellen Dartsport. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit liegt auf der Erstellung von Liveblogs zu großen Turnieren und wichtigen Ereignissen, darunter die European Tour und die PDC World Darts Championship (WM). Dabei begleitet er das Geschehen in Echtzeit und ordnet Ergebnisse, Spielverläufe und Entwicklungen fortlaufend ein. Darüber hinaus schreibt er aktuelle Berichte und Hintergrundtexte rund um die internationale Darts-Szene.
Seine journalistische Laufbahn begann Theo als Praktikant und später als Werkstudent beim Online-Gaming-Magazin EarlyGame. Aktuell studiert er Ressortjournalismus an einer Hochschule. Theo arbeitet aus München und ist in seiner redaktionellen Arbeit eng mit Nicolas Gayer und Oliver Ried vernetzt. In seiner Berichterstattung legt er Wert auf sorgfältige Quellenprüfung, klare Einordnung und die zeitnahe Aktualisierung von Inhalten, sobald neue, gesicherte Informationen vorliegen.
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Aktuelle Kommentare
- Keiner der Spieler darf sich über Pfiffe oder nicht vorhandenen Respekt beschweren. Ich war Donnerstag, Freitag, Samstagabend und Sonntagnachmittag vor Ort. Es war immer ein sehr faires Publikum. Und wenn Littler und seine Mutter jetzt auch noch respektvoll mit anderen Spielern umgehen, sollte den Aussagen von Littler nichts im Wege stehen.
Grobi25-10-2026 - Sorry, Mensur, zu spät. Wer solche Aussagen in tiefer Emotionalität äußert, der meint diese ernst. Denn das rationale Denken funktioniert in solchen (positiven) Stressmomenten seltens. Und wenn die Wahrnehmung so eingeschränkt ist, dass ich als Profispieler nicht mitbekomme, dass mein Gegner Matchdarts hat, dann stimmt in der Wahrnehmung etwas nicht. Also sorry, Mensur. Entschuldigung nicht angenommen, zumindest von mir. Und was vom Inhalt seines Statement ist mit KI geschrieben? Steht ganz oben. NI wäre hier angebracht gewesen.
Grobi12-10-2026 - Weiß man ob es die rechte oder linke Hand ist? In jedem Fall extrem bitter….Robertuil09-10-2026
- Ricke Evans ist Stand jetzt für die WM qualifiziert. Quelle: Dartsrankings In der ProTour Rangliste werden die Personen rausgerechnet, die bereits qualifiziert sind. Das hat der Autor hier nicht berücksichtigt.FabianD24-09-2026
- Aspinall lag 1:3 hinten , nicht 1:4 🎯Pool1809419-09-2026
- Was ein toller Mensch er doch gewesen ist. Der deutsche Dartsport wäre ohne ihn lange nicht da, wo er heute wäre. Super Artikel 👍ArturBoruc24-08-2026
- Und wer ist jetzt für Amsterdam qualifiziert?Julian1122-08-2026
- Er hat keinen Bock auf Deutschland und findet es hier schrecklich, weil er (zwei-)mal bei einem oder zwei Turnieren von einigen "Dartfans" ausgepfiffen wurde. Das mochte er nicht und deswegen bleibt es Deutschland fern. Ausnahme war der World Cup, da siegte sein Patriotismus und der Ehrgeiz, einmal alles gewonnen zu haben. Er hat es auch mal selbst so geschrieben bzw gesagt, dass er Deutschland (gemeint sind wahrscheinlich Turniere in Deutschland) schrecklich findet.
Grobi18-08-2026 - Danke für den ausführlichen Bericht über Jamie. Generell finde ich es klasse das du dich "fast vergessenen Spielern" annimmst. Wäre grundsätzlich bei Dartnews ein interessantes Dauerthema.XJRLion18-08-2026
- „Littler findet Deutschland einfach ein schreckliches Land“Reißerische Überschrift, aber Gründe lieferst du leider keine. Klar kann man verstehen das einige Topspieler, wie kürzlich Gary Anderson, sagten das er "keinen Bock darauf habe" mehrere Std. am Flughafen zu stehen bis es aufgrund aller Kontrollen weitergeht. Doch erklär uns, gerade aufgrund deiner Überschrift, bitte warum Luke scheinbar grundsätzlich keinen Bock auf Deutschland hat.XJRLion18-08-2026










