In Milton Keynes wurde gestern das neunzehnte
Players Championship des Jahres ausgetragen. Der Gesamtsieg ging an Jeffrey de Graaf, der sich im Finale mit 8:5 gegen
Jonny Clayton durchsetzte. Für De Graaf war es der zweite PDC-Ranglistentitel seiner Karriere, nachdem er im vergangenen Jahr bereits Players Championship 24 gewonnen hatte.
Clayton mit dem höchsten Average
Den höchsten Average bei
Players Championship 19 verbuchte Clayton. Der 51-jährige Waliser besiegte im Halbfinale Rob Cross mit 7:4 und spielte dabei einen Average von 111,21.
Für den zweithöchsten Average sorgte wiederum
William O'Connor. Der Ire setzte sich im Achtelfinale mit 6:2 gegen Ross Smith durch und erzielte dabei einen Average von 108,11. O'Connor verlor schließlich eine Runde später mit 5:6 gegen Cross.
Die Top Drei der höchsten Averages bei Players Championship 19 wird durch
Connor Scutt komplettiert. Der Engländer bezwang in der Runde der letzten 64 Adam Paxton mit 6:2 und spielte dabei einen Average von 107,53. Scutt scheiterte letztlich in der Runde der letzten 32 nach einer 4:6-Niederlage gegen Andrew Gilding.
Auch Cross, Woodhouse und Gawlas überzeugen mit starken Zahlen
Die höchsten Averages bei Players Championship 19 in Milton Keynes
| Platz | Durchschnitt | Spieler | Land |
| 1 | 111,21 | Jonny Clayton (1) | Wales |
| 2 | 108,11 | William O’Connor | Irland |
| 3 | 107,53 | Connor Scutt (1) | England |
| 4 | 106,55 | Luke Woodhouse | England |
| 5 | 106,21 | Rob Cross (1) | England |
| 6 | 105,97 | Rob Cross (2) | England |
| 7 | 105,90 | Adam Gawlas | Tschechien |
| 8 | 104,42 | Connor Scutt (2) | England |
| 9 | 104,25 | Cristo Reyes (1) | Spanien |
| 10 | 104,07 | Wessel Nijman | Niederlande |
| 11 | 103,75 | Jonny Clayton (2) | Wales |
| 12 | 103,74 | Krzysztof Ratajski | Polen |
| 13 | 103,66 | Rob Cross (3) | England |
| 14 | 103,33 | Karel Sedláček | Tschechien |
| 15 | 102,90 | Jonny Clayton (3) | Wales |
| 16 | 102,20 | Cristo Reyes (2) | Spanien |
Hinter den absoluten Spitzenwerten zeigte sich ebenfalls ein hohes Niveau. Luke Woodhouse kam bei seinem Auftritt auf einen Average von 106,55 und unterstrich damit seine starke Form auf der Pro Tour. Auch Rob Cross war mehrfach in der Liste vertreten. Der ehemalige Weltmeister erzielte unter anderem Werte von 106,21, 105,97 und 103,66 und bewies damit über mehrere Partien hinweg bemerkenswerte Konstanz.
Mit Adam Gawlas schaffte es zudem ein tschechischer Spieler weit nach vorne. Er kam auf 105,90 und gehörte damit ebenfalls zu den auffälligsten Namen des Tages. Aus niederländischer Sicht sorgte Wessel Nijman mit einem Average von 104,07 für ein starkes Ergebnis. Cristo Reyes und Krzysztof Ratajski komplettierten das starke Bild mit weiteren dreistelligen Averages.
Jeffrey de Graaf trotzt jeder Logik, indem er in keiner einzigen Partie einen Top-16-Average spielt
Der Sieger selbst taucht nicht einmal in den Top 16 auf, obwohl er durch seinen Finaleinzug natürlich mehr Gelegenheiten hatte, hohe Averages zu spielen – vier, um genau zu sein. Ein gutes Beispiel dafür, welch seltsame Wege die höhere Mathematik im Darts manchmal nehmen kann.
Jeffrey de Graaf zeigte aber genau dann seine Effizienz. Im Achtelfinale gewann er mit 91,54 gegen Bradley Brooks, im Viertelfinale reichten ihm 94,73 gegen Wessel Nijman und im Halbfinale setzte er sich trotz eines Averages von 96,11 gegen Luke Woodhouse durch, der mit 97,06 sogar etwas höher lag. Erst im Finale steigerte sich De Graaf auf 101,11 und bezwang Jonny Clayton mit 8:5, obwohl auch der Waliser mit 100,69 dreistellig spielte. Doch ausgerechnet dieser Finale-Average war der niedrigste der vier Partien, die der Waliser spielte.
Darts ist und bleibt ein harter, wunderlicher Sport.