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World Grand Prix steht nach dem World Matchplay bereits das nächste große Ranglistenturnier der PDC auf dem Programm. Vom 28. September bis zum 4. Oktober treten in der Mattioli Arena in Leicester die jeweils 16 besten Spieler der
PDC Order of Merit und der
Pro Tour Order of Merit gegeneinander an. Gespielt wird im besonderen Double-In-, Double-Out-Format.
Bis zur endgültigen Entscheidung stehen lediglich noch drei Turniere der European Tour und zwei Players Championships an. Das Teilnehmerfeld nimmt deshalb bereits klare Konturen an. Aus deutscher Sicht richtet sich der Blick vor allem auf
Niko Springer und
Martin Schindler, die über die Pro-Tour-Rangliste weiterhin um ihre Startplätze kämpfen.
Die Top-16 der Weltrangliste sind sicher qualifiziert
Wie gewohnt erhalten die besten 16 Spieler der regulären PDC Order of Merit einen gesetzten Platz beim World Grand Prix. Damit sind zahlreiche prominente Namen bereits sicher in Leicester dabei. Angeführt wird das Feld von
Luke Littler, der weiterhin das außergewöhnliche Ziel verfolgt, sämtliche PDC-Majors innerhalb eines Kalenderjahres zu gewinnen. Auch Luke Humphries, Gian van Veen, Gerwyn Price und Jonny Clayton haben ihre Tickets bereits sicher.
Luke Littler führt das Teilnehmerfeld beim World Grand Prix an und jagt weiter das außergewöhnliche Ziel, alle PDC-Majors eines Kalenderjahres zu gewinnen.
Michael van Gerwen wird ebenfalls erneut beim World Grand Prix antreten. Trotz seines enttäuschenden Abschneidens beim World Matchplay, bei dem er in der zweiten Runde ausschied und anschließend auf Rang sieben der Weltrangliste zurückfiel, liegt der Niederländer weiterhin komfortabel innerhalb der Qualifikationsplätze.
Ein gutes Ergebnis in Leicester käme van Gerwen besonders gelegen. Vor zwei Jahren war er bereits in der ersten Runde gescheitert, sodass er bei der diesjährigen Ausgabe mit einem tiefen Lauf wichtige Plätze in der Weltrangliste gutmachen könnte.
Auch Danny Noppert und Wessel Nijman sind als Nummer elf und zwölf der Order of Merit sicher für das Turnier qualifiziert. Noppert verbindet besonders gute Erinnerungen mit dem World Grand Prix: Sowohl 2021 als auch im vergangenen Jahr erreichte er das Halbfinale.
Nijman spielt unterdessen ein starkes Jahr und gilt schon seit geraumer Zeit als mögliches Dark Horse bei den großen Major-Turnieren. In der Mattioli Arena könnte sich für ihn nun die Gelegenheit bieten, sein Potenzial auch auf einer der bedeutendsten PDC-Bühnen unter Beweis zu stellen.
Über die PDC Order of Merit wären derzeit außerdem James Wade, Josh Rock, Gary Anderson, Stephen Bunting, Ryan Searle, Chris Dobey, Nathan Aspinall und Ross Smith qualifiziert. Lediglich Dobey, Aspinall und Smith könnten theoretisch noch aus den Top-16 herausfallen. In diesem Fall würden sie sich voraussichtlich dennoch über die Pro Tour Order of Merit einen Startplatz sichern.
Niko Springer auf Grand-Prix-Kurs
Weitere 16 Tickets werden über die Pro Tour Order of Merit vergeben. An deren Spitze steht aktuell Luke Woodhouse mit 157.000 Pfund Preisgeld, dicht gefolgt von Kevin Doets, der 152.500 Pfund erspielt hat.
Woodhouse fehlen zudem lediglich 21.750 Pfund auf Ross Smith in der regulären Weltrangliste. Mit guten Ergebnissen bei den noch ausstehenden Turnieren der European Tour könnte er deshalb sogar noch in die Top-16 der PDC Order of Merit vorstoßen. Unabhängig davon können Woodhouse und Doets bereits fest mit ihrer Teilnahme am World Grand Prix planen.
