„Wir dachten nur: Wie spannend, so etwas passiert hier nie!“ - Huw Ware über die Dreharbeiten einer berühmten Sitcom in seiner Geburtsstadt

PDC
Donnerstag, 19 Februar 2026 um 11:45
Huw Ware
Wenn Huw Ware heute als Caller auf der großen Bühne der PDC steht, denkt kaum jemand daran, dass seine Geschichte eng mit einer britischen Kultserie verknüpft ist. Der gebürtige Waliser aus Barry wuchs nur wenige Meter vom berühmten Serienhaus aus Gavin & Stacey entfernt auf. Seine Tante lebte direkt gegenüber jenem Gebäude in der Trinity Street, das Millionen Zuschauer später als Zuhause von Stacey kennenlernten.
Ware erinnert sich lebhaft an die ersten Dreharbeiten: „Ich war bei der Schwester meiner Tante in der Trinity Street, als sie sagte: ‚In ein paar Wochen drehen sie hier eine neue TV-Show, direkt gegenüber.‘ Wir dachten nur: Wie spannend – so etwas passiert hier nie!“ Damals ahnte in Barry niemand, welche Welle die Serie schlagen würde.

Vom kleinen Küstenort zur Kultkulisse

Zu Beginn war es für die Anwohner vor allem ungewohnt, plötzlich Kamerateams vor der Haustür zu sehen. „Wir wussten überhaupt nicht, was uns erwartet“, erzählt Ware. „Es war einfach besonders, dass unsere Straße plötzlich im Mittelpunkt stand.“ Seine Tante wohnte nicht nur gegenüber von Stacey und Gwen, sondern auch neben dem Haus von Bryn – mittendrin im später ikonischen Setting.
Huw Ware in Aktion bei einem großen Turnier
Huw Ware ist seit einigen Jahren einer der festen Schiedsrichter bei der PDC
Während eines Weihnachtsspecials klingelte das Team sogar im Hochsommer bei ihr und fragte, ob sie Weihnachtsdekoration anbringen dürften. „Sie haben etwas Geld angeboten, und meine Tante sagte natürlich sofort zu“, berichtet Ware schmunzelnd.
Als die erste Folge auf BBC Three lief, versammelte sich die Familie vor dem Fernseher. Ganz Barry wollte sehen, wie die eigene Stadt dargestellt wird. „Keiner von uns hätte gedacht, dass die Serie so einschlagen würde“, sagt Ware rückblickend. Aus einer lokalen Kuriosität wurde eine kulturelle Sensation.
Auch im Darts schrieb Ware Geschichte. 2025 leitete er als erster offen homosexueller Schiedsrichter ein Finale der WM im Alexandra Palace, als Luke Littler auf Michael van Gerwen traf. „Diesen Moment werde ich nie vergessen“, betont Ware. „Es fühlte sich großartig an, in einem Sport, den ich so liebe, ein Zeichen zu setzen.“
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