VORSCHAU World Cup of Darts – England: Nach dem Debakel 2025: Holt England beim World Cup of Darts den Titel zurück?
PDC
Der World Cup of Darts beginnt am Donnerstag. Nachdem England im vergangenen Jahr in Frankfurt bereits im Achtelfinale scheiterte, wollen die aktuell besten Spieler der Welt, Luke Humphries und Luke Littler, eine weitere frühe Enttäuschung verhindern. Etwas, das für die traditionsreichste Dartsnation zuletzt ungewohnt war.
Die Geschichte Englands beim World Cup of Darts ist geprägt von Erfolgen. Der fünfmalige Weltmeister schied erst 2024 zum zweiten Mal überhaupt in der zweiten Runde aus. Zuvor datierte ein vergleichbar frühes Aus aus dem Jahr 2020, abgesehen von der Premierenauflage 2010.
England dominierte den Nationenwettbewerb jahrelang. Mit Phil Taylor und Adrian Lewis stellte das Land eines der erfolgreichsten Duos der Turniergeschichte. Gemeinsam gewannen sie die ersten fünf Austragungen. Selbst die Niederlage im Finale 2014 galt damals bereits als Überraschung. Zwischen 2012 und 2016 verpassten Taylor und Lewis nicht nur keinen Titel, sie galten in dieser Zeit als die mit Abstand stärksten Spieler der Welt.
Nach dem Ende dieser Ära blieb England erfolgreich. Michael Smith und Luke Humphries führten das Team 2024 zurück zum Titel. Seitdem erreichte England eine weitere Finalteilnahme, ein Halbfinale und zwei Viertelfinals. Dabei gehörte auch Rob Cross mehrfach zum Aufgebot. Der Druck, für die erfolgreichste Dartsnation der Welt anzutreten, ist dadurch selbstverständlich enorm geworden.
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Mit Luke Humphries und Luke Littler treten nun die aktuelle Nummer eins und Nummer zwei der Weltrangliste gemeinsam an. Beide verfügen über die individuelle Klasse, um auch als Team Geschichte zu schreiben. Die große Frage lautet jedoch: Können die beiden Superstars die Erwartungen erfüllen und England 2026 erneut zum Titel führen?
Ergebnisse Englands beim World Cup of Darts
| Jahr | Doppel | Resultat |
| 2010 | Phil Taylor & James Wade | Zweite Runde |
| 2012 | Phil Taylor & Adrian Lewis | Sieger |
| 2013 | Phil Taylor & Adrian Lewis | Sieger |
| 2014 | Phil Taylor & Adrian Lewis | Runner-up |
| 2015 | Phil Taylor & Adrian Lewis | Sieger |
| 2016 | Phil Taylor & Adrian Lewis | Sieger |
| 2017 | Adrian Lewis & Dave Chisnall | Halbfinale |
| 2018 | Rob Cross & Dave Chisnall | Viertelfinale |
| 2019 | Michael Smith & Rob Cross | Runner-up |
| 2020 | Michael Smith & Rob Cross | Zweite Runde |
| 2021 | James Wade & Dave Chisnall | Halbfinale |
| 2022 | Michael Smith & James Wade | Zweite Runde |
| 2023 | Michael Smith & Rob Cross | Viertelfinale |
| 2024 | Luke Humphries & Michael Smith | Sieger |
| 2025 | Luke Littler & Luke Humphries | Zweite Runde |
Wie Humphries und Smith 2024 den Titel holten
Nach acht Jahren Wartezeit gewann England 2024 endlich wieder den World Cup of Darts. Luke Humphries und Michael Smith profitierten auf dem Weg zum Titel zwar von einem vergleichsweise günstigen Turnierbaum, lieferten aber auch selbst überzeugende Leistungen ab.
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Im Achtelfinale besiegten sie Frankreich mit 8:3. Dabei mussten die beiden Weltranglistenersten lediglich einen Teamaverage von 86,23 Punkten spielen. Das Ergebnis zeigte bereits, wie souverän England durch das Turnier marschierte.
Anschließend wurde Nordirland im Viertelfinale ausgeschaltet. Im Halbfinale wartete Schottland in einer emotional aufgeladenen Begegnung, die bereits im Vorfeld durch Aussagen von Peter Wright zusätzliche Brisanz erhalten hatte.
Im Finale gegen Österreich ließ England schließlich nichts anbrennen. Mit einem Average von über 100 Punkten gewann das englische Duo klar mit 10:6. Über das gesamte Turnier hinweg erzielte England einen Teamaverage von 95,49 Punkten und sicherte sich den Titel, ohne jemals ernsthaft in Gefahr zu geraten.
