Vorschau Premier League Darts Abend 9 in Manchester: Kracher zwischen Van Veen und Littler, Van Gerwen gegen Bunting

PDC
Mittwoch, 01 April 2026 um 20:00
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Am Donnerstagabend, dem 2. April 2026, macht die Premier League Darts Station in Manchester. Der neunte Spieltag bringt mehrere hochkarätige Begegnungen – allen voran die Neuauflage des jüngsten WM-Finals zwischen Gian van Veen und Luke Littler. Auch Michael van Gerwen greift wieder ins Geschehen ein und eröffnet den Abend gegen Stephen Bunting.
Manchester gehört seit Jahren zu den traditionsreichsten Austragungsorten der Premier League. Schon bei der Premiere im Jahr 2005 fand hier das Finale statt – damals noch im G-MX Centre, wo Phil Taylor den Titel gewann. Trotz wachsender Liga und angepasstem Format hat die Stadt ihren festen Platz im Kalender behalten. Heute bildet die AO Arena die Bühne für Darts auf höchstem Niveau.

Spielplan Premier League Darts 2026

Donnerstag, 02.04.2026 (ab 20:00 Uhr)

AO Arena, Manchester – 9. Spieltag

Zeit Spieler 1 v Spieler 2 Runde
20:15 Michael van Gerwen v Stephen Bunting VF
20:45 Gerwyn Price v Luke Humphries VF
21:15 Gian van Veen v Luke Littler VF
21:45 Jonny Clayton v Josh Rock VF

Michael van Gerwen v Stephen Bunting

Der Abend beginnt mit einem Duell, das klare Vorzeichen mit sich bringt: Michael van Gerwen trifft auf Stephen Bunting. Der Niederländer erlebt bislang eine wechselhafte Kampagne. Zu Beginn setzte er mit einem Wochensieg und einem Finaleinzug ein starkes Ausrufezeichen. Doch dann folgte ein Rückschlag: Krankheitsbedingt verpasste er Spieltag drei – und verlor danach spürbar an Rhythmus.
In den Wochen vier bis sechs blieb van Gerwen ohne Sieg, wodurch er in der Tabelle zurückfiel. Erst in Dublin kam wieder Bewegung in seine Saison, wenn auch unter ungewöhnlichen Umständen. Weil Gian van Veen kurzfristig ausfiel, sicherte sich „MVG“ kampflos Punkte. In der vergangenen Woche meldete er sich dann auch sportlich zurück und erreichte das Finale, unterlag dort jedoch Luke Littler. Dennoch verbesserte er sich auf Rang vier und steht nun bei 13 Punkten.
Stephen Bunting steht dagegen deutlich stärker unter Druck. Der Engländer erwischte einen katastrophalen Start und blieb in den ersten drei Wochen ohne Zähler. Dann folgte der überraschende Wendepunkt: An Spieltag vier gewann „The Bullet“ aus dem Nichts den Abend und sammelte fünf wichtige Punkte. Doch die erhoffte Wende blieb aus.
In den darauffolgenden Wochen fand Bunting nicht mehr zu Konstanz. Nur ein weiterer Auftaktsieg steht zu Buche, weshalb er mit sieben Punkten auf Platz sieben rangiert. Um die Play-offs noch zu erreichen, braucht er dringend eine Serie – und zwar sofort.
Auch der direkte Vergleich spricht klar für van Gerwen. Bereits am ersten Spieltag setzte er sich deutlich mit 6:2 durch. Insgesamt gewann der Niederländer 25 der bisherigen 30 Duelle. Für Bunting wird es also nicht nur eine Frage der Form, sondern auch des Selbstvertrauens.
Luke Littler und Michael van Gerwen umarmen sich auf der Bühne.
Van Gerwen verlor vergangene Woche in Berlin das Finale gegen Luke Littler.

Gerwyn Price v Luke Humphries

Im zweiten Match treffen mit Gerwyn Price und Luke Humphries zwei Spieler aufeinander, die fest im Rennen um die Play-offs stehen. Price präsentiert sich bislang als einer der konstantesten Akteure der Saison. Fünf gewonnene Auftaktmatches in acht Wochen unterstreichen seine Stabilität.
Zweimal schaffte es „The Iceman“ bis ins Finale, einmal holte er sich sogar den Tagessieg. Diese Leistungen bringen ihn aktuell auf Rang drei mit 13 Punkten. Price überzeugt vor allem durch seine Präsenz auf der Bühne und seine Fähigkeit, auch in engen Situationen die entscheidenden Darts zu setzen.
Luke Humphries bleibt dagegen ein wenig hinter den Erwartungen zurück. Der Weltranglistenzweite wartet noch auf seinen ersten Wochensieg – ein Umstand, der in dieser Form überrascht. Zwar erreichte er an Spieltag sechs das Finale, musste sich dort aber Jonny Clayton geschlagen geben.
Zusätzlich schied Humphries mehrfach früh aus und sammelte so weniger Punkte als erhofft. Vier gewonnene Auftaktmatches reichen aktuell nur für Platz fünf mit 11 Punkten. Dennoch bleibt er in Schlagdistanz zu den Top vier.
Das direkte Duell verspricht maximale Spannung. In dieser Saison trafen beide bereits zweimal aufeinander und teilten sich die Siege. Auch insgesamt bewegen sich beide auf Augenhöhe: Price führt den Vergleich nur knapp an. Kleinigkeiten könnten also den Unterschied machen – etwa die Doppelquote oder die Chancenverwertung in den entscheidenden Legs.

