Raymond van Barneveld steht seit rund 30 Jahren an der Spitze des Dartsports. Im Podcast 'Dartpraat' blickte der 57-jährige Niederländer auf einige entscheidende Momente seiner Karriere zurück.
Van Barneveld schaffte 1995 den Durchbruch in der breiten Öffentlichkeit, als er das Finale der BDO-Weltmeisterschaft erreichte. "Ich war Postbote und träumte von einer Karriere als Profi und davon, Weltmeister zu werden", sagt van Barneveld.
"Dann habe ich gegen Richie Burnett gespielt und das ganze Land war in Aufruhr. Dieses Turnier war sehr wichtig für mich. Da habe ich mir gesagt: Wenn du Zweiter werden kannst, kannst du auch Weltmeister werden."
Drei Jahre später wurde Van Barneveld auch tatsächlich Weltmeister. "Der erste Weltmeistertitel hat mein Leben natürlich komplett verändert", sagt er. "Mit meinem Hobby konnte ich meinen Traum verwirklichen."
Wechsel zur PDC
Nach seiner Zeit bei der BDO wechselte van Barneveld zur PDC. "Das mag verrückt klingen, aber wenn man zur PDC geht, dann tut man das nur für einen Mann und das ist Phil Taylor. Ihn dann im Finale zu schlagen ist ein Traum. Es sind Weltmeisterschaftsfinale, ich weiß. Aber das hat dazu geführt, dass ihr zum Beispiel jetzt hier sitzt. Sonst wäre das nie möglich gewesen."
Van Barneveld gehört inzwischen zu den alten Hasen auf der Pro Tour. Der Unterschied zur jüngeren Generation ist enorm, vor allem die Menge an Nachrichten, die sie in den sozialen Medien veröffentlichen. "Früher hatte man so etwas überhaupt nicht. Ich kann mich noch daran erinnern, als ich meinen ersten Laptop hatte. Den habe ich mit nach Lakeside genommen, und dann konnte ich ins Internet gehen. Ich hatte zehntausende von E-Mails und das war wirklich nicht normal. Leute, die mir etwas anbieten wollten oder mir Glück wünschten, manchmal auch Frauen. Wo kommt das alles her?"
"Ein Tipp, den ich jüngeren Dartspielern immer gebe: Habt eine Vision. Wenn du gerne mit deinen Freunden Dart spielen willst, dann tu das auf jeden Fall. Aber wenn du Fortschritte machen willst und der Beste der Besten werden willst, musst du damit rechnen, dass du dich selbst oft verleugnen musst. Kann das jeder verkraften? Ich sage ganz klar nein, denn es ist wirklich nicht einfach."
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Die deutsche Sportjournalistin kam als Seiteneinsteigerin zum Journalismus und entdeckte 2021 ihre Leidenschaft für den Darts-Sport. Seitdem hat sie sich ein beachtliches Portfolio aufgebaut und sich als feste Größe in der Darts-Berichterstattung etabliert. Neben ihrer Arbeit für dartsnews.de schreibt sie gelegentlich auch für dartsnews.com, wo ihre Artikel ein internationales Publikum erreichen.
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