James Wade krönt sich bei den Australian Darts Masters 2026 zum Turniersieger und stoppt Sensationslauf von Brody Klinge

PDC
Samstag, 22 August 2026 um 15:28
James Wade
James Wade hat sich den Titel bei den Australian Darts Masters 2026 gesichert und damit seinen ersten World-Series-Titel überhaupt gewonnen. Im Finale von Wollongong setzte sich der Engländer gegen den australischen Lokalmatador Brody Klinge mit 8:5 durch und beendete damit dessen märchenhaften Lauf durchs Turnier.
Klinge lieferte dabei sogar den höheren Average ab: 104,56 gegen 101,62 für Wade. Doch der erfahrene Profi nutzte die Fehler seines Gegners konsequent aus und rundete damit ein starkes Wochenende in Australien ab.

Weg ins Finale für Klinge und Wade

Bis ins Finale musste Wade einen deutlich härteren Weg gehen, als es das klare Ergebnis seines Auftaktspiels vermuten ließ. Im Viertelfinale geriet er gegen Stephen Bunting mit 2:5 in Rückstand und stand bereits kurz vor dem Aus. Ein 164er-Checkout brachte "The Machine" zurück ins Spiel, ein 104er-Finish erzwang den Entscheidungssatz. Mit fünf perfekten Darts eröffnete Wade dieses letzte Leg und stellte schließlich auf Doppel 10 den 6:5-Comeback-Sieg sicher.
Brody Klinge ballt die Faust
Brody Klinge konnte mit Ross Smith, Gian van Veen und Jonny Clayton insgesamt drei PDC-Stars bezwingen.
Im Halbfinale wartete dann Gerwyn Price auf Wade – und erneut musste der Engländer einen Rückstand aufholen. Price ging zunächst mit 2:0 in Führung, ehe Wade vier Legs in Serie gewann, darunter zwei starke Elf-Darter. Price hielt zwar noch einmal dagegen, doch Wade behielt die Nerven an der Doppel-Scheibe und sicherte sich mit einem 7:4-Sieg auf Doppel 5 den Einzug in sein erstes World-Series-Finale.
Klinges Weg ins Finale war noch bemerkenswerter. Der australische Qualifikant hatte bereits in der ersten Runde für die Überraschung gesorgt, als er Ross Smith aus dem Turnier warf. Anschließend schlug er Gian van Veen mit 6:4 und spielte dabei einen Average von 97,90. Trotz vergebener Chancen, sich früher abzusetzen, behielt Klinge die Nerven. Fünf perfekte Darts ebneten ihm den Weg zu einem Elf-Darter, mit dem er bis auf ein Leg an das Halbfinale heranrückte. Den Sack machte er schließlich auf Doppel 5 zu – zur Freude der Fans in Wollongong.
Im Halbfinale traf Klinge dann auf Jonny Clayton und zeigte seine bis dahin beste Leistung des Turniers. Nach einem 3:3-Zwischenstand zur Pause brach der Lokalmatador erneut mit einem Elf-Darter durch und ging mit einem 102er-Checkout mit 6:5 in Führung. Sein bestes Finish hob sich Klinge für den entscheidenden Moment auf: Mit einem 170er-Checkout perfektionierte er den 7:5-Erfolg, spielte dabei einen Average von 101,59 und zog damit ins Finale gegen Wade ein.

Wade übersteht Klinges Aufholjagd und krönt sich zum ersten Mal zum World-Series-Champion

Klinge eröffnete das Finale mit einer 180, doch Wade schnappte sich das erste Leg auf Doppel 20 und legte direkt nach. Mit zwei weiteren Maximums in Folge blieben ihm im zweiten Leg nur noch 41 Punkte übrig, die er zum Break und zur frühen 2:0-Führung verwertete – trotz der lautstark für Klinge singenden Fans in der Halle.
Der Australier antwortete mit einem 82er-Checkout und glich nach einem doppelten Fehlwurf von Wade an den Doppeln 18 und 9 zum 2:2 aus.
Wade ließ sich davon jedoch nicht beirren. Zwar legte Klinge im fünften Leg erneut ein Maximum nach und stand bei Doppel 3, doch Wade fand seelenruhig die Doppel-1 zuerst. Im sechsten Leg wiederholte sich das Muster: Nach einer weiteren 180 von Klinge blieb diesem nur Doppel 1 übrig – Wade traf jedoch zuerst auf Doppel 5 und ging mit einer 4:2-Führung in die Pause.
Direkt nach der Unterbrechung baute ein 108er-Checkout den Vorsprung des Engländers auf 5:2 aus. Klinge verfehlte anschließend bei einem Versuch auf 140 nur knapp Doppel 10, sodass Wade auf Doppel 20 nachlegen und auf vier Legs Vorsprung davonziehen konnte.
Ganz entschieden war die Partie damit aber noch nicht. Klinge nutzte zwei weitere Fehlwürfe von Wade zum 3:6 aus und verkürzte anschließend mit einem starken 140er-Checkout den Rückstand weiter. Als der Qualifikant kurz darauf erneut breakte, tobte die Halle: Mit einem Average von über 104 verkürzte Klinge mit drei Legs in Folge auf 5:6.
Klinge hatte sogar die Chance zum 6:6, ließ sie jedoch liegen. Wade nutzte die Gelegenheit und rückte bis auf ein Leg an den Titel heran, begleitet von lautstarken Anfeuerungsrufen der Fans für seinen Gegner.
Aufgeben wollte Klinge trotzdem nicht: Mit sechs perfekten Eröffnungsdarts im 13. Leg hielt er seinen außergewöhnlichen Lauf am Leben, ehe zwei vergebene Versuche auf Doppel 20 die Entscheidung brachten.
Wade nutzte seine Chance auf Doppel 10 und machte den 8:5-Erfolg perfekt. Nach Jahren als einer der erfolgreichsten Major-Gewinner der PDC-Geschichte darf sich "The Machine" nun auch über seinen ersten World-Series-Titel freuen. Für Klinge endet ein sensationelles Wochenende hauchdünn – einen Sieg entfernt von einem historischen Heimtriumph.
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