Das gilt ebenfalls für Jermaine Wattimena, der mit 134.750 Pfund den dritten Platz der Pro-Tour-Rangliste belegt. Auch der Niederländer besitzt noch Chancen, sich direkt über die reguläre Order of Merit zu qualifizieren. Sein Rückstand auf Ross Smith beträgt lediglich 5.000 Pfund. Sein Startplatz in Leicester ist somit ebenfalls nicht mehr ernsthaft gefährdet.
Auch Krzysztof Ratajski, Andrew Gilding, Damon Heta, Rob Cross, Niels Zonneveld, William O'Connor und Dirk van Duijvenbode befinden sich derzeit in einer komfortablen Ausgangsposition.
Deutlich spannender wird es ab Rang elf. Ryan Joyce steht aktuell bei 86.750 Pfund, kann sich seiner Teilnahme jedoch noch nicht vollkommen sicher sein. Hinter ihm liegen mehrere Spieler eng beieinander, weshalb in den letzten Turnieren noch zahlreiche Verschiebungen möglich sind.
Cameron Menzies, Cristo Reyes, der Deutsche Niko Springer, Sebastian Bialecki und Dave Chisnall belegen momentan die Plätze zwölf bis 16. Zwischen Menzies und Chisnall liegen gerade einmal 3.000 Pfund.
Damit befindet sich Springer derzeit auf einem der begehrten Qualifikationsplätze. Zudem hat sich der Deutsche für die kommenden drei Turniere der European Tour qualifiziert und erhält damit mehrere Gelegenheiten, seinen Platz abzusichern oder sich in der Rangliste weiter nach vorne zu arbeiten.
Niko Springer befindet sich vor den letzten Qualifikationsturnieren auf Kurs für seine Teilnahme am World Grand Prix in Leicester.
Besonders Sebastian Bialecki und Dave Chisnall müssen um ihre Teilnahme bangen. Während Menzies, Reyes und Springer bei allen drei verbleibenden European-Tour-Turnieren antreten werden, sind Bialecki und Chisnall jeweils nur für eines dieser Events qualifiziert. Ihre Möglichkeiten, zusätzliches Preisgeld zu erspielen, fallen dadurch deutlich geringer aus.
Auch Martin Schindler darf weiter hoffen
Als aussichtsreichster Verfolger gilt derzeit Joe Cullen. „The Rockstar“ steht bei 77.250 Pfund und liegt damit lediglich 1.000 Pfund hinter Chisnall. Da Cullen bereits für alle drei ausstehenden Turniere der European Tour gesetzt ist, besitzt er gegenüber Bialecki und „Chizzy“ einen erheblichen Vorteil.
Auch Kim Huybrechts, Karel Sedlacek und Martin Schindler dürfen weiterhin auf die Qualifikation hoffen. Huybrechts und Sedlacek werden allerdings jeweils nur noch bei einem European-Tour-Turnier antreten und benötigen dort deshalb zwingend ein starkes Ergebnis.
Schindler befindet sich dagegen in einer deutlich besseren Ausgangslage. Deutschlands Nummer eins wird alle drei verbleibenden Events bestreiten und erhält damit mehrere Chancen, den Rückstand auf die aktuellen Qualifikationsplätze aufzuholen. Der Deutsche bleibt bei einem aktuellen Rückstand von 10.250 Pfund ein ernsthafter Kandidat für das Teilnehmerfeld in Leicester.
Auch Beau Greaves sollte im Rennen um die letzten Tickets noch nicht abgeschrieben werden. Die frischgebackene Siegerin des Women's World Matchplay scheint rechtzeitig ihre beste Form erreicht zu haben und qualifizierte sich über die Tour-Card-Holder-Qualifikation für alle drei kommenden European-Tour-Turniere.
Sollte Greaves dort mehrere Partien gewinnen, könnte sie noch kurzfristig in die besten 16 der Pro Tour Order of Merit vorrücken. Damit würde sie ihr Debüt beim World Grand Prix feiern.
