Players Championship 17: Luke Humphries krönt Weltklasse-Tag mit drittem Saisontitel in Leicester

PDC
durch Nic Gayer
Montag, 18 Mai 2026 um 20:01
Luke Humphries (1)
Luke Humphries hat bei Players Championship 17 in Leicester eindrucksvoll sein Ausnahmekönnen unter Beweis gestellt und einen überragenden Turniertag mit dem Titel gekrönt. Der Engländer marschierte mit mehreren Weltklasse-Leistungen durch das Feld und setzte sich im Finale mit 8:4 gegen Jermaine Wattimena durch.
Aus deutscher Sicht begann Players Championship 17 zunächst durchaus vielversprechend, endete jedoch in einer klaren Enttäuschung. Zwar erreichten acht der 14 deutschen Starter die zweite Runde, dort war der Turniertag aus deutscher Sicht allerdings bereits beendet: Kein deutscher Spieler schaffte den Sprung in Runde drei.

Deutsches Debakel in Leicester

Zum Auftakt sorgten zunächst mehrere Deutsche für positive Ergebnisse. Niko Springer setzte sich in einem umkämpften Decider gegen Owen Bates durch und beendete die Partie mit einem starken 11-Darter. Gabriel Clemens überzeugte beim 6:3 gegen den formstarken Luke Woodhouse mit über 99 Punkten im Average. Auch Max Hopp präsentierte sich zunächst stark und schlug Ian White mit 6:3 und knapp 100 Punkten im Schnitt. Lukas Wenig bezwang Niels Zonneveld mit 6:3, Yorick Hofkens feierte gegen Filip Bereza seinen dritten Players-Championship-Sieg der Saison, Pascal Rupprecht gewann mit 6:3 gegen Rusty-Jake Rodriguez und Marvin Kraft setzte sich im Decider gegen den fünfmaligen Weltmeister Raymond van Barneveld durch.
Eröffnete den deutschen Turniertag mit einem hochklassigen Erstrundensieg: Gabriel Clemens
Eröffnete den deutschen Turniertag mit einem hochklassigen Erstrundensieg: Gabriel Clemens
Auch das deutsch-deutsche Duell zwischen Leon Weber und Kai Gotthardt ging über die volle Distanz. Gotthardt erwischte den besseren Start und führte zwischenzeitlich mit 3:1, doch Weber kämpfte sich zurück, erzwang den Decider und entschied die Partie mit einem überragenden 12-Darter samt 90er-Finish für sich. Früh ausgeschieden waren dagegen unter anderem Ricardo Pietreczko, der sich Dirk van Duijvenbode mit 3:6 geschlagen geben musste, sowie Martin Schindler, der gegen Tom Bissell mit 3:6 unterlag. Ebenfalls in Runde eins endete der Tag für Maximilian Czerwinski, Arno Merk und Dominik Grüllich.
In der zweiten Runde kippte die deutsche Bilanz dann vollständig. Clemens unterlag Rob Owen deutlich mit 2:6, Springer musste sich Derek Coulson mit 1:6 geschlagen geben und Hofkens bekam es mit einem überragenden Luke Humphries zu tun, gegen den er trotz eines sehenswerten 122er-Finishes mit 1:6 ausschied. Weber lieferte Kevin Doets ein enges Duell, ließ im Decider jedoch Matchdarts ungenutzt und verlor mit 5:6. Hopp fand gegen Gian van Veen nicht zu seinem Spiel und unterlag mit 2:6 bei einem Average unter 80 Punkten. Auch Rupprecht (4:6 gegen Ryan Searle), Kraft (2:6 gegen Kim Huybrechts) und Wenig (1:6 gegen Ryan Meikle) scheiterten in der Runde der letzten 64 mitunter deutlich.
Damit blieb aus deutschsprachiger Sicht nur noch Mensur Suljovic im Turnier. Der Österreicher setzte sich zunächst mit 6:4 gegen Shane McGuirk durch und erreichte das Boardfinale, musste sich dort jedoch nach einem umkämpften Match im Decider gegen Stephen Bunting geschlagen geben. Spätestens damit war auch der letzte deutschsprachige Spieler aus dem Wettbewerb ausgeschieden.