Gian van Veen v Luke Littler

Im dritten Viertelfinale steht das wohl meistbeachtete Spiel des Abends an. Gian van Veen trifft auf Tabellenführer Luke Littler – und damit kommt es zur Neuauflage des WM-Finals.
Van Veen startete furios in seine erste Premier-League-Saison. In den ersten vier Wochen erreichte er gleich dreimal das Finale und spielte sich damit sofort ins Rampenlicht. Auch wenn er keinen dieser Abende gewinnen konnte, sammelte er wichtige Punkte und etablierte sich im oberen Tabellenbereich.
Doch danach riss der Faden. Zwei frühe Niederlagen warfen ihn zurück, ehe gesundheitliche Probleme hinzukamen. Aufgrund von Nierensteinen musste er Spieltag sieben auslassen und blieb so mehrere Wochen ohne Punkte. Auch seine Rückkehr verlief noch nicht nach Plan, weshalb er aktuell mit neun Punkten auf Rang sechs steht.
Ganz anders präsentiert sich Luke Littler. Der junge Engländer begann die Saison ungewohnt schwach und gewann in den ersten vier Wochen nur ein Auftaktmatch. Kurzzeitig geriet sogar seine Play-off-Teilnahme in Zweifel.
Doch dann folgte die eindrucksvolle Antwort. Littler gewann Spieltag fünf und fand anschließend zu seiner gewohnten Dominanz zurück. Ein Halbfinale, gefolgt von zwei aufeinanderfolgenden Tagessiegen, katapultierten ihn an die Tabellenspitze. Mit 21 Punkten hat er sich bereits ein komfortables Polster erarbeitet.
Trotz dieser Ausgangslage bleibt van Veen ein unangenehmer Gegner. Er konnte Littler bereits einmal in dieser Saison schlagen und weist auch insgesamt eine respektable Bilanz gegen ihn auf. Dennoch geht Littler als klarer Favorit ins Match – vor allem, weil noch offen ist, in welcher Verfassung van Veen nach seiner gesundheitlichen Pause tatsächlich ist.
Luke Littler zeigt mit dem Finger in Richtung seiner eigenen Anhänger.
Littler führt nach acht Spielwochen die Tabelle mit 21 Punkten und drei Wochentiteln an.

Jonny Clayton v Josh Rock

Den Abschluss des Abends bildet das Duell zwischen Jonny Clayton und Josh Rock – zwei Spieler, deren Saisonverläufe kaum unterschiedlicher sein könnten.
Clayton gehört bislang zu den prägenden Figuren dieser Premier-League-Spielzeit. Der Waliser erreichte in den ersten sechs Wochen gleich drei Finals und gewann davon zwei. Mit dieser Serie setzte er sich früh an die Tabellenspitze und überzeugte durch konstantes Scoring sowie starke Checkout-Quoten.
In den vergangenen beiden Wochen verlor Clayton jedoch jeweils sein Auftaktmatch. Dadurch büßte er die Führung ein und rutschte hinter Littler auf Rang zwei ab. Mit 19 Punkten bleibt er aber klar auf Play-off-Kurs.
Für Josh Rock stellt sich die Situation völlig anders dar. Der Nordire erlebt eine schwierige Debütsaison und wartete lange auf sein erstes Erfolgserlebnis. Sieben Spieltage lang gelang ihm kein einziger Auftaktsieg – ein harter Start auf höchstem Niveau.
Dennoch gab es einzelne Lichtblicke. In Belfast sorgte Rock trotz Niederlage gegen van Veen für einen besonderen Moment, als er einen Neundarter spielte. Dieser perfekte Leg zeigte, welches Potenzial in ihm steckt.
In der vergangenen Woche folgte schließlich der nächste Schritt: Rock gewann sein erstes Match – und das ausgerechnet gegen Clayton. Dieser Erfolg könnte ihm neues Selbstvertrauen geben und ihm helfen, befreiter aufzuspielen.
Auch der direkte Vergleich liefert interessante Zahlen. In dieser Premier League steht es 1:1. Insgesamt hat Rock sogar leicht die Nase vorn. In 13 Duellen gewann er siebenmal, Clayton sechs. Das unterstreicht, dass dieses Duell trotz unterschiedlicher Tabellenlage keineswegs ein Selbstläufer wird.
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