Raymond Smith dominiert den letzten Spieltag der ANZ Premier League – Simon Whitlock sichert sich Play-off-Ticket
PDC
Raymond Smith hat am Samstagabend bei der ANZ Premier League Darts einmal mehr seine Klasse unter Beweis gestellt. Der Australier gewann an der Gold Coast den siebten Spieltag der Saison und setzte sich im Finale in einem packenden Krimi mit 5:4 gegen Simon Whitlock durch. Mit diesem Erfolg festigt Smith seinen Status als der Spieler, den es vor der Finals Night nächste Woche in Brisbane zu schlagen gilt.
In einer Neuauflage des Endspiels vom zweiten Abend in Newcastle – den Smith ebenfalls für sich entschieden hatte – behielt „The Guru“ erneut die Oberhand. Es war bereits sein zweiter Sieg der Saison und sein viertes Finale. Der Triumph gibt ihm nicht nur weiteres Selbstvertrauen, sondern bringt ihm zusätzlich 2.000 australische Dollar ein.
Smith behält im Finale die Nerven
Das Endspiel blieb bis zum letzten Pfeil hochspannend. Whitlock setzte im entscheidenden Leg mit einer starken 177 ein klares Zeichen und stellte sich auf 20 Restpunkte. Doch Smith behielt die Nerven und checkte unter Druck 100 Punkte über die Doppel 16. „Wenn ich verfehle, bin ich erledigt“, sagte ein erleichterter Smith danach. „Ich war sehr froh, dass ich dieses Leg getroffen habe, besonders nachdem ich letzte Woche zwei Matchdarts verfehlt hatte. Mein Donnerstagabend-Team war hier, und das bedeutet mir sehr viel. Das hier ist mein Zuhause, also bin ich wirklich unglaublich glücklich.“
Smith hatte sich den ersten Platz der Rangliste bereits vor dem Finale gesichert. Im Viertelfinale ließ er Jonny Tata beim 5:1 keine Chance und blieb damit in dieser Turnierphase ungeschlagen. Im Halbfinale zeigte er anschließend seine ganze Klasse, als er mit vier Legs in Serie den 5:2-Erfolg gegen Tim Pusey perfekt machte.
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Whitlock blickt optimistisch Richtung Finals Night
Für Simon Whitlock war es die zweite Finalteilnahme in dieser Saison. Seinen Einzug ins Halbfinale machte er zunächst mit einem 5:3 gegen Ben Robb perfekt, ehe er Landsmann Brody Klinge mit dem gleichen Ergebnis bezwang.
Trotz der knappen Finalniederlage überwog bei Whitlock die Zufriedenheit: „Ich bin wirklich zufrieden mit dem heutigen Abend. Es war wichtig, dieses erste Spiel zu gewinnen. Ich wusste, dass ich gewinnen musste, um mir einen Platz für die nächste Woche zu sichern, also war das sehr wichtig. Ray ist momentan der beste australische Spieler, der Maßstab, an dem sich alle messen wollen. Ich habe noch keine Nacht gewonnen, aber wer weiß... vielleicht klappt es ja nächste Woche.“
Letzte Nacht in Brisbane entscheidet über den Titel
Auch Tim Pusey qualifizierte sich für die Play-offs – wenn auch nach einem kleinen Zittern. Sein 5:4-Sieg über Bailey im Viertelfinale reichte erst sicher, nachdem Whitlock Brody Klinge ausgeschaltet hatte. Klinge hatte zuvor noch beeindruckt, als er Joe Comito mit 5:0 besiegte. Doch der deutliche Erfolg kam zu spät, um sich noch für die Finalnacht zu qualifizieren.
Am Samstag, den 22. November, fällt in Brisbane die Entscheidung der ANZ Premier League. Im Halbfinale trifft Raymond Smith auf Tim Pusey, während Jonny Tata gegen Simon Whitlock antritt. Die beiden Sieger kämpfen anschließend um das Hauptpreisgeld von 30.000 australischen Dollar – und um ein Ticket für die PDC Darts WM 2026. Die Halbfinals werden im Best-of-15-Format ausgetragen, das große Finale im Best-of-19-Modus.
