Players Championship 19: Überraschungssieger Jeffrey de Graaf triumphiert in Milton Keynes

PDC
durch Nic Gayer
Dienstag, 02 Juni 2026 um 20:14
jeffrey de graaf
Jeffrey de Graaf hat sich bei Players Championship 19 in Milton Keynes den zweiten PDC Pro-Tour-Titel seiner Karriere gesichert. Der Schwede krönte am Dienstag seinen starken Turniertag mit einem überlegenen Finalsieg über Jonny Clayton, den er im Endspiel dank eiskalter Doppelquote mit 8:5 besiegte. Während die deutschen Hoffnungen bereits vor dem Achtelfinale endeten, sorgten zahlreiche hochklassige Leistungen und mehrere Überraschungen für einen spannenden Turnierverlauf.
Aus deutscher Sicht verlief Players Championship 19 in Milton Keynes letztlich enttäuschend. Zwar konnten sich mit Martin Schindler, Lukas Wenig, Yorick Hofkens und Max Hopp vier Spieler in die zweite Runde spielen, doch bereits im Boardfinale war für die letzten beiden verbliebenen Hoffnungen Endstation.

Youngster Hofkens überzeugt

Zum Auftakt sorgte Martin Schindler für den ersten deutschen Sieg des Tages. Deutschlands Nummer eins setzte sich im deutsch-deutschen Duell mit 6:4 gegen Dominik Grüllich durch und zog als erster Deutscher in Runde zwei ein. Lukas Wenig gewann wenig später auch das zweite Duell zweier Landsmänner souverän mit 6:2 gegen Marvin Kraft. Positiv in Szene setzte sich zudem Yorick Hofkens, der zunächst Thibault Tricole mit 6:3 bezwang und damit den Sprung in die zweite Runde schaffte.
Yorick Hofkens überzeugte bei Players Championship 19 mit einer starken Leistung gegen Gary Anderson und sorgte mit Highfinishes von 155 und 123 Punkten für eines der Highlights aus deutscher Sicht
Yorick Hofkens überzeugte bei Players Championship 19 mit einer starken Leistung gegen Gary Anderson und sorgte mit Highfinishes von 155 und 123 Punkten für eines der Highlights aus deutscher Sicht
Weniger erfolgreich verlief der Turniertag für zahlreiche weitere deutsche Starter. Arno Merk erwischte mit Wessel Nijman das denkbar schwerste Los und unterlag dem Niederländer mit 1:6. Kai Gotthardt musste sich trotz starker Checkouts von 108 und 121 Punkten Shane McGuirk mit 4:6 geschlagen geben. Auch Leon Weber verlor seinen Auftakt gegen Peter Wright im Decider. Gabriel Clemens scheiterte mit 3:6 an Mike De Decker, während Ricardo Pietreczko trotz einer deutlichen Leistungssteigerung und über 91 Punkten im Average mit 4:6 gegen Mensur Suljovic ausschied.
In Runde zwei sorgte insbesondere Yorick Hofkens für Aufsehen. Der 18-Jährige lieferte Gary Anderson einen beeindruckenden Kampf, spielte zwischenzeitlich sechs perfekte Darts und glänzte mit Highfinishes über 155 und 123 Punkte. Am Ende musste sich der Youngster dem zweifachen Weltmeister jedoch knapp mit 4:6 geschlagen geben. Auch Martin Schindler konnte seinen Erstrundensieg nicht verwerten und unterlag Tommy Morris mit 3:6.
Die größten deutschen Hoffnungen ruhten anschließend auf Max Hopp und Lukas Wenig. Hopp hatte sich zuvor mit einem Decider-Sieg gegen Tyler Thorpe sowie einem souveränen 6:2-Erfolg über Sietse Lap bis in die dritte Runde gespielt. Dort wartete jedoch Premier-League-Star Jonny Clayton, der dem Maximiser beim deutlichen 6:1 keine Chance ließ. Wenig kämpfte sich nach Siegen gegen Marvin Kraft und Wesley Plaisier ebenfalls bis ins Boardfinale vor, musste sich dort jedoch Ross Smith mit 3:6 geschlagen geben. Damit waren die deutschen Farben vor dem Achtelfinale komplett aus dem Turnier verschwunden.

Weltklasse Darts in Milton Keynes – jedoch ohne deutsche Beteiligung

In der entscheidenden Turnierphase wurde anschließend hochklassiger Floor-Dartsport geboten. Wessel Nijman bestätigte seine starke Saison zunächst mit einem klaren 6:1 gegen James Hurrell, ehe der Niederländer im Viertelfinale überraschend mit 4:6 an Jeffrey de Graaf scheiterte. Der Schwede setzte seinen Lauf fort und profitierte im Halbfinale gegen Luke Woodhouse von mehreren vergebenen Matchdarts seines Gegners, um überraschend ins Endspiel einzuziehen.
Auf der anderen Turnierseite präsentierte sich Jonny Clayton in herausragender Form. The Ferret bezwang zunächst Cristo Reyes mit 6:1, ehe er im Halbfinale auch Rob Cross trotz dessen 106er-Average mit 7:4 ausschaltete. Besonders beeindruckend war dabei Claytons eigener Average von über 111 Punkten, mit dem sich der Waliser eindrucksvoll das Finalticket sicherte.

De Graaf krönt starken Turniertag mit Titelgewinn

Das Endspiel begann perfekt für Jeffrey de Graaf. Der Schwede eröffnete die Partie direkt mit einem 104er-Highfinish und legte wenig später auf der Doppel-16 zum 2:0 nach. Zwar kämpfte sich Jonny Clayton nach einem frühen Rückstand mit mehreren Breaks immer wieder zurück und stellte zwischenzeitlich auf 3:3, doch de Graaf behielt in den entscheidenden Momenten die Kontrolle.
Besonders in der Mitte der Partie setzte sich der Schwede ab. Nach sechs perfekten Darts landete de Graaf ein wichtiges Break zur 5:3-Führung und überzeugte zudem mit einer starken Doppelquote. Ein weiteres Highlight folgte beim Stand von 6:4, als der Schwede ein sehenswertes 117er-Finish zum 7:4 checkte und sich damit bis auf ein Leg dem Titel näherte.
Clayton wehrte einen ersten Matchdart auf Bullseye zwar noch ab und verkürzte auf 5:7, die Wende blieb jedoch aus. Wenig später bekam de Graaf eine weitere Gelegenheit und nutzte diese eiskalt auf der Doppel-9. Mit einem 8:5-Erfolg und einem Average von über 101 Punkten sicherte sich der Schwede seinen zweiten Titel auf der PDC Pro Tour.
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