Der neunte Spieltag der
Premier League Darts 2026 in der AO Arena in Manchester bot Darts auf höchstem Niveau – und reichlich Gesprächsstoff abseits des Oches. Während Gerwyn Price mit einer Gala-Vorstellung ins Tagesfinale einzog, sorgte insbesondere das emotionale Duell zwischen
Luke Littler und
Gian van Veen für Aufsehen.
Den Auftakt des Abends gestaltete Stephen Bunting mit einem 6:3-Erfolg über
Michael van Gerwen. Der Niederländer zeigte zwar einen starken Average von 104 Punkten, ließ jedoch zahlreiche Chancen auf die Doppel ungenutzt – ein entscheidender Faktor in einer ansonsten hochklassigen Partie.
Price in Bestform
Im zweiten Viertelfinale setzte Price ein erstes Ausrufezeichen. Beim klaren 6:2 gegen Luke Humphries überzeugte der Waliser mit einem Average von über 104 Punkten und unterstrich früh seine Ambitionen.
Stellte seine Titelambitionen früh am Abend unter Beweis: „The Iceman“ Gerwyn Price
Für die emotionalste Szene des Abends sorgte die Neuauflage des WM-Finals zwischen Littler und van Veen. Im Entscheidungsleg stand der Niederländer bei 90 Restpunkten, traf die Triple-20 und erspielte sich zwei Matchdarts auf der Doppel-15. Nachdem er den ersten Versuch innerhalb verpasste, reagierte Littler im Hintergrund mit Jubel – eine Geste, die van Veen sichtbar irritierte
und später auch im Interview thematisierte. Beim anschließenden Handschlag vermied Littler den Blickkontakt, verließ die Bühne sichtlich frustriert und musste sich nach einem intensiven Heimspiel aus dem Turnier verabschieden.
Im letzten Viertelfinale knüpfte Josh Rock an seinen ersten Saisonsieg in Berlin an. Mit einem 6:4-Erfolg gegen Jonny Clayton zog der Nordire ins Halbfinale ein – trotz eines überragenden Clayton-Averages von mehr als 107 Punkten. Rock selbst blieb mit 102 Punkten im Schnitt ebenfalls auf Topniveau.
Im ersten Halbfinale folgte dann die stärkste Vorstellung des Abends: Price dominierte Bunting mit 6:2 und spielte dabei einen herausragenden Average von 112,91 Punkten. Der Waliser präsentierte sich in Manchester in bestechender Form und zog hochverdient ins Spieltagsfinale ein.
Dort traf Price auf van Veen, der seine Emotionen aus dem Viertelfinale offensichtlich in zusätzliche Energie umwandeln konnte. Gegen Rock setzte sich der Niederländer mit 6:3 durch und sicherte sich damit sein Ticket für das Endspiel des Abends in Manchester.
Price setzt sich die Krone auf
Im Finale knüpfte Gerwyn Price nahtlos an seine zuvor gezeigten Topleistungen an und erwischte einen Start nach Maß. Gleich im ersten Leg sicherte sich „The Iceman“ mit einem brillanten 128er-Checkout das Break zum 1:0 und bestätigte dieses wenig später mit einem sicheren 15-Darter zum 2:0. Auch danach blieb Price das klar dominierende Element auf der Bühne: Mit einem weiteren spektakulären 128er-Finish nach nur zwölf Darts nahm er Gian van Veen erneut das Anwurfleg ab und stellte anschließend auf 4:0.
Van Veen stemmte sich zwar noch einmal gegen die drohende Niederlage und verkürzte mit einem 17-Darter auf 1:4, doch Price ließ sich an diesem Abend nicht mehr aus dem Rhythmus bringen. Mit einem 84er-Finish nach 15 Darts zog der Waliser auf 5:1 davon. Zwar gelang van Veen mit einem weiteren 17-Darter noch das 2:5, die Entscheidung konnte er damit jedoch nur kurz hinauszögern: Wenig später machte Price mit einem 44er-Checkout alles klar und sicherte sich souverän den Tagessieg am neunten Spieltag der Premier League Darts in Manchester.