Baltic Sea Darts Open: Niko Springer siegt in Kiel - Deutscher Lichtblick nach Niederlagen von Wenig, Krohne und Hausotter
PDC
Die Baltic Sea Darts Open 2026 in Kiel haben am Freitagabend die erste Runde abgeschlossen. In der Merkur Ostseehalle wurden die letzten acht Erstrundenpartien gespielt. Das Turnier ist das achte von insgesamt fünfzehn European-Tour-Events im PDC-Kalender und lieferte eine Abendsession mit mehreren deutschen Geschichten.
Aus deutscher Sicht standen vier Spieler im Fokus. Lukas Wenig zeigte gegen Kevin Doets starke High Finishes, musste sich aber geschlagen geben. Paul Krohne erwischte gegen Dirk van Duijvenbode einen bitteren Abend, während Marcel Hausotter gegen Joe Cullen immerhin den Whitewash verhinderte.
Den deutschen Lichtblick setzte am Ende Niko Springer. Gegen den ungarischen Qualifikanten Nandor Major gewann Springer mit 6:2 und zog souverän in die zweite Runde ein. Damit rettete er aus deutscher Sicht den Abend in Kiel.
Wir haben die komplette Abendsession der Baltic Sea Darts Open 2026 mit allen acht Partien im Liveticker begleitet.
Niko Springer bricht den Bann und sorgt für den deutschen Lichtblick
Niko Springer hat den deutschen Abend bei den Baltic Sea Darts Open in Kiel gerettet. Nachdem Lukas Wenig, Paul Krohne und Marcel Hausotter ihre Erstrundenpartien verloren hatten, sorgte der 24-Jährige im letzten Match mit deutscher Beteiligung doch noch für den ersehnten Heimsieg.
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Springer setzte sich mit 6:2 gegen Nandor Major durch und überzeugte dabei mit einem Average von 93,25 Punkten. Der Ungar kam auf 86,60 Punkte im Schnitt, konnte Springer nach einem ordentlichen Start aber nicht dauerhaft unter Druck setzen.
Dabei begann die Partie noch mit einem gewonnenen Anwurfleg für Major. Springer antwortete jedoch sofort, glich zum 1:1 aus und blieb danach immer stabiler. Besonders wichtig war das Break zum 3:2, mit dem der Deutsche erstmals die Kontrolle übernahm.
Major ließ später die große Chance zum 4:3 liegen, als er 18 Rest nicht auschecken konnte. Springer bestrafte das eiskalt, breakte zum 5:2 und machte anschließend sein eigenes Leg zum 6:2 zu. Damit steht Springer in der zweiten Runde und sorgt dafür, dass die deutschen Fans in Kiel doch noch jubeln durften.
Lukas Wenig glänzt mit High Finishes, verliert aber gegen Kevin Doets
Lukas Wenig hatte gegen Kevin Doets spektakuläre Momente, musste sich am Ende aber mit 3:6 geschlagen geben. Der Deutsche spielte einen Average von 89,84 Punkten, Doets lag mit 92,35 etwas darüber.
Wenig erwischte einen Traumstart und checkte direkt im ersten Leg 160 Punkte. Später legte er sogar noch ein 170er-Finish nach und verkürzte damit auf 3:2. Die Highlights gehörten also eindeutig dem Deutschen.
Das Problem: Doets war über die gesamte Distanz der stabilere Spieler. Wenig ließ vor allem in den wichtigen Momenten auf die Doppel zu viel liegen. Der Niederländer nutzte diese Fehler, zog auf 5:2 davon und machte das Match schließlich mit einem 87er-Finish zum 6:3 zu.
Paul Krohne geht gegen van Duijvenbode unter
Für Paul Krohne wurde es ein bitterer Abend. Gegen Dirk van Duijvenbode setzte es eine klare 0:6-Niederlage. Der Deutsche kam nur auf einen Average von 78,74 Punkten, während van Duijvenbode mit 86,71 Punkten ebenfalls nicht überragend spielte, aber deutlich konsequenter war.
Krohne hatte vor allem in den frühen Legs seine Chancen. Besonders das zweite Leg tat weh: Der Deutsche stand bei 40 Rest, konnte das Leg aber nicht ausmachen. Van Duijvenbode nutzte die offene Tür und breakte zum 2:0.
