Vorschau auf den Sonntagnachmittag bei den UK Open: Littler, Price, Rock und Clayton kämpfen um den Einzug ins Halbfinale

PDC
Sonntag, 08 März 2026 um 6:00
Luke Littler & Danny Noppert im Duell
Acht Spieler kämpfen noch um den Titel bei den UK Open 2026 in Minehead. Der Finaltag beginnt am Sonntagnachmittag mit den Viertelfinals, ehe am Abend die Halbfinals und das Endspiel folgen. Für die verbliebenen Profis rückt damit der prestigeträchtige Titel beim traditionsreichen „FA Cup des Darts“ in greifbare Nähe.
Unter den letzten Acht befinden sich drei ehemalige Sieger des Turniers. Titelverteidiger Luke Littler will seinen Triumph aus dem Vorjahr wiederholen und trifft auf Danny Noppert, der selbst bereits in Minehead gewann. Auch James Wade hat den Pokal schon mehrfach in den Händen gehalten und gehört weiterhin zum Kreis der Anwärter. Vier Viertelfinals entscheiden nun darüber, wer den Sprung ins Halbfinale der UK Open schafft.

Auslosung & Spielplan UK Open 2026

Sonntag, 08.03.

Nachmittagssession (ab 14:00 Uhr)

Krzysztof Ratajski v Josh Rock VF
James Wade v Rob Cross VF
Luke Littler v Danny Noppert VF
Jonny Clayton v Gerwyn Price VF

Krzysztof Ratajski vs. Josh Rock

Für den Polish Eagle Krzysztof Ratajski ist der Einzug ins Viertelfinale ein weiterer Beleg für seinen starken Saisonstart. Der Pole steht zum zweiten Mal in seiner Karriere unter den letzten Acht der UK Open und präsentierte sich bislang äußerst souverän. Auf dem Weg dorthin setzte er sich klar gegen Ricky Evans (10–4), Oskar Lukasiak (10–5) und Ryan Searle (10–5) durch. Wirklich unter Druck geriet der Warschauer bislang nicht. Das starke Abschneiden bringt ihm zudem wichtiges Preisgeld für die Rangliste ein, nachdem er bereits bei der Weltmeisterschaft in London zu Jahresbeginn das Viertelfinale erreicht hatte.
Auch Josh Rock fühlt sich in Minehead offenbar wohl. Der Nordire erreichte hier im vergangenen Jahr das Halbfinale und spielt erneut ein starkes Turnier. In der vierten Runde entging „Rocky“ gegen William O'Connor nur knapp einer Niederlage und setzte sich mit 10–9 durch. Anschließend steigerte er sich deutlich und bezwang Dominik Gruellich (10–7) sowie Stephen Bunting (10–7).
Der direkte Vergleich spricht klar für Rock. Die beiden Profis trafen bereits dreizehnmal aufeinander, und elf dieser Duelle gewann der Nordire. Besonders bemerkenswert: Rock entschied auch die letzten sechs Begegnungen für sich. Ratajski braucht daher eine Topleistung, um diese Serie zu beenden.
Josh Rock jubelt lautstark
Josh Rock kann zum zweiten Jahr in Folge die Halbfinals der UK Open erreichen

James Wade vs. Rob Cross

Mit einer beeindruckenden Vorstellung gegen Michael van Gerwen sorgte James Wade am Samstagabend für eines der Highlights des Turniers. Der Niederländer startete zwar ordentlich, ließ jedoch mehrere Chancen liegen. Wade nutzte diese Schwächen konsequent aus und kontrollierte die Partie anschließend souverän. Der Engländer spielte einen Average von 105,83, warf fünf 180er und traf 59 Prozent seiner Doppel – Zahlen, die seine starke Form eindrucksvoll unterstreichen.
Bereits zuvor hatte Wade enge und deutliche Siege eingefahren. Gegen Chris Dobey setzte er sich mit 10–9 durch, ehe er Gabriel Clemens mit 10–2 klar dominierte. Dreimal gewann Wade die UK Open bereits – allerdings noch nie seit dem Umzug des Turniers nach Minehead.
Sein Gegner Rob Cross setzte bereits am Freitag ein erstes Ausrufezeichen. Der Weltmeister von 2018 besiegte die damalige Nummer drei der Welt, Gian van Veen, mit 10–7. In der fünften Runde bewies Cross zudem große Nervenstärke. Gegen Mike De Decker lag er bereits 7–9 zurück, drehte die Partie jedoch noch zum 10–9. Anschließend sicherte er sich mit einem 10–6 gegen Daryl Gurney das Viertelfinalticket.
Für Cross ist diese Turnierphase in Minehead nichts Neues. Bereits 2018, 2019, 2020, 2023 und 2024 erreichte er das Viertelfinale. Nur einmal gelang ihm der Schritt darüber hinaus: 2019 zog er ins Finale ein, unterlag dort jedoch Nathan Aspinall.
Das kommende Match wird bereits das 24. direkte Duell zwischen Wade und Cross. In der Gesamtbilanz liegt Wade leicht vorne: Der Linkshänder gewann dreizehn Partien, Cross zehn.
James Wade zeigt den Daumen hoch
James Wade war am Samstagabend gegen Michael van Gerwen in Topform

