Gerwyn Price hat am Sonntag einen weiteren Meilenstein seiner Karriere erreicht. Mit dem Turniersieg beim
European Darts Grand Prix 2026 in Sindelfingen krönte sich der Weltmeister von 2021 erst zum zweiten Spieler überhaupt, der mindestens zehn Titel auf der PDC
European Tour gewinnen konnte. Nur
Michael van Gerwen weist eine noch bessere Bilanz auf.
Im Finale setzte sich Price mit 8:6 gegen Ross Smith durch und sicherte sich damit seinen zehnten Erfolg auf dem europäischen Circuit. Vor ihm steht in dieser Kategorie weiterhin nur van Gerwen, der mit insgesamt 38 Titeln nach wie vor deutlicher Rekordhalter bleibt.
Zehn Titel auf der European Tour – eine außergewöhnliche Erfolgsserie
Seinen ersten Triumph auf der European Tour feierte Price bereits 2018 bei der International Darts Open 2018 in Riesa. Dieser Erfolg markierte den Auftakt einer Serie regelmäßiger Titelgewinne auf europäischem Boden. Schon 2019 verteidigte der Waliser seinen Titel in Riesa erfolgreich, bevor 2020 mit der Belgian Darts Championship ein weiterer Euro-Tour-Erfolg hinzukam.
Gerwyn Price feierte in Sindelfingen seinen zehnten Titel auf der European Tour und erreichte damit einen weiteren Meilenstein seiner Karriere
Auch 2021 blieb Price auf diesem Niveau konstant und gewann sowohl die Gibraltar Darts Trophy als auch die Hungarian Darts Trophy. Weitere Titel bei der International Darts Open folgten 2022 und 2023. Auffällig blieb lediglich das Jahr 2024, in dem Price erstmals seit 2018 ohne Euro-Tour-Triumph blieb. Doch bereits 2025 meldete er sich mit dem Gewinn der Baltic Sea Darts Open eindrucksvoll zurück. Mit dem Erfolg in Sindelfingen ist nun Titel Nummer zehn hinzugekommen.
Nach dem Finale kommentierte Price seinen neuen Meilenstein mit einer Portion Selbstironie. „Ich spiele jetzt seit zwölf Jahren bei der PDC, also weniger als einer pro Jahr im Schnitt ist eigentlich nicht so gut“, scherzte der Waliser.
Gleichzeitig machte er deutlich, welche Bedeutung der Titel für ihn persönlich hat. „Zum Glück habe ich diesen gewonnen und hoffentlich gibt mir das etwas Selbstvertrauen für die kommende Zeit.“
Nach eigener Einschätzung lag das Problem zuletzt vor allem darin, Turniere konsequent zu Ende zu bringen. „Ich hatte Schwierigkeiten, wieder den Sack zuzumachen. Ich habe das letzte European Tour-Finale, das ich gespielt habe, verloren.“
Auffällig ist zudem die veränderte Stimmung gegenüber Price auf dem europäischen Festland. Während er in der Vergangenheit häufig mit kritischen Reaktionen rechnen musste, erhält er inzwischen zunehmend Unterstützung aus dem Publikum. „Früher hatte ich nie diese Unterstützung, aber ich genieße jeden Moment, in dem ich auf der Bühne stehe. Es ist großartig für mich und hoffentlich bleibt das so.“
Die Zahlen unterstreichen eindrucksvoll, wie erfolgreich Price auf der European Tour agiert. Von insgesamt 13 Finals entschied er zehn für sich. Darüber hinaus erreichte er 19 Mal das Halbfinale.
Seit seinem ersten Euro-Tour-Titel im September 2018 gewann Price nur ein Turnier weniger als der ewige Dominator van Gerwen – zehn gegenüber elf. Hinter diesem Duo folgen Luke Humphries, Peter Wright und Dave Chisnall mit neun Erfolgen.