Danach rutschte Krohne immer tiefer in das Match hinein. Van Duijvenbode musste nicht zaubern, blieb aber abgeklärter auf den Doppeln. Beim Stand von 5:0 drohte der Whitewash bereits, und im sechsten Leg machte der Niederländer den klaren Sieg perfekt.
Marcel Hausotter verhindert nur den Whitewash gegen Joe Cullen
Auch Marcel Hausotter musste sich in der ersten Runde verabschieden. Gegen Joe Cullen verlor der Deutsche deutlich mit 1:6. Cullen spielte einen Average von 92,78 Punkten, Hausotter kam auf 84,77.
Cullen bestimmte die Partie früh und zog schnell auf 5:0 davon. Hausotter kam zwar immer wieder in den Finishbereich, bekam aber kaum echte Chancen, Legs zu gewinnen. Cullen war auf den Doppeln zu stabil und bestrafte fast jede offene Tür.
Immerhin verhinderte Hausotter im sechsten Leg den Whitewash. Mit seinem einzigen Leggewinn verkürzte er auf 1:5, doch mehr war nicht drin. Cullen brachte das Match anschließend souverän zum 6:1 über die Linie.
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Zonneveld gewinnt niederländisches Duell gegen Veenstra
Zum Auftakt der Abendsession setzte sich Niels Zonneveld mit 6:4 gegen Richard Veenstra durch. Zonneveld spielte einen Average von 89,34 Punkten, Veenstra kam auf 82,56.
Veenstra kämpfte sich nach Rückständen zwar immer wieder heran, doch Zonneveld blieb in den entscheidenden Momenten stabiler. Am Ende checkte er Doppel 8 zum 6:4 und zog in die zweite Runde ein.
Menzies überrascht Rob Cross mit starkem Auftritt
Cameron Menzies sorgte für eines der Ausrufezeichen des Abends. Der Schotte schlug Rob Cross mit 6:4 und spielte dabei einen starken Average von 108,41 Punkten. Cross kam selbst auf gute 99,02 Punkte, musste sich aber dennoch geschlagen geben.
Menzies drehte die Partie nach Rückstand, setzte mehrere starke Scoring-Phasen und glänzte unter anderem mit einem 170er-Finish. Cross kam von 2:5 noch einmal auf 4:5 heran, doch Menzies blieb im letzten Leg ruhig und machte den Sieg perfekt.
Bialecki dreht Partie gegen Hurrell
Sebastian Bialecki gewann sein Match gegen James Hurrell mit 6:3 und überzeugte mit einem Average von 100,35 Punkten. Hurrell lag bei 86,09 und konnte seine frühe Führung nicht halten.
Der Engländer führte zunächst mit 3:1, doch danach übernahm Bialecki komplett. Der Pole gewann fünf Legs in Serie und drehte die Partie eindrucksvoll. Ein 121er-Checkout war dabei der wichtigste Moment auf dem Weg zum Sieg.
O’Connor bezwingt Reyes in engem Duell
William O’Connor setzte sich mit 6:4 gegen Cristo Reyes durch. Der Ire spielte einen Average von 94,20 Punkten, Reyes kam auf 88,75.
Reyes kämpfte sich zwischenzeitlich auf 4:4 zurück, doch O’Connor antwortete sofort mit dem Rebreak zum 5:4. Anschließend brachte er sein eigenes Leg durch und machte den Sieg perfekt. Damit komplettierte O’Connor einen soliden Auftritt in einer engen Partie.
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Pascal MichielsSEO-Manager, Sportjournalist und Mentor
Pascal Michiels ist Chefredakteur von Dartsnews.de und verantwortlich für die strategische, redaktionelle und SEO-basierte Ausrichtung der Plattform. In dieser Rolle steuert er redaktionelle Standards, Themenpriorisierung und Qualitätskontrolle und arbeitet eng mit Redaktion und Management zusammen, um Reichweite, Sichtbarkeit und inhaltliche Qualität nachhaltig zu stärken.
Er lebt in Brüssel und absolvierte ein Studium der Wirtschaftsingenieurwissenschaften an der Vrije Universiteit Brussel. Seine berufliche Laufbahn begann er im Bereich Media Analysis bei Report International, wo er unter anderem für internationale Kunden wie Mercedes, BMW, Opel, Ford Europe sowie Olympiabewerbungen tätig war. Dort leitete er ein internationales Team von mehr als zwanzig angehenden Journalistinnen und Journalisten und sammelte umfangreiche Erfahrung in redaktioneller Koordination, Medienanalyse und Leistungsbewertung.
