Hungarian Darts Trophy 2026 Roundup - Luke Humphries scheitert überraschend, Michael van Gerwen kämpft sich weiter und Josh Rock verpasst Joe Cullen einen Whitewash

PDC
Samstag, 29 August 2026 um 22:55
Luke Humphries
Luke Humphries ist am Samstagabend bei der Hungarian Darts Trophy 2026 überraschend ausgeschieden. Dirk van Duijvenbode bezwang den ehemaligen Weltmeister in Budapest mit 6:3, während Michael van Gerwen einen Rückstand gegen James Hurrell noch drehte und Josh Rock Joe Cullen mit 6:0 vom Board fegte. Auch Stephen Bunting, Jonny Clayton, Keane Barry, Gian van Veen und Nathan Aspinall sicherten sich ihre Plätze im Achtelfinale, womit die zweite Runde abgeschlossen ist.
Van Duijvenbode sorgte für das größte Ausrufezeichen der Session und bezwang Humphries erstmals auf einer großen Bühne. Der Niederländer spielte einen Average von 98,34 Punkten.
Die ersten sechs Legs gingen jeweils mit dem Anwurf, ehe Van Duijvenbode zum entscheidenden Schlag ansetzte. Nach einer perfekt getimten 180 nahm er 81 über Triple 19 und Doppel 12 heraus, komplettierte damit einen 11-Darter und breakte zum 4:3.
Anschließend folgte eines der spektakulärsten Finishes des Abends: 140 über Triple 20, Doppel 20 und Doppel 20. Damit war Van Duijvenbode nur noch ein Leg vom Sieg entfernt, bevor ein Zwei-Dart-Finish von 68 den 6:3-Erfolg perfekt machte. Humphries' Rückkehr auf die European Tour endete damit bereits im ersten Match.

Van Gerwen dreht Partie - Aspinall wartet im Achtelfinale

Auch Van Gerwen geriet gegen Hurrell zunächst unter Druck. Der Engländer schaffte früh das Break und legte im vierten Leg zwei 180er nach, ehe er einen 12-Darter zum 3:1 vollendete.
Hurrell verpasste anschließend den Bullseye zum möglichen 4:1, wodurch Van Gerwen den Rückstand verkürzen konnte. Noch folgenschwerer war ein Fehler im sechsten Leg: Bei 15 Rest traf Hurrell mit dem ersten Dart die große 17 und überwarf sich. Van Gerwen bestrafte das auf Doppel 5, glich zum 3:3 aus und ließ anschließend einen lauten Jubelschrei folgen.
Der dreimalige Weltmeister gewann drei Legs in Folge und ging mit 4:3 in Führung. Hurrell stellte zwar noch einmal auf 4:4, doch ein 76er-Finish brachte Van Gerwen erneut nach vorne. Im zehnten Leg eröffnete er gegen den Anwurf mit einer 180, legte wenig später die nächste nach und machte schließlich auf Doppel 8 den hart erkämpften 6:4-Sieg perfekt.
Im Achtelfinale trifft Van Gerwen auf Nathan Aspinall. „The Asp“ setzte sich ebenfalls mit 6:4 gegen Ryan Joyce durch. Joyce spielte mit 95,28 Punkten sogar den leicht höheren Average und ging nach dem ersten Break der Partie mit 3:2 in Führung, doch Aspinall antwortete sofort mit einem 76er-Finish und zog anschließend auf 5:3 davon.
Joyce breakte noch einmal zurück, ehe Aspinall im zehnten Leg den Bullseye für ein mögliches 170er-Finish zum Match verpasste. Joyce konnte die Chance jedoch nicht nutzen, sodass Aspinall zurückkehrte und den Sieg einfuhr.

Rock überrollt Cullen - Van Veen braucht nur rund zehn Minuten

Deutlich weniger Spannung bot das letzte Match des Abends. Rock ließ Cullen beim 6:0 keine Chance, obwohl sein Average lediglich bei 85,89 Punkten lag. Cullen erwischte mit 76,91 Punkten einen Abend zum Vergessen.
Rock vergab im ersten Leg zunächst sieben Darts auf Doppel, ehe er schließlich auf Doppel 4 traf. Cullen fand danach jedoch nie wirklich in die Partie. Ein 116er-Finish brachte Rock das 2:0, ehe der Nordire seinen Vorsprung kontinuierlich ausbaute. Beim Stand von 4:0 nahm er 130 spektakulär über den Bullseye heraus und stand damit unmittelbar vor dem Whitewash, den er ein Leg später komplettierte.
Ähnlich dominant war zuvor Gian van Veen. Der Niederländer benötigte nur rund zehn Minuten für einen 6:0-Erfolg gegen Nandor Major, den letzten verbliebenen ungarischen Qualifikanten.
Van Veen eröffnete mit einer 180, legte einen 13-Darter zum Break nach und traf seine ersten drei Darts auf Doppel. Das Highlight folgte beim Stand von 4:0 mit einem 167er-Finish über den Bullseye. Major bekam im letzten Leg noch seine erste Chance auf Doppel, verpasste jedoch Doppel 4. Van Veen machte daraufhin auf Doppel 16 alles klar und beendete die Partie mit einem Average von 98,02 Punkten.

Bunting und Clayton weiter - ungarische Hoffnungen beendet

Stephen Bunting hatte den Abend mit einem souveränen Auftritt eröffnet. „The Bullet“ spielte einen Average von 97,86 Punkten und besiegte Jonas Masalin mit 6:1. Ein 120er-Shanghai-Finish und ein 11-Darter mit einem 96er-Checkout halfen ihm dabei, schnell auf 4:0 davonzuziehen. Masalin verhinderte zumindest den Whitewash mit einem 100er-Finish für einen 12-Darter.
Jonny Clayton musste gegen Laszlo Kadar deutlich härter arbeiten. Der Ungar glich vor heimischem Publikum sowohl zum 1:1 als auch zum 2:2 aus und sorgte mit einem starken 105er-Finish für Begeisterung in Budapest.
Clayton zog das Niveau anschließend an. Ein 11-Darter brachte ihm das 3:2, ehe er in einem zerfahrenen sechsten Leg das erste Break der Partie schaffte. Kadar sorgte mit einem 80er-Finish über zweimal Doppel 20 noch einmal für einen Höhepunkt und verkürzte auf 3:5, doch Clayton antwortete mit einem 81er-Finish auf dem Bullseye und machte den 6:3-Sieg perfekt. Am Sonntag trifft „The Ferret“ auf Ross Smith.
Den verbleibenden Sieg des Abends holte Keane Barry mit einem 6:2 gegen Madars Razma. Der Lette hatte zunächst mit einem außergewöhnlichen 158er-Finish über Triple 19, Triple 17 und Bullseye zum 2:1 geführt, doch Barry schlug sofort zurück und gab danach kein weiteres Leg mehr ab. Ein 81er-Finish auf dem Bullseye brachte ihm zusätzliche Kontrolle, ehe ein 68er-Checkout den Einzug ins Achtelfinale gegen Dave Chisnall besiegelte.
Damit steht das Achtelfinale der Hungarian Darts Trophy 2026 komplett. Am Sonntag geht es in Budapest zunächst um den Einzug ins Viertelfinale, bevor am Abend Viertelfinale, Halbfinale und Finale ausgetragen werden und der neue Champion feststeht.
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