Ryan Searle hat
Players Championship 7 gewonnen und damit den achten Titel seiner Karriere auf dem Floor eingefahren. Im Finale setzte sich „Heavy Metal“ mit 8:3 gegen Alan Soutar durch. Vor allem die vielen vergebenen Chancen des Schotten entschieden die Partie früh. Searle nutzte seine Möglichkeiten konsequent und ließ seinem Gegner kaum Raum für ein Comeback.
Auf dem Weg ins Finale zeigte der Engländer eine beeindruckende Form. Bereits zum Auftakt spielte er beim 6:2 gegen Thomas Lovely einen Average von 101,50 Punkten. Es folgten deutliche Siege gegen Darius Labanauskas (6:1) und Jimmy van Schie (6:2). Seine beste Leistung zeigte Searle im Achtelfinale, als er Raymond van Barneveld mit einem Average von 104,50 Punkten mit 6:3 bezwang.
Auch im weiteren Turnierverlauf blieb Searle souverän. Im Viertelfinale setzte er sich mit 6:3 gegen Charlie Manby durch. Im Halbfinale besiegte er seinen Trainingspartner Gary Anderson klar mit 7:3. Damit zog er verdient ins Endspiel ein und bestätigte seine starke Tagesform.
Alan Soutar überzeugte ebenfalls mit einem starken Turnierverlauf. Zum Auftakt dominierte er Tavis Dudeney mit 6:2 und spielte dabei einen Average von 105,03 Punkten. Danach gewann er zwei enge Partien gegen Jim Long und Derek Coulson jeweils im Decider. Im Achtelfinale setzte er sich mit 6:3 gegen Alexander Merkx durch.
Im Viertelfinale ließ Soutar seinem Landsmann Peter Wright beim 6:1 kaum Chancen. Das Halbfinale gegen Keane Barry entwickelte sich zu einem echten Krimi. Soutar führte bereits mit 6:3, ließ den Iren jedoch noch zum 6:6 ausgleichen. Im entscheidenden Leg behielt er die Nerven und zog ins Finale ein.
Dort wurde die Partie jedoch einseitig. Searle startete stark und ging mit 3:0 in Führung. Soutar kam zwischenzeitlich besser ins Spiel und verkürzte auf 3:1 und später auf 4:2. Doch immer wieder ließ der Schotte wichtige Doppelchancen liegen, um näher heranzukommen.
Searle nutzte diese Schwächen eiskalt aus. Er baute seine Führung auf 7:2 aus und stand damit kurz vor dem Titel. Zwar konnte Soutar noch auf 7:3 verkürzen, doch erneut verpasste er mehrere Breakchancen. Searle entschied das Spiel schließlich mit einem 17-Darter zum 8:3-Endstand.
Auch abseits der Spitze gab es einige bemerkenswerte Ergebnisse. Nathan Aspinall schied direkt zum Auftakt mit 4:6 gegen Adam Paxton aus. Beau Greaves unterlag ebenfalls früh mit 4:6 gegen Ryan Meikle.
Martin Schindler enttäuschte mit einem Average von nur 80 Punkten und verlor gegen Niall Culleton.
Für Aufsehen sorgte auch Niels Zonneveld. Der Niederländer verpasste im Decider seines Auftaktmatches einen 9-Darter auf Doppel 12. Anschließend ließ er weitere Chancen liegen und verlor noch mit 5:6 gegen Sebastian Bialecki.
Aus deutscher Sicht überzeugten vor allem
Max Hopp und Arno Merk. Hopp erreichte nach Siegen gegen Andrew Gilding und Kim Huybrechts das Boardfinale. Dort unterlag er Charlie Manby erst im Decider. Merk zog ebenfalls in die dritte Runde ein, nachdem er Ryan Joyce und Cor Dekker besiegt hatte, ehe er Alexander Merkx unterlag.
Matthias Ehlers und Niko Springer gewannen zudem ihre Auftaktspiele. Springer schlug Stefan Bellmont, musste sich danach jedoch Jimmy van Schie geschlagen geben. Ehlers sicherte sich mit einem Sieg gegen Stefaan Henderyck sein erstes Preisgeld auf der Tour, bevor er gegen Michael van Gerwen ausschied.