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Nic GayerRedakteur
Nic Gayer ist seit 2022 im Journalismus tätig und begann seine Laufbahn als freier Redakteur im Lokaljournalismus für eine Tageszeitung. Heute berichtet er für Dartsnews.de über den professionellen Dartsport und ordnet das aktuelle Geschehen ein – von großen Turnieren bis zu Entwicklungen abseits der Bühne.
Regelmäßig ist er bei Events vor Ort und begleitet rund 20 Turniere pro Jahr, wo er Interviews führt, unter anderem mit Luke Littler, Luke Humphries, Michael van Gerwen, Gerwyn Price sowie Martin Schindler, Gian van Veen und Josh Rock.
Zudem ist er eine der prägenden Stimmen im englischsprachigen Dartsnews Podcast und Co-Host des Sport-Podcasts Overtime Takes.
Nic arbeitet aus der Nähe von München und steht kurz vor dem Abschluss als Bachelor of Arts in Sportjournalismus.
In seiner Berichterstattung legt er großen Wert auf sorgfältige Quellenprüfung, präzise Einordnung und aktualisiert Inhalte, sobald neue, gesicherte Informationen vorliegen.
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Aktuelle Kommentare
- Keiner der Spieler darf sich über Pfiffe oder nicht vorhandenen Respekt beschweren. Ich war Donnerstag, Freitag, Samstagabend und Sonntagnachmittag vor Ort. Es war immer ein sehr faires Publikum. Und wenn Littler und seine Mutter jetzt auch noch respektvoll mit anderen Spielern umgehen, sollte den Aussagen von Littler nichts im Wege stehen.
Grobi25-10-2026 - Sorry, Mensur, zu spät. Wer solche Aussagen in tiefer Emotionalität äußert, der meint diese ernst. Denn das rationale Denken funktioniert in solchen (positiven) Stressmomenten seltens. Und wenn die Wahrnehmung so eingeschränkt ist, dass ich als Profispieler nicht mitbekomme, dass mein Gegner Matchdarts hat, dann stimmt in der Wahrnehmung etwas nicht. Also sorry, Mensur. Entschuldigung nicht angenommen, zumindest von mir. Und was vom Inhalt seines Statement ist mit KI geschrieben? Steht ganz oben. NI wäre hier angebracht gewesen.
Grobi12-10-2026 - Weiß man ob es die rechte oder linke Hand ist? In jedem Fall extrem bitter….Robertuil09-10-2026
- Ricke Evans ist Stand jetzt für die WM qualifiziert. Quelle: Dartsrankings In der ProTour Rangliste werden die Personen rausgerechnet, die bereits qualifiziert sind. Das hat der Autor hier nicht berücksichtigt.FabianD24-09-2026
- Aspinall lag 1:3 hinten , nicht 1:4 🎯Pool1809419-09-2026
- Was ein toller Mensch er doch gewesen ist. Der deutsche Dartsport wäre ohne ihn lange nicht da, wo er heute wäre. Super Artikel 👍ArturBoruc24-08-2026
- Und wer ist jetzt für Amsterdam qualifiziert?Julian1122-08-2026
- Er hat keinen Bock auf Deutschland und findet es hier schrecklich, weil er (zwei-)mal bei einem oder zwei Turnieren von einigen "Dartfans" ausgepfiffen wurde. Das mochte er nicht und deswegen bleibt es Deutschland fern. Ausnahme war der World Cup, da siegte sein Patriotismus und der Ehrgeiz, einmal alles gewonnen zu haben. Er hat es auch mal selbst so geschrieben bzw gesagt, dass er Deutschland (gemeint sind wahrscheinlich Turniere in Deutschland) schrecklich findet.
Grobi18-08-2026 - Danke für den ausführlichen Bericht über Jamie. Generell finde ich es klasse das du dich "fast vergessenen Spielern" annimmst. Wäre grundsätzlich bei Dartnews ein interessantes Dauerthema.XJRLion18-08-2026
- „Littler findet Deutschland einfach ein schreckliches Land“Reißerische Überschrift, aber Gründe lieferst du leider keine. Klar kann man verstehen das einige Topspieler, wie kürzlich Gary Anderson, sagten das er "keinen Bock darauf habe" mehrere Std. am Flughafen zu stehen bis es aufgrund aller Kontrollen weitergeht. Doch erklär uns, gerade aufgrund deiner Überschrift, bitte warum Luke scheinbar grundsätzlich keinen Bock auf Deutschland hat.XJRLion18-08-2026