In den folgenden Jahren arbeitete Pascal als Business-IT-Coach und selbstständiger Berater, unter anderem in langfristigen Projekten für GlaxoSmithKline. Später wechselte er in den Bildungsbereich und unterrichtete Jugendliche mit Autismus-Spektrum-Störung.
Bei Dartsnews.de verantwortet er heute die redaktionelle Governance der Plattform. Dazu zählen die Festlegung von Quellenstandards, die Sicherstellung von Genauigkeit und Konsistenz sowie die Koordination von Aktualisierungen und Korrekturen bei neuen, verifizierten Informationen. Neben seiner strategischen Arbeit ist er auch redaktionell tätig und unterstützt das Team bei Textstruktur, Themenwahl und Headline-Optimierung.
Darüber hinaus ist Pascal auch in die strategische Entwicklung von Radsportaktuell.de eingebunden.
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Aktuelle Kommentare
- Keiner der Spieler darf sich über Pfiffe oder nicht vorhandenen Respekt beschweren. Ich war Donnerstag, Freitag, Samstagabend und Sonntagnachmittag vor Ort. Es war immer ein sehr faires Publikum. Und wenn Littler und seine Mutter jetzt auch noch respektvoll mit anderen Spielern umgehen, sollte den Aussagen von Littler nichts im Wege stehen.
Grobi25-10-2026 - Sorry, Mensur, zu spät. Wer solche Aussagen in tiefer Emotionalität äußert, der meint diese ernst. Denn das rationale Denken funktioniert in solchen (positiven) Stressmomenten seltens. Und wenn die Wahrnehmung so eingeschränkt ist, dass ich als Profispieler nicht mitbekomme, dass mein Gegner Matchdarts hat, dann stimmt in der Wahrnehmung etwas nicht. Also sorry, Mensur. Entschuldigung nicht angenommen, zumindest von mir. Und was vom Inhalt seines Statement ist mit KI geschrieben? Steht ganz oben. NI wäre hier angebracht gewesen.
Grobi12-10-2026 - Weiß man ob es die rechte oder linke Hand ist? In jedem Fall extrem bitter….Robertuil09-10-2026
- Ricke Evans ist Stand jetzt für die WM qualifiziert. Quelle: Dartsrankings In der ProTour Rangliste werden die Personen rausgerechnet, die bereits qualifiziert sind. Das hat der Autor hier nicht berücksichtigt.FabianD24-09-2026
- Aspinall lag 1:3 hinten , nicht 1:4 🎯Pool1809419-09-2026
- Was ein toller Mensch er doch gewesen ist. Der deutsche Dartsport wäre ohne ihn lange nicht da, wo er heute wäre. Super Artikel 👍ArturBoruc24-08-2026
- Und wer ist jetzt für Amsterdam qualifiziert?Julian1122-08-2026
- Er hat keinen Bock auf Deutschland und findet es hier schrecklich, weil er (zwei-)mal bei einem oder zwei Turnieren von einigen "Dartfans" ausgepfiffen wurde. Das mochte er nicht und deswegen bleibt es Deutschland fern. Ausnahme war der World Cup, da siegte sein Patriotismus und der Ehrgeiz, einmal alles gewonnen zu haben. Er hat es auch mal selbst so geschrieben bzw gesagt, dass er Deutschland (gemeint sind wahrscheinlich Turniere in Deutschland) schrecklich findet.
Grobi18-08-2026 - Danke für den ausführlichen Bericht über Jamie. Generell finde ich es klasse das du dich "fast vergessenen Spielern" annimmst. Wäre grundsätzlich bei Dartnews ein interessantes Dauerthema.XJRLion18-08-2026
- „Littler findet Deutschland einfach ein schreckliches Land“Reißerische Überschrift, aber Gründe lieferst du leider keine. Klar kann man verstehen das einige Topspieler, wie kürzlich Gary Anderson, sagten das er "keinen Bock darauf habe" mehrere Std. am Flughafen zu stehen bis es aufgrund aller Kontrollen weitergeht. Doch erklär uns, gerade aufgrund deiner Überschrift, bitte warum Luke scheinbar grundsätzlich keinen Bock auf Deutschland hat.XJRLion18-08-2026










