Mit dem Finaleinzug von
Justin Hood beim neunten Players Championship der Saison hat die PDC
Pro Tour einen neuen Meilenstein erreicht: Er ist der 160. verschiedene Spieler, der sich auf diesem Niveau Finalist nennen darf. Damit wird einmal mehr unterstrichen, wie breit die Spitze im modernen Darts inzwischen geworden ist. Wo früher eine kleine Gruppe von Spielern den Ton angab, sehen wir heute ein immer vielfältigeres Teilnehmerfeld, in dem auch weniger traditionelle Darts-Nationen ihren Stempel zu drücken beginnen.
England bleibt dominante Kraft
Dennoch bleibt England unbestritten die dominierende Kraft innerhalb der Pro Tour. Mit nicht weniger als 82 verschiedenen Finalisten stammt mehr als die Hälfte aus dem Mutterland des Sports. Dieser Vorsprung ist enorm und spiegelt die große Breite und Tiefe des englischen Darts wider.
In deutlichem Abstand folgt die Niederlande, die mit 21 Finalisten einen festen zweiten Platz einnimmt. Der niederländische Einfluss auf die internationale Dartswelt bleibt damit unübersehbar groß.
Hinter diesen beiden Großmächten entsteht ein interessantes Mittelfeld. Deutschland hat in den vergangenen Jahren spürbar aufgeholt und steht inzwischen bei acht Finalisten, während Wales und Schottland mit jeweils sieben und sechs Namen ebenfalls stark vertreten sind. Auffällig ist zudem der Aufschwung von Ländern wie Australien und Belgien, die beide fünf verschiedene Finalisten hervorgebracht haben. Gerade für Belgien bestätigt dies das Wachstum, das der Dartsport dort in den vergangenen Jahren erlebt hat.
Justin Hood erreichte das Finale bei Players Championship 9
Zunehmende internationale Streuung
Auch Nordirland, Irland, Österreich und Kanada leisten ihren Beitrag, während Länder wie Polen und Spanien zeigen, dass sich Darts weiter über Europa ausbreitet. Am auffälligsten ist vielleicht die wachsende internationale Streuung mit Finalisten unter anderem aus Lettland, Litauen, Portugal, Russland, Südafrika und Schweden. Diese Namen unterstreichen, dass die Pro Tour längst kein exklusiv westeuropäisches oder britisches Ereignis mehr ist.
Das Auftauchen von Justin Hood als neuestem Finalisten passt perfekt in diese Entwicklung. Es zeigt, dass der Weg zum Erfolg auf der Pro Tour für immer mehr Spieler offensteht. Entsprechend ist zu erwarten, dass diese Liste in den kommenden Jahren nur noch internationaler und vielfältiger wird.