Titelgewinner von 2024 fehlt im Aufgebot
Einige prominente internationale Spieler können ihre Hoffnungen bereits begraben. Der wohl auffälligste Name ist
Mike De Decker. Der Belgier befindet sich aktuell weit von seiner Bestform entfernt und wird das prestigeträchtige Major-Turnier verpassen.
Für „The Real Deal“ dürfte das erhebliche Auswirkungen auf seine Position in der Weltrangliste haben. Vor zwei Jahren hatte De Decker den World Grand Prix überraschend gewonnen. Das damals erspielte Preisgeld fällt nun aus seiner Wertung, ohne dass er die Chance erhält, es in Leicester zu verteidigen.
Auch Michael Smith wird zum zweiten Mal in Folge nicht beim World Grand Prix antreten. Bereits im vergangenen Jahr zählte der Weltmeister von 2023 zu den prominentesten Abwesenden. Auch diesmal ist es „Bully Boy“ nicht gelungen, sich einen Platz im Teilnehmerfeld zu sichern.
Weitere bekannte Namen wie Peter Wright, Raymond van Barneveld und Dimitri van den Bergh befinden sich ebenfalls nicht annähernd in Reichweite der Qualifikationsplätze.
Qualifikationsrennen World Grand Prix (Stand: 04.08.2026)
PDC Order of Merit (Top-16 qualifizieren sich)
| Rang | Spieler | Preisgeld (in Einheiten von £1,000) |
| 1 | Luke Littler | 3089.5 |
| 2 | Luke Humphries | 978.5 |
| 3 | Gian van Veen | 972.75 |
| 4 | Gerwyn Price | 713 |
| 5 | Jonny Clayton | 664 |
| 6 | James Wade | 626.25 |
| 7 | Josh Rock | 602.5 |
| 8 | Michael van Gerwen | 587.5 |
| 9 | Gary Anderson | 579.25 |
| 10 | Stephen Bunting | 578.25 |
| 11 | Danny Noppert | 576.75 |
| 12 | Wessel Nijman | 551.75 |
| 13 | Ryan Searle | 546.75 |
| 14 | Chris Dobey | 525 |
| 15 | Nathan Aspinall | 522.75 |
| 16 | Ross Smith | 501.75 |
| 17 | Jermaine Wattimena | 496.75 |
| 18 | Luke Woodhouse | 480 |
| 19 | Krzysztof Ratajski | 421.5 |
| 20 | Dirk van Duijvenbode | 408.75 |
| 21 | Rob Cross | 406.5 |
| 22 | Damon Heta | 403.75 |
| 23 | Martin Schindler | 397.25 |
| 24 | Mike De Decker | 394 |
| 25 | Ryan Joyce | 383.75 |
| 26 | Cameron Menzies | 350 |
| 27 | Andrew Gilding | 347.25 |
| 28 | Kevin Doets | 338.25 |
| 29 | Daryl Gurney | 323.5 |
| 30 | Joe Cullen | 294.5 |
| 31 | Ritchie Edhouse | 284.75 |
| 32 | Dave Chisnall | 281.75 |
| 33 | Ricardo Pietreczko | 258.75 |
| 34 | Michael Smith | 244.25 |
| 35 | Niels Zonneveld | 243.25 |
| 36 | William O'Connor | 241.5 |
| 37 | Peter Wright | 240 |
| 38 | Niko Springer | 217 |
| 39 | Martin Lukeman | 193.75 |
| 40 | Justin Hood | 189 |
| 41 | Raymond van Barneveld | 188.5 |
| 42 | Mickey Mansell | 186.25 |
| 43 | Callan Rydz | 185 |
| 44 | Dimitri Van den Bergh | 178 |
| 45 | Madars Razma | 177.75 |