Humphries überragt mit Weltklasse-Leistungen

Im weiteren Turnierverlauf rückte vor allem Humphries in den Mittelpunkt. Der Engländer spielte sich mit Averages von 112,18, 103,83 und 109,11 Punkten in das Achtelfinale und ließ dort Christian Kist beim 6:2 mit erneut über 105 Punkten im Schnitt keine Chance. Auch im Viertelfinale setzte Humphries seinen Lauf fort und bezwang den formstarken Wessel Nijman mit 6:3.
Die weiteren Achtelfinals brachten einige enge Entscheidungen: Bunting setzte sich mit 6:5 gegen Damon Heta durch, Nijman bezwang Andrew Gilding ebenfalls im Decider, während Rob Owen Maik Kuivenhoven mit 6:2 ausschaltete. Danny Noppert gewann mit 6:3 gegen Searle, van Duijvenbode bezwang Keane Barry mit 6:4, Doets setzte sich mit 6:2 gegen Ross Smith durch und Jermaine Wattimena schlug Dimitri Van den Bergh deutlich mit 6:2.
In der heißen Turnierphase entwickelte sich anschließend ein stark niederländisch geprägtes Bild. Neben Humphries erreichten Noppert, Doets und Wattimena das Halbfinale. Noppert setzte sich im Viertelfinale mit 6:5 gegen Owen durch, Doets bezwang van Duijvenbode mit 6:4 und Wattimena gewann mit 6:3 gegen Bunting. Im ersten Halbfinale lieferte Wattimena dann eine herausragende Vorstellung ab: Mit einem 111er-Average ließ er Doets beim 7:2 kaum eine Chance und zog souverän ins Endspiel ein. Humphries komplettierte das Finale wenig später mit einem 7:3-Erfolg über Noppert und bestätigte damit seine Rolle als überragender Spieler des Tages.

Humphries krönt überragenden Turniertag

Das Finale begann zunächst mit einem Ausrufezeichen von Jermaine Wattimena. Der Niederländer eröffnete das Endspiel mit einem überragenden 11-Darter und bestätigte das frühe Break anschließend mit einem 17-Darter zur 2:0-Führung. Humphries fand jedoch schnell in die Partie, holte sich mit einem 13-Dart-Hold sein erstes Leg und landete wenig später mit einem 71er-Checkout das Re-Break zum 2:2.
Anschließend übernahm Cool Hand Luke zunehmend die Kontrolle. Mit einem starken 112er-Finish nach zwölf Darts drehte Humphries die Partie erstmals zu seinen Gunsten und ging mit 3:2 in Führung. Wattimena stoppte den Lauf seines Gegners zwar noch einmal mit einem sehenswerten 66er-Finish in zwei Darts, doch Humphries antwortete mit einem 78er-Checkout zur erneuten Führung.
Der entscheidende Moment folgte beim Stand von 4:3: Humphries landete mit einem 18-Darter und einem wichtigen Treffer auf der Doppel-5 das Break und setzte sich erstmals deutlicher ab. Danach ließ der Engländer nichts mehr anbrennen. Beide Spieler hielten zunächst ihren Anwurf, ehe Humphries erneut auf der Doppel-5 zur 7:4-Führung checkte und nur noch ein Leg vom Titel entfernt war.
Wenig später machte Humphries seinen Triumph mit einem abschließenden 14-Darter perfekt. Mit einem Average von 104,89 Punkten krönte der Weltranglistenzweite seinen dominanten Turniertag und gewann Players Championship 17 durch einen verdienten 8:4-Finalsieg über Wattimena.
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