Die Rollenverteilung war dabei klar. Michael Smith übernahm meist das schwere Scoring zu Beginn der Legs, während Luke Humphries seine Stärken auf die Doppel ausspielte. Diese Kombination funktionierte nahezu perfekt. Humphries kam beim World Cup auf eine Checkoutquote von 42,08 Prozent. Zum Vergleich: Bei der Ausgabe 2026 lag dieser Wert bei 40,83 Prozent.
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Smith hatte in dieser Phase zwar bereits erste Formschwankungen, zeigte sich beim World Cup aber noch einmal von seiner besten Seite. Wenige Wochen zuvor hatte er das Finale der Premier League Darts erreicht und dort gegen Luke Littler verloren.
Kann die Erfolgsformel wiederholt werden? Littler statt Smith
Luke Littler gilt inzwischen als bester Spieler der Welt. Sein erstes World-Cup-Turnier gewann er direkt. In den meisten Finals der vergangenen Monate setzte er sich gegen Luke Humphries durch.
Dadurch stellt sich die Frage, ob die Kombination aus Littler und Humphries noch stärker sein kann als die erfolgreiche Paarung mit Michael Smith.
Auf dem Papier spricht vieles dafür. Betrachtet man die Turnieraverages von 2026, liegt Littler mit 101,34 Punkten deutlich vor Smith, der 95,97 Punkte erreichte. Auch bei den 180ern hat Littler die Nase vorn. Mit 113 Maximumaufnahmen übertraf er Smiths Wert von 111 knapp.

Littler und Humphries blieben beim World Cup 2025 hinter den Erwartungen zurück
Der Unterschied zeigt sich vor allem auf den Doppeln. Smith kam 2024 auf eine Checkoutquote von 37,13 Prozent. Littler erreichte 2026 dagegen starke 41,15 Prozent. In Sachen Scoring und Finishing scheint England also sogar noch besser aufgestellt zu sein.
Allerdings bleibt die entscheidende Frage bestehen: Funktioniert die Chemie zwischen den beiden Weltstars auf der Bühne genauso gut wie einst zwischen Humphries und Smith?
Ein mögliches Problem könnte die Rollenverteilung sein. Während Smith klar die Rolle des Aggressors übernahm und Humphries als Vollender fungierte, besitzen Littler und Humphries ähnliche Stärken. Beide gehören zu den besten Scorern und Finishern der Welt.
Dazu kommt, dass Humphries zuletzt häufiger mit seinem Timing haderte. Bei der Premier League Darts 2025 wirkte er teilweise gehemmt, wenn er gemeinsam mit Littler auf der Bühne stand. Ob sich das auch im World Cup bemerkbar macht, bleibt abzuwarten.
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Das Upgrade: Warum Littler und Humphries möglicherweise noch besser harmonieren
Trotz aller Fragezeichen gibt es gute Gründe, weshalb England 2026 sogar stärker sein könnte als beim Titelgewinn zwei Jahre zuvor.
Während Michael Smith 2024 bereits leichte Leistungsschwankungen zeigte, befinden sich Luke Humphries und Luke Littler aktuell beide auf oder nahe ihrem Karrierehöhepunkt. Zusammen verfügen sie über eine enorme Scoring-Power und eine beeindruckende Konstanz.
Hinzu kommt ein weiterer Faktor: Humphries und Littler kennen sich inzwischen hervorragend. Die beiden Engländer standen in den vergangenen Monaten unzählige Male gemeinsam auf der Bühne. Allein in der Premier League trafen sie mehrfach in entscheidenden Spielen aufeinander.
Hinzu kommt ein weiterer Faktor: Humphries und Littler kennen sich inzwischen hervorragend. Die beiden Engländer standen in den vergangenen Monaten unzählige Male gemeinsam auf der Bühne. Allein in der Premier League trafen sie mehrfach in entscheidenden Spielen aufeinander.
2025 gewann England bereits den World Cup of Darts. Luke Littler holte damit direkt bei seiner ersten Teilnahme den Titel.
Die Erfahrungen aus den gemeinsamen Turnieren könnten sich nun auszahlen. Zwar konkurrieren Humphries und Littler regelmäßig um die größten Titel, beim World Cup verfolgen sie jedoch dasselbe Ziel.
| Statistik | Smith 2024 | Littler 2026 | Unterschied |
| Average | 95.37 | 101.34 | +5.97 |
| 180-Scores | 266 | 325 | +59 |
| First-9-Darts-Average | 104.23 | 111.64 | +7.41 |
| Three-Dart-Average (erste Aufnahme) | 103.29 | 115.35 | +12.06 |
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Erneut Topfavorit
Kaum eine Nation geht mit größeren Erwartungen in den World Cup of Darts als England. Mit Luke Humphries und Luke Littler stellt das Team die beiden besten Spieler der Welt.
