„Meine Pfeile, mein Trikot, meine Hose: alles ist drin“ – Van Veen muss in Neuseeland wegen Gepäckproblemen womöglich improvisieren

PDC
Mittwoch, 12 August 2026 um 11:45
Gian van Veen (1)
Die Vorbereitung von Gian van Veen auf die New Zealand Darts Masters verläuft alles andere als geplant. Der Niederländer ist mittlerweile auf der anderen Seite der Welt angekommen, doch sein wichtigstes Gepäck fehlt. Sein Koffer blieb in Paris zurück, darin liegen unter anderem seine eigenen Darts und seine Spielkleidung.
Van Veen reiste gemeinsam mit seiner Freundin Kyana frühzeitig nach Neuseeland. So wollte der Niederländer ausreichend Zeit haben, um sich von der langen Reise zu erholen und sich an die Zeitverschiebung zu gewöhnen. Zudem bot die frühe Ankunft die Möglichkeit, vor dem World-Series-Turnier noch etwas von Neuseeland zu sehen.
„Es gibt zehn Stunden Zeitunterschied, also willst du dich schon ein wenig anpassen. Nicht, dass du am Freitag mit einem schläfrigen Kopf auf der Bühne stehst“, erklärt Van Veen im Gespräch mit AD.nl. „Man ist hier nicht so oft, also ist es auch schön, etwas vom Land zu sehen.“
Die Reise selbst dauerte mehr als dreißig Stunden und führte über Brüssel, Paris, Doha und Adelaide nach Auckland. Van Veen und seine Freundin kamen planmäßig am Sonntagabend an, doch ihre Koffer machten die komplette Reise nicht mit. Das Gepäck befindet sich laut der letzten Information weiterhin in Paris. „Aber ja, wenn dein Koffer dann nicht auftaucht …“

Van Veen wartet auf Klarheit

Mit dem Start der New Zealand Darts Masters am Freitag beginnt die Zeit inzwischen zu drängen. Van Veen versucht über die Fluggesellschaft Qatar Airways Klarheit zu bekommen, wann sein Gepäck doch noch in Neuseeland ankommt.
„Ich hänge seit einigen Stunden intensiv im Livechat mit Qatar Airways, damit die Koffer so schnell wie möglich hierherkommen. Wir haben jetzt gehört, dass sie am Donnerstagabend da sein sollten. Aber vor zwei Tagen hieß es, wir müssten die Koffer schon haben, und das ist auch nicht passiert. Es heißt abwarten.“
Für Van Veen ist die Situation besonders ärgerlich, weil nicht nur seine normale Kleidung im Koffer steckt. Auch so gut wie alles, was er beim Turnier benötigt, befindet sich noch in seinem Gepäck. „Meine Darts, mein Shirt, meine Hose: alles ist drin.“
Dass seine Darts nicht im Handgepäck waren, war keine bewusste Wette. Dartspieler dürfen ihre Pfeile nicht im Handgepäck mitführen und sind bei Flugreisen daher auf ihr aufgegebenes Gepäck angewiesen.
Van Veen erlebte eine ähnliche Situation schon einmal, doch damals traten die Probleme auf der Rückreise in die Niederlande auf. Dadurch waren die Folgen erheblich geringer. „Es ist mir einmal zuvor passiert, aber das war auf dem Rückweg in die Niederlande, also war das nicht so schlimm.“

Ersatzpfeile nicht ganz identisch

Für normale Kleidung hat Van Veen inzwischen eine Übergangslösung gefunden, indem er in Auckland einkaufen ging. Der Ersatz seiner Wettkampfpfeile erweist sich als deutlich komplizierter.
Der Niederländer besuchte einen lokalen Dartshop, um Ersatzmaterial zu besorgen. Dort fand er zwar Pfeile, mit denen er vorerst trainieren kann, doch sein gewohntes Setup ließ sich nicht vollständig nachbilden.
„Wir waren hier in einem Dartshop für Pfeile, aber ich habe eine spezielle Spitze auf meinen Pfeilen, die hier nicht verkauft wird“, so Van Veen. „Ich habe jetzt also Pfeile, mit denen ich werfen kann, aber sie sind nicht dieselben.“
Auch beim Trikot muss möglicherweise improvisiert werden. Die PDC hat in England noch ein Exemplar von Van Veens Shirt und bringt dieses mit nach Neuseeland. Das bietet zumindest eine Lösung für sein erstes Match, doch Van Veen hofft selbstverständlich, länger als nur einen Tag im Turnier aktiv zu sein.
„Die PDC hat ein Shirt von mir in England, das nehmen sie mit. Aber ja: Ich habe am Donnerstag einen Medientag und hoffe dann nach Freitag auch am Samstag zu spielen. Dann hoffst du auf mehr als ein Shirt. Vielleicht muss ich nach ein paar ordentlichen Polos suchen, in denen ich werfen kann.“
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