Die Diskussion um die
Trennung zwischen Raymond van Barneveld und seinem langjährigen Manager Ben de Kok nimmt weiter Fahrt auf. Auslöser sind Aussagen des ehemaligen Profidarters Co Stompé, der sich in einer TV-Sendung bei Viaplay zur Situation äußerte – und damit heftige Kritik auf sich zog.
Besonders deutlich wurde
Vincent van der Voort, der seinem Landsmann im
Podcast Darts Draait Door klare Worte entgegenbrachte. Für ihn steht fest: Stompé habe mit seinen Aussagen ein völlig falsches Bild gezeichnet und damit die Zuschauer in die Irre geführt.
Van der Voort widerspricht deutlich und erhebt schwere Vorwürfe
Van der Voort ließ keinen Zweifel an seiner Meinung. Stompé habe sich die Geschichte rund um die Trennung schlicht ausgedacht und als Tatsache verkauft. Für einen Analysten sei das ein absolutes No-Go. Wer öffentlich über interne Vorgänge spricht, müsse seine Informationen prüfen – oder offen zugeben, wenn er keine gesicherten Erkenntnisse hat.
Van Barneveld und sein Manager Ben de Kok haben sich kürzlich getrennt.
Konkret ging es um die Behauptung, De Kok habe sein Unternehmen Bengi verkauft und könne deshalb nicht länger als Manager von Van Barneveld agieren. Zudem stellte Stompé einen Zusammenhang zu Jeffrey de Zwaan her. Laut Van der Voort ist diese Darstellung jedoch in allen Punkten falsch.
Nach seinen Informationen liegt der wahre Grund für die Trennung ganz woanders. Der Vertrag zwischen Van Barneveld und De Kok lief ursprünglich bis Anfang 2027. Während der UK Open kam es jedoch zu einem Konflikt, der das Verhältnis nachhaltig belastete. Seitdem stockt die Aufarbeitung der Situation – eine endgültige Klärung steht weiterhin aus.
Auch bei De Zwaan widerspricht Van der Voort klar. Der Niederländer sei schon länger nicht mehr bei Bengi BV angestellt, sondern arbeite direkt für De Kok. Diese Konstellation ermögliche es ihm, sich stärker auf seine sportliche Entwicklung zu konzentrieren.
Kritik am Umgang mit Informationen
Van der Voort störte sich nicht nur am Inhalt, sondern vor allem an der Herangehensweise. Seiner Ansicht nach hätte Stompé problemlos bei den Beteiligten nachfragen können. Die nötigen Kontakte seien vorhanden gewesen.
Für ihn ist klar: Wer sich dennoch äußert, trägt Verantwortung für die Richtigkeit seiner Aussagen. Halbgares Wissen oder Spekulationen hätten im Fernsehen nichts verloren. Entsprechend scharf fiel sein Urteil aus – für ihn wirkte der Auftritt unprofessionell und oberflächlich.
Unterstützung bekam Stompé allerdings von Jaco van Bodegom, der ebenfalls im Podcast zu Gast war. Er nahm die Situation mit Humor und vermutete, dass Stompé möglicherweise versucht habe, die Beteiligten zu schützen. Seine ironische Bemerkung, Stompé könne als Nachrichtensprecher sogar Konflikte entschärfen, sorgte zumindest kurzzeitig für Auflockerung.
Van der Voort konnte darüber jedoch nicht lachen. Für ihn bleibt der Vorwurf bestehen, dass hier falsche Informationen verbreitet wurden – und das auf einer großen Bühne.
Stompé verteidigt sich und bleibt bei seiner Version
Stompé selbst reagierte inzwischen auf die Kritik und stellte seine Sicht der Dinge dar. Er betonte, dass seine Aussagen auf Informationen beruhten, die er Anfang Februar bei den Dutch Open aus einer aus seiner Sicht verlässlichen Quelle erhalten habe.
Demnach habe der Verkauf von Bengi tatsächlich eine Rolle gespielt. Neue Eigentümer ohne Bezug zum Dartsport hätten keine Perspektive mehr für Van Barneveld geboten. Von einem Konflikt zwischen Spieler und Manager habe er zu diesem Zeitpunkt nichts gewusst.
Stompé machte deutlich, dass er ausschließlich auf Basis seines damaligen Wissensstandes gesprochen habe. Die später bekannt gewordenen Entwicklungen seien ihm zu diesem Zeitpunkt nicht bekannt gewesen. Deshalb sehe er sich auch nicht in der Verantwortung für mögliche Missverständnisse.
Rückblickend räumt er ein, dass sich die Situation offenbar weiterentwickelt hat und zusätzliche Faktoren eine Rolle spielen. Dennoch bleibt er dabei: Seine Aussagen entsprachen dem Informationsstand, den er zum Zeitpunkt der Sendung hatte.
Damit bleibt die Diskussion offen – und zeigt einmal mehr, wie sensibel der Umgang mit internen Informationen im Profidarts ist. Gerade in einer Phase, in der rund um Van Barneveld viele Fragen unbeantwortet sind, sorgt jede neue Aussage für zusätzliche Dynamik.