„Dann ist das eigentlich der Song“ – Jonny Clayton liebäugelt mit „Sex Bomb“ als Walk-On Song in Cardiff

PDC
Donnerstag, 19 Februar 2026 um 10:30
Jonny Clayton
Jonny Clayton denkt laut über einen echten Paukenschlag für den Premier League Darts-Abend in Cardiff nach. Der 51-jährige Waliser erwägt, seine gewohnte Einlaufmusik kurzfristig zu ersetzen – und zwar durch einen Klassiker seines Landsmanns Tom Jones: „Sex Bomb“.
Clayton rangiert aktuell auf Platz drei der Tabelle der Premier League Darts 2026. Mit überzeugenden Erfolgen über Josh Rock und Stephen Bunting hat er sich früh in Stellung gebracht. In zwei Wochen kehrt die Liga nach Cardiff zurück – für die Nummer fünf der Welt ein Termin mit besonderer Bedeutung. „In Cardiff zu spielen, ist immer speziell“, betont Clayton. „Die Fans tragen dich. Man spürt sofort, dass es im eigenen Land um mehr geht.“

Zweifel an der Einlaufmusik

Normalerweise betritt Clayton die Bühne zu „Go Johnny Go“. In Wales greift er jedoch gern zu Titeln mit nationalem Bezug. In der Vergangenheit testete er bereits „Delilah“, ebenfalls von Tom Jones. „Beim ersten Mal hat es perfekt funktioniert“, erinnert er sich. „Beim zweiten Mal war die Wirkung nicht mehr ganz dieselbe. Vielleicht brauche ich jetzt wieder etwas Neues.“
Jonny Clayton in Aktion
Jonny Clayton gewann seine Auftaktpartie an beiden bisherigen Premier League Spieltagen
Auf „Sex Bomb“ angesprochen, reagiert Clayton mit einem Lachen – und klarer Tendenz. „Warum nicht? Wenn du in Cardiff spielst und Waliser bist, dann ist das eigentlich der Song. Jeder kennt den Text. Die Halle würde komplett mitgehen.“ Für einen Spieler, der Emotionen liebt und die Energie des Publikums nutzt, könnte dieser Wechsel zum entscheidenden Faktor werden.
Mit Clayton und Gerwyn Price stehen gleich zwei Waliser im Feld der Premier League. Das sorgt im Heimatland für zusätzliche Euphorie. „Zwei Waliser in der Premier League – das spricht für sich“, sagt Clayton. „Die Atmosphäre wird überragend. Darauf freuen wir uns alle.“

Respekt für Gerwyn Price

Bevor Cardiff ruft, wartet jedoch ein direktes Duell mit Price beim Spieltag in Glasgow. Clayton zollt seinem Landsmann größten Respekt. „Gerwyn gehört zu den besten Spielern, die Wales je hatte. Er hat nahezu alles gewonnen. Sein Scoring, seine Doppel – er bringt alles mit.“
Clayton erkennt zudem eine klare Leistungssteigerung. „Er nähert sich wieder seinem absoluten Topniveau an. Er spielt mit enormer Wucht.“ Pfiffe gegen Price kann Clayton nicht nachvollziehen. „Ich verstehe das nicht. Er kämpft kompromisslos um jedes Leg. Am Oche zählt nur Leistung. Genau das macht Spitzensport aus.“
Auch mit 51 Jahren richtet Clayton den Blick nach vorn. Über ein Karriereende denkt er nach – aber zu seinen Bedingungen. „Ich will selbst entscheiden, wann Schluss ist“, stellt er klar. „Ich möchte nicht aus den Top 64 fallen und meine Tour Card verlieren.“ Die Erfahrung bei der Q-School habe ihm gereicht.
Sein Plan steht: Noch fünf oder sechs Jahre will Clayton auf höchstem Niveau angreifen. „Mit 57 oder 58 ziehe ich vielleicht Bilanz. Aber solange ich konkurrenzfähig bleibe und Freude am Spiel habe, mache ich weiter.“ In Cardiff könnte er nun zunächst mit einem Songwechsel für Gänsehaut sorgen – und sportlich das nächste Ausrufezeichen setzen.
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