Trotz der überraschenden Niederlage im Vorjahr sprechen die Zahlen klar für England. Die individuelle Qualität ist größer denn je, und die beiden Stars haben inzwischen ausreichend Erfahrung gesammelt, um auch als Team zu funktionieren.
Ob die Titelverteidigung gelingt, bleibt abzuwarten. Fest steht jedoch: Wenn England sein volles Potenzial ausschöpft, führt der Weg zum Titel erneut über die erfolgreichste Dartsnation der Welt.

Oliver RiedRedakteur
Oliver Ried ist seit Ende 2024 Redakteur bei Dartsnews.de. Er berichtet dort über den professionellen Dartsport und erstellt regelmäßig Liveblogs zu den wichtigsten Turnieren und Ereignissen, darunter die PDC World Darts Championship, die Premier League Darts und das World Matchplay. Ergänzend veröffentlicht er Berichte, Einordnungen und Hintergrundtexte zum Geschehen auf der PDC-Tour. Seit Anfang 2025 schreibt er zudem für Radsportaktuell.de über den professionellen Radsport.
Oliver ist in Würzburg stationiert. Neben seiner redaktionellen Arbeit ist er selbst aktiver Dartspieler und bringt dadurch zusätzliche Praxisnähe in seine Berichterstattung ein. Er studiert Grundschullehramt und legt bei seinen Artikeln Wert auf sorgfältige Quellenprüfung, klare Einordnung und verlässliche Informationen. Inhalte aktualisiert er, sobald neue, gesicherte Details vorliegen.
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Aktuelle Kommentare
- Keiner der Spieler darf sich über Pfiffe oder nicht vorhandenen Respekt beschweren. Ich war Donnerstag, Freitag, Samstagabend und Sonntagnachmittag vor Ort. Es war immer ein sehr faires Publikum. Und wenn Littler und seine Mutter jetzt auch noch respektvoll mit anderen Spielern umgehen, sollte den Aussagen von Littler nichts im Wege stehen.
Grobi25-10-2026 - Sorry, Mensur, zu spät. Wer solche Aussagen in tiefer Emotionalität äußert, der meint diese ernst. Denn das rationale Denken funktioniert in solchen (positiven) Stressmomenten seltens. Und wenn die Wahrnehmung so eingeschränkt ist, dass ich als Profispieler nicht mitbekomme, dass mein Gegner Matchdarts hat, dann stimmt in der Wahrnehmung etwas nicht. Also sorry, Mensur. Entschuldigung nicht angenommen, zumindest von mir. Und was vom Inhalt seines Statement ist mit KI geschrieben? Steht ganz oben. NI wäre hier angebracht gewesen.
Grobi12-10-2026 - Weiß man ob es die rechte oder linke Hand ist? In jedem Fall extrem bitter….Robertuil09-10-2026
- Ricke Evans ist Stand jetzt für die WM qualifiziert. Quelle: Dartsrankings In der ProTour Rangliste werden die Personen rausgerechnet, die bereits qualifiziert sind. Das hat der Autor hier nicht berücksichtigt.FabianD24-09-2026
- Aspinall lag 1:3 hinten , nicht 1:4 🎯Pool1809419-09-2026
- Was ein toller Mensch er doch gewesen ist. Der deutsche Dartsport wäre ohne ihn lange nicht da, wo er heute wäre. Super Artikel 👍ArturBoruc24-08-2026
- Und wer ist jetzt für Amsterdam qualifiziert?Julian1122-08-2026
- Er hat keinen Bock auf Deutschland und findet es hier schrecklich, weil er (zwei-)mal bei einem oder zwei Turnieren von einigen "Dartfans" ausgepfiffen wurde. Das mochte er nicht und deswegen bleibt es Deutschland fern. Ausnahme war der World Cup, da siegte sein Patriotismus und der Ehrgeiz, einmal alles gewonnen zu haben. Er hat es auch mal selbst so geschrieben bzw gesagt, dass er Deutschland (gemeint sind wahrscheinlich Turniere in Deutschland) schrecklich findet.
Grobi18-08-2026 - Danke für den ausführlichen Bericht über Jamie. Generell finde ich es klasse das du dich "fast vergessenen Spielern" annimmst. Wäre grundsätzlich bei Dartnews ein interessantes Dauerthema.XJRLion18-08-2026
- „Littler findet Deutschland einfach ein schreckliches Land“Reißerische Überschrift, aber Gründe lieferst du leider keine. Klar kann man verstehen das einige Topspieler, wie kürzlich Gary Anderson, sagten das er "keinen Bock darauf habe" mehrere Std. am Flughafen zu stehen bis es aufgrund aller Kontrollen weitergeht. Doch erklär uns, gerade aufgrund deiner Überschrift, bitte warum Luke scheinbar grundsätzlich keinen Bock auf Deutschland hat.XJRLion18-08-2026










