Jeffrey de Graaf hat am Montag in Milton Keynes ein Stück Darts-Geschichte geschrieben. Der Schwede, in den Niederlanden geboren, sicherte sich mit einem 8:7-Finalsieg über Stephen Bunting seinen ersten PDC-Titel und ist damit der erste Schwede, dem ein Ranglistenturnier-Erfolg gelingt.
Schon im Frühjahr stand De Graaf im Finale des Players Championship 8, wo er allerdings chancenlos mit 1:8 gegen Martin Schindler verlor. Diesmal zeigte er die Nervenstärke, die zuvor noch gefehlt hatte. „Das bedeutet mir sehr viel“, erklärte ein sichtlich emotionaler De Graaf nach dem Triumph. „Es ist mein allererster PDC-Titel und das fühlt sich fantastisch an. Ich zittere immer noch! Es ist toll, der erste Schwede zu sein, dem das gelingt, aber hoffentlich nicht der letzte.“
Das Finale verlief hochdramatisch. Bunting startete furios und zog rasch mit 4:1 davon. Doch De Graaf konterte stark, holte vier Legs in Serie und übernahm die Führung. Am Ende musste das Entscheidungsleg über den Sieger bestimmen. Bunting spielte einen Weltklasse-Average von 106,31, doch De Graaf hielt mit 102,10 dagegen und krönte sich mit einem 91er-Finish zum Champion.
Der Weg ins Finale war für den Schweden ein hartes Stück Arbeit. Gleich in Runde eins brauchte er ein 6:5 gegen Adam Paxton, ehe er Ryan Searle mit 6:4 bezwang. Gegen José de Sousa ging es erneut über die volle Distanz, erneut mit dem besseren Ende für De Graaf. Anschließend ließ er im Achtelfinale dem früheren Weltmeister Michael Smith beim 6:2 keine Chance. Mit Siegen über Alan Soutar (6:1) und Scott Williams (7:2) zog er schließlich verdient ins Endspiel ein.
Mit diesem Sieg hat Jeffrey de Graaf nicht nur seinen persönlichen Durchbruch gefeiert, sondern auch ein Kapitel für den schwedischen Dartsport aufgeschlagen. Sein Triumph beim Players Championship 24 dürfte ihm Selbstvertrauen geben – und weitere Chancen eröffnen, sich weiterhin in der PDC zu etablieren. Mit diesem Turniersieg sicherte sich der Schwede seine Teilnahme bei den Players Championship Finals und der Darts WM.
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DE GRAAF TAKES THE TITLE! 🏆
— PDC Darts (@OfficialPDC) August 25, 2025
Jeffrey de Graaf wins a deciding leg against Stephen Bunting to claim his first PDC ranking title! 👏
What a moment for the Swede! 🇸🇪
📺 https://t.co/YyBPPwoMK8 #PC24 pic.twitter.com/KdereaseBy

Oliver RiedRedakteur
Oliver Ried ist seit Ende 2024 Redakteur bei Dartsnews.de. Er berichtet dort über den professionellen Dartsport und erstellt regelmäßig Liveblogs zu den wichtigsten Turnieren und Ereignissen, darunter die PDC World Darts Championship, die Premier League Darts und das World Matchplay. Ergänzend veröffentlicht er Berichte, Einordnungen und Hintergrundtexte zum Geschehen auf der PDC-Tour. Seit Anfang 2025 schreibt er zudem für Radsportaktuell.de über den professionellen Radsport.
Oliver ist in Würzburg stationiert. Neben seiner redaktionellen Arbeit ist er selbst aktiver Dartspieler und bringt dadurch zusätzliche Praxisnähe in seine Berichterstattung ein. Er studiert Grundschullehramt und legt bei seinen Artikeln Wert auf sorgfältige Quellenprüfung, klare Einordnung und verlässliche Informationen. Inhalte aktualisiert er, sobald neue, gesicherte Details vorliegen.
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Aktuelle Kommentare
- Keiner der Spieler darf sich über Pfiffe oder nicht vorhandenen Respekt beschweren. Ich war Donnerstag, Freitag, Samstagabend und Sonntagnachmittag vor Ort. Es war immer ein sehr faires Publikum. Und wenn Littler und seine Mutter jetzt auch noch respektvoll mit anderen Spielern umgehen, sollte den Aussagen von Littler nichts im Wege stehen.
Grobi25-10-2026 - Sorry, Mensur, zu spät. Wer solche Aussagen in tiefer Emotionalität äußert, der meint diese ernst. Denn das rationale Denken funktioniert in solchen (positiven) Stressmomenten seltens. Und wenn die Wahrnehmung so eingeschränkt ist, dass ich als Profispieler nicht mitbekomme, dass mein Gegner Matchdarts hat, dann stimmt in der Wahrnehmung etwas nicht. Also sorry, Mensur. Entschuldigung nicht angenommen, zumindest von mir. Und was vom Inhalt seines Statement ist mit KI geschrieben? Steht ganz oben. NI wäre hier angebracht gewesen.
Grobi12-10-2026 - Weiß man ob es die rechte oder linke Hand ist? In jedem Fall extrem bitter….Robertuil09-10-2026
- Ricke Evans ist Stand jetzt für die WM qualifiziert. Quelle: Dartsrankings In der ProTour Rangliste werden die Personen rausgerechnet, die bereits qualifiziert sind. Das hat der Autor hier nicht berücksichtigt.FabianD24-09-2026
- Aspinall lag 1:3 hinten , nicht 1:4 🎯Pool1809419-09-2026
- Was ein toller Mensch er doch gewesen ist. Der deutsche Dartsport wäre ohne ihn lange nicht da, wo er heute wäre. Super Artikel 👍ArturBoruc24-08-2026
- Und wer ist jetzt für Amsterdam qualifiziert?Julian1122-08-2026
- Er hat keinen Bock auf Deutschland und findet es hier schrecklich, weil er (zwei-)mal bei einem oder zwei Turnieren von einigen "Dartfans" ausgepfiffen wurde. Das mochte er nicht und deswegen bleibt es Deutschland fern. Ausnahme war der World Cup, da siegte sein Patriotismus und der Ehrgeiz, einmal alles gewonnen zu haben. Er hat es auch mal selbst so geschrieben bzw gesagt, dass er Deutschland (gemeint sind wahrscheinlich Turniere in Deutschland) schrecklich findet.
Grobi18-08-2026 - Danke für den ausführlichen Bericht über Jamie. Generell finde ich es klasse das du dich "fast vergessenen Spielern" annimmst. Wäre grundsätzlich bei Dartnews ein interessantes Dauerthema.XJRLion18-08-2026
- „Littler findet Deutschland einfach ein schreckliches Land“Reißerische Überschrift, aber Gründe lieferst du leider keine. Klar kann man verstehen das einige Topspieler, wie kürzlich Gary Anderson, sagten das er "keinen Bock darauf habe" mehrere Std. am Flughafen zu stehen bis es aufgrund aller Kontrollen weitergeht. Doch erklär uns, gerade aufgrund deiner Überschrift, bitte warum Luke scheinbar grundsätzlich keinen Bock auf Deutschland hat.XJRLion18-08-2026








