"Ich war der erste, der verkleidet und zu Musik die Bühne betrat" - Bobby George erzählt von den Anfängen der Walk-ons
PDC
Bobby George ist eine lebende Legende in der Welt des Dartsports. Der Engländer, zweimaliger WM-Finalist bei der BDO, ist inzwischen 79 Jahre alt, tritt aber immer noch regelmäßig bei Exhibitions auf.
George war vor allem in den 1980er- und 1990er-Jahren aktiv und erreichte 1980 und 1994 das Finale der BDO Weltmeisterschaft, verlor aber beide Endspiele. Neben seinen sportlichen Leistungen war George bei den Fans vor allem wegen seiner Walk-ons besonders beliebt. Gekleidet in einen goldenen Mantel, mit Juwelen am ganzen Körper und einem Kerzenständer in der Hand, betrat er die Bühne immer zur Melodie von Queens "We are the Champions."
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"Ich hatte die Idee, während eines Turniers in Spanien verkleidet auf die Bühne zu gehen. In einer örtlichen Kneipe sah ich jemanden, der Elvis Presley nachmachte. Es war sehr schlecht gemacht, aber ich dachte sofort, dass so etwas auch bei einem Dartturnier funktionieren könnte", sagt George.

"Die Tochter des Kneipenbesitzers war Kostümschneiderin, und ich bezahlte ihr 20 Pfund, damit sie mir ein Kostüm schneiderte. Ich kam aus dem Hotel und Olly Croft (der damalige BDO-Vorsitzende) traute seinen Augen nicht, als er mich sah: "Du gehst doch nicht so auf die Bühne, oder?", fragte er. Außerdem fragte er mich, ob ich nicht schon genug Druck vor meinem Spiel verspüre."
"Wenn man in so einem Outfit auf die Bühne geht, muss man natürlich etwas leisten", so George weiter. "Aber es hat mir keinen zusätzlichen Druck gemacht, im Gegenteil, es hat mich auf der Bühne nur entspannter gemacht. Ich denke, es ist ein bisschen wie bei Peter Wright."
George revolutionierte die Walk-ons
George war auch der erste, der mit Musik auf die Bühne kam. "Ich fand es bei Dartturnieren oft langweilig, also habe ich die BBC (Rechteinhaber) während der Weltmeisterschaft gefragt, ob ich mit Musik aufwarten könnte. Ich war der erste, der das Anfang der 1990er Jahre gemacht hat, und seither ist es ein regelmäßiges Element bei großen Turnieren geworden. Es war schon eine gute Idee, weil es eine besonders gute Atmosphäre schafft."
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Congratulations @LukeTheNuke180 you certainly weren’t a fluke young man. Fantastic! 👑🏆
— Bobby George (@BobbyGeorge180) January 3, 2025

Nic GayerRedakteur
Nic Gayer ist seit 2022 im Journalismus tätig und begann seine Laufbahn als freier Redakteur im Lokaljournalismus für eine Tageszeitung. Heute berichtet er für Dartsnews.de über den professionellen Dartsport und ordnet das aktuelle Geschehen ein – von großen Turnieren bis zu Entwicklungen abseits der Bühne.
Regelmäßig ist er bei Events vor Ort und begleitet rund 20 Turniere pro Jahr, wo er Interviews führt, unter anderem mit Luke Littler, Luke Humphries, Michael van Gerwen, Gerwyn Price sowie Martin Schindler, Gian van Veen und Josh Rock.
Zudem ist er eine der prägenden Stimmen im englischsprachigen Dartsnews Podcast und Co-Host des Sport-Podcasts Overtime Takes.
Nic arbeitet aus der Nähe von München und steht kurz vor dem Abschluss als Bachelor of Arts in Sportjournalismus.
In seiner Berichterstattung legt er großen Wert auf sorgfältige Quellenprüfung, präzise Einordnung und aktualisiert Inhalte, sobald neue, gesicherte Informationen vorliegen.
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Aktuelle Kommentare
- Keiner der Spieler darf sich über Pfiffe oder nicht vorhandenen Respekt beschweren. Ich war Donnerstag, Freitag, Samstagabend und Sonntagnachmittag vor Ort. Es war immer ein sehr faires Publikum. Und wenn Littler und seine Mutter jetzt auch noch respektvoll mit anderen Spielern umgehen, sollte den Aussagen von Littler nichts im Wege stehen.
Grobi25-10-2026 - Sorry, Mensur, zu spät. Wer solche Aussagen in tiefer Emotionalität äußert, der meint diese ernst. Denn das rationale Denken funktioniert in solchen (positiven) Stressmomenten seltens. Und wenn die Wahrnehmung so eingeschränkt ist, dass ich als Profispieler nicht mitbekomme, dass mein Gegner Matchdarts hat, dann stimmt in der Wahrnehmung etwas nicht. Also sorry, Mensur. Entschuldigung nicht angenommen, zumindest von mir. Und was vom Inhalt seines Statement ist mit KI geschrieben? Steht ganz oben. NI wäre hier angebracht gewesen.
Grobi12-10-2026 - Weiß man ob es die rechte oder linke Hand ist? In jedem Fall extrem bitter….Robertuil09-10-2026
- Ricke Evans ist Stand jetzt für die WM qualifiziert. Quelle: Dartsrankings In der ProTour Rangliste werden die Personen rausgerechnet, die bereits qualifiziert sind. Das hat der Autor hier nicht berücksichtigt.FabianD24-09-2026
- Aspinall lag 1:3 hinten , nicht 1:4 🎯Pool1809419-09-2026
- Was ein toller Mensch er doch gewesen ist. Der deutsche Dartsport wäre ohne ihn lange nicht da, wo er heute wäre. Super Artikel 👍ArturBoruc24-08-2026
- Und wer ist jetzt für Amsterdam qualifiziert?Julian1122-08-2026
- Er hat keinen Bock auf Deutschland und findet es hier schrecklich, weil er (zwei-)mal bei einem oder zwei Turnieren von einigen "Dartfans" ausgepfiffen wurde. Das mochte er nicht und deswegen bleibt es Deutschland fern. Ausnahme war der World Cup, da siegte sein Patriotismus und der Ehrgeiz, einmal alles gewonnen zu haben. Er hat es auch mal selbst so geschrieben bzw gesagt, dass er Deutschland (gemeint sind wahrscheinlich Turniere in Deutschland) schrecklich findet.
Grobi18-08-2026 - Danke für den ausführlichen Bericht über Jamie. Generell finde ich es klasse das du dich "fast vergessenen Spielern" annimmst. Wäre grundsätzlich bei Dartnews ein interessantes Dauerthema.XJRLion18-08-2026
- „Littler findet Deutschland einfach ein schreckliches Land“Reißerische Überschrift, aber Gründe lieferst du leider keine. Klar kann man verstehen das einige Topspieler, wie kürzlich Gary Anderson, sagten das er "keinen Bock darauf habe" mehrere Std. am Flughafen zu stehen bis es aufgrund aller Kontrollen weitergeht. Doch erklär uns, gerade aufgrund deiner Überschrift, bitte warum Luke scheinbar grundsätzlich keinen Bock auf Deutschland hat.XJRLion18-08-2026