| 46 | Jeffrey de Graaf | 176.75 |
| 47 | Connor Scutt | 170.25 |
| 48 | James Hurrell | 168.25 |
| 49 | Gabriel Clemens | 166.75 |
| 50 | Ricky Evans | 164 |
| 51 | Kim Huybrechts | 158.5 |
| 52 | Scott Williams | 156.25 |
| 53 | Brendan Dolan | 155.75 |
| 54 | Mensur Suljovic | 150.75 |
| 55 | Karel Sedlacek | 146.5 |
| 56 | Ian White | 145.5 |
| 57 | Sebastian Bialecki | 145 |
| 58 | Keane Barry | 141 |
| 59 | Richard Veenstra | 133.75 |
| 60 | Alan Soutar | 124.5 |
| 61 | Rob Owen | 123.75 |
| 62 | Lukas Wenig | 119.75 |
| 63 | Ryan Meikle | 119 |
| 64 | Bradley Brooks | 111.75 |
PDC Pro Tour Order of Merit (Top-16 qualifizieren sich)
| Rang | Spieler | Preisgeld (in Einheiten von £1,000) |
| 1 | Luke Woodhouse | 157 |
| 2 | Kevin Doets | 152.5 |
| 3 | Jermaine Wattimena | 134.75 |
| 4 | Krzysztof Ratajski | 134 |
| 5 | Andrew Gilding | 116 |
| 6 | Damon Heta | 99.75 |
| 7 | Rob Cross | 96 |
| 8 | Niels Zonneveld | 95.75 |
| 9 | William O'Connor | 94.75 |
| 10 | Dirk van Duijvenbode | 91.75 |
| 11 | Ryan Joyce | 86.75 |
| 12 | Cameron Menzies | 81.25 |
| 13 | Cristo Reyes | 80 |
| 14 | Niko Springer | 78.75 |
| 15 | Sebastian Bialecki | 78.5 |
| 16 | Dave Chisnall | 78.25 |
| 17 | Joe Cullen | 77.25 |
| 18 | Kim Huybrechts | 71.5 |
| 19 | Karel Sedlacek | 71.25 |
| 20 | Martin Schindler | 68 |
| 21 | Beau Greaves | 66.25 |
| 22 | Jeffrey de Graaf | 62 |
| 23 | Daryl Gurney | 61 |
| 24 | Richard Veenstra | 59.25 |
| 25 | Maik Kuivenhoven | 58 |
| 26 | Max Hopp | 57.25 |
| 27 | Mickey Mansell | 56 |
| 28 | Gabriel Clemens | 54.5 |
| 29 | Rob Owen | 51.5 |
| 30 | Justin Hood | 51 |
| 31 | Madars Razma | 50.75 |
| 32 | Michael Smith | 50.5 |
| 33 | Connor Scutt | 50 |
| 34 | Tom Bissell | 48.5 |
| 35 | Tom Sykes | 48 |
| 36 | Mario Vandenbogaerde | 45.75 |
| 37 | Mensur Suljovic | 45.75 |
| 38 | Keane Barry | 45.5 |
| 39 | Callan Rydz | 44.5 |
| 40 | Christian Kist | 44 |
| 41 | Mike De Decker | 42.75 |
| 42 | Ritchie Edhouse | 41 |
| 43 | Joe Hunt | 40.75 |
| 44 | Brendan Dolan | 40.75 |
| 45 | James Hurrell | 40.5 |
| 46 | Darryl Pilgrim | 40 |
| 47 | Ian White | 39.25 |
| 48 | Lukas Wenig | 38.75 |
| 49 | Bradley Brooks | 38.25 |
| 50 | Charlie Manby | 38.25 |
| 51 | Alan Soutar | 38 |
| 52 | Ricky Evans | 37 |
| 53 | Jim Long | 36.75 |
| 54 | Cam Crabtree | 35.25 |
| 55 | Darius Labanauskas | 34.25 |
| 56 | Wesley Plaisier | 32.5 |
| 57 | Jimmy van Schie | 32 |
| 58 | Peter Wright | 31.25 |
| 59 | Ricardo Pietreczko | 31 |
| 60 | Andy Boulton | 30 |
| 61 | Alexander Merkx | 29.25 |
| 62 | David Sharp | 28.75 |
| 63 | Thibault Tricole | 28.25 |
| 64 | Raymond van Barneveld | 28 |