Luke Littler vs. Danny Noppert

Danny Noppert sorgte am Samstagabend für eine der größten Überraschungen des Turniers. Der Niederländer bezwang Luke Humphries mit 10–6 und überzeugte dabei vor allem auf die Doppel. Während „Cool Hand Luke“ zahlreiche Chancen liegen ließ, nutzte Noppert seine Möglichkeiten konsequent.
Bereits zuvor hatte „The Freeze“ starke Leistungen gezeigt. Gegen Dimitri Van den Bergh gelang ihm sogar ein Neundarter, ehe er die Partie mit 10–4 gewann. Auch Peter Wright, zweimaliger Weltmeister, hatte beim 2–10 kaum eine Chance.
Im Viertelfinale wartet nun Titelverteidiger Luke Littler, der weiterhin als einer der großen Favoriten gilt. Der junge Engländer spielte bislang jedoch nicht durchgehend auf seinem höchsten Niveau. Gegen Damon Heta gewann er zwar klar mit 10–3, ohne dabei zu glänzen. In der Runde der letzten 32 hatte er gegen Kevin Doets sogar Schwierigkeiten und setzte sich erst spät mit 10–8 durch.
Im Achtelfinale präsentierte sich Littler dann wieder deutlich stabiler. Gegen Gary Anderson spielte der 19-Jährige einen Average von 102,48 und gewann souverän mit 10–5.
Die beiden kennen sich bereits gut. Noppert gelang im September 2025 bei einem European-Tour-Turnier ein Sieg gegen Littler. Die anderen drei Begegnungen gingen allerdings an den Engländer, darunter ein klares 16–9 im Halbfinale des Grand Slam of Darts im vergangenen Jahr. Beide wissen zudem, wie sich ein Triumph bei den UK Open anfühlt: Littler gewann 2025, Noppert überraschte bereits 2022 mit seinem Titelgewinn.
Luke Littler & Danny Noppert im Duell
Danny Noppert steht vor einer schweren Aufgabe auf dem Weg in die letzten Vier in Minehead

Jonny Clayton vs. Gerwyn Price

Im letzten Viertelfinale kommt es zu einem rein walisischen Duell. Jonny Clayton und Gerwyn Price spielen den letzten Halbfinalisten aus – damit steht bereits fest, dass Wales in der Vorschlussrunde vertreten sein wird.
Clayton erreichte diese Phase des Turniers ohne größere Probleme. Zum Auftakt bezwang „The Ferret“ Alexander Merkx deutlich mit 10–2. Danach folgte ein 10–7 gegen Darryl Pilgrim. Auch Martin Lukeman konnte den ehemaligen Premier-League-Champion nicht ernsthaft stoppen und unterlag ebenfalls mit 7–10. Clayton spielte dabei solide und kontrollierte seine Matches über weite Strecken.
Ganz anders verlief das Turnier bislang für Price. Der frühere Weltmeister startete zwar mit klaren Erfolgen gegen Greg Ritchie (10–3) und Wessel Nijman (10–5), doch im Achtelfinale stand er kurz vor dem Aus. Gegen Keane Barry lag „The Iceman“ nach dreizehn Legs bereits 4–9 zurück.
Dann startete Price jedoch eine spektakuläre Aufholjagd – ausgerechnet an seinem Geburtstag. Mit mehreren starken Legs, darunter zwei 12-Darter, sowie Checkouts von 81, 90 und 71 Punkten gewann er sechs Legs in Serie und drehte das Match noch zum 10–9.
Nach vielen Jahren auf der Tour kennen sich Clayton und Price bestens. Beide spielen regelmäßig gemeinsam für Wales beim World Cup of Darts und trafen bereits 41-mal auf der Bühne aufeinander. Die Statistik spricht klar für Price: Er gewann 29 dieser Duelle. Clayton gelang allerdings im Februar in der Premier League Darts ein Sieg gegen seinen Landsmann – sein erster Erfolg gegen Price seit drei Jahren. Nur eine Woche später revanchierte sich Price jedoch bereits bei einem Players Championship-Turnier.
Gerwyn Price und Jonny Clayton schütteln sich die Hand
Noch nie hat ein Waliser die UK Open gewonnen
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