DartsNews Podcast | „Das Teilnehmerfeld wirkt im Umbruch“ – Abwesenheit von Peter Wright, Michael Smith und Co. läutet neue Matchplay-Ära ein

PDC
durch Nic Gayer
Montag, 13 Juli 2026 um 13:00
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Das Teilnehmerfeld des World Matchplay 2026 bietet in diesem Jahr ein ungewohntes Bild. Zwar reist Titelverteidiger Luke Littler als einer der Topfavoriten nach Blackpool, und auch Luke Humphries zählt erneut zum engsten Kreis der Anwärter auf den Titel. Gleichzeitig fehlen jedoch mehrere Spieler, die das Turnier in den Winter Gardens über Jahre hinweg geprägt haben.
Mit Peter Wright, Michael Smith, Dimitri Van den Bergh, Daryl Gurney und Raymond van Barneveld verpassen gleich fünf namhafte Profis das diesjährige World Matchplay. Gemeinsam vereinen sie zahlreiche Erfolge in Blackpool – von Titeln über Finalteilnahmen bis hin zu Halbfinals und langjährigen Serien als Stammgäste.

„Das Teilnehmerfeld verschiebt sich“

In der neuesten Ausgabe unseres DartsNews Podcasts sprach Nicolas Gayer über den spürbaren Wandel im diesjährigen Teilnehmerfeld.
„Wenn man sich das Feld anschaut, wirkt es, als würde es sich etwas verschieben“, sagte Gayer. „Uns fehlen einige große Namen.“
Besonders das Fehlen von Peter Wright steht für diesen Umbruch. Der Schotte gewann das World Matchplay 2021 mit einem deutlichen 18:9-Erfolg über Dimitri Van den Bergh. Bereits 2017 hatte Wright das Finale erreicht, 2018 stand er im Halbfinale. Über viele Jahre gehörte der zweimalige Weltmeister zu den prägenden Gesichtern des Turniers in Blackpool.
2026 fehlt Wright jedoch komplett im Teilnehmerfeld – eine Entwicklung, die Kieran Wood nur wenig Hoffnung auf eine Rückkehr machen lässt.
„Ich kann mir nicht vorstellen, dass das noch einmal passiert, es sei denn, die World Seniors kommen zurück und spielen ein Turnier“, sagte Wood. „Er befindet sich im Moment in einem kleinen Karriere-Freifall, was nicht schön anzusehen ist.“
Gayer erinnerte daran, Wright vor einigen Wochen auf der European Tour in Graz interviewt zu haben. Trotz seiner ausbleibenden Resultate habe der Schotte damals weiterhin selbstbewusst geklungen und davon gesprochen, sich für das World Matchplay zu qualifizieren, Players-Championship-Titel zu gewinnen und sogar noch einmal Weltmeister zu werden.
„Früher hat er das, glaube ich, gesagt, weil er es geglaubt hat“, erklärte Wood. „Aber heutzutage sagt er es fast, um es sich selbst einzureden.“
Peter Wright jubelt.
Peter Wright gehört zu den prominentesten Spielern, die das World Matchplay 2026 in den Winter Gardens von Blackpool verpassen.

Ehemalige Champions fehlen in Blackpool

Auch Michael Smith zählt zu den prominentesten Abwesenden. Der Weltmeister von 2023 stand 2019 im Finale des World Matchplay, erreichte 2020 und 2024 das Halbfinale sowie 2021 das Viertelfinale. In diesem Sommer bleibt ihm die Reise nach Blackpool jedoch verwehrt.
Nicht weniger bemerkenswert ist das Fehlen von Dimitri Van den Bergh. Der Belgier gewann das World Matchplay 2020, erreichte 2021 erneut das Finale und stand 2022 im Halbfinale. Noch 2024 spielte er sich bis ins Viertelfinale, warf zuvor in Runde eins gegen Martin Schindler einen 9-Darter und schied anschließend gegen den späteren Turniersieger Luke Humphries aus.
Auch Daryl Gurney blickt auf zahlreiche erfolgreiche Auftritte in den Winter Gardens zurück. Der Nordire erreichte 2017 und 2019 jeweils das Halbfinale und zog 2023 nach Siegen über Rob Cross und Gary Anderson erneut ins Viertelfinale ein. Nach fünf aufeinanderfolgenden Teilnahmen zwischen 2021 und 2025 gehört er diesmal ebenfalls nicht zum Teilnehmerfeld.
Bei Raymond van Barneveld liegen die größten Erfolge in Blackpool zwar schon einige Jahre zurück, dennoch gehört der Niederländer zu den prägenden Figuren der Turniergeschichte. 2010 erreichte „Barney“ das Finale und spielte im selben Turnier gegen Denis Ovens einen 9-Darter. Nachdem van Barneveld in den vergangenen drei Jahren jeweils qualifiziert war, fehlt er 2026 erstmals wieder.
Gemeinsam haben Wright, Smith, Van den Bergh, Gurney und van Barneveld zahlreiche denkwürdige Matchplay-Momente geschaffen. In diesem Jahr werden sie die Bühne in den Winter Gardens jedoch nur als Zuschauer verfolgen.

Greaves und Reyes klopfen an die Tür

Während mehrere etablierte Stars den Sprung nach Blackpool verpassten, rückten andere Namen in den vergangenen Monaten immer näher an das Teilnehmerfeld heran.
Kieran Wood hätte vor allem Beau Greaves gerne beim World Matchplay gesehen. Angesichts ihres späten Einstiegs auf der Pro Tour sei ihre Aufholjagd dennoch bemerkenswert gewesen.
„Es war eine enorme Herausforderung für sie, in etwas mehr als sechs Monaten über die Pro Tour reinzukommen, aber ich finde nicht, dass es verrückt gewesen wäre, wenn sie es geschafft hätte“, sagte Wood. „Nächstes Jahr wird man sie hier erwarten.“
Auch Nicolas Gayer hob mit Cristo Reyes einen Spieler hervor, der nur knapp an der Qualifikation scheiterte.
„Ich persönlich hätte sehr gerne Cristo Reyes gesehen, was im Grunde dieselbe Geschichte ist, denn auch er hatte nur sechs Monate Zeit für die ganze Aufgabe und kam ebenfalls sehr nah ran“, erklärte Gayer.
Sowohl Greaves als auch Reyes verpassten das World Matchplay 2026 letztlich knapp. Ihre Aufholjagd zeigt jedoch, wie schnell sich das Teilnehmerfeld verändern kann. Für Wright, Smith, Van den Bergh, Gurney und van Barneveld ist die Entwicklung dagegen ein Warnsignal: Selbst große Erfolge in der Vergangenheit garantieren längst keinen Platz mehr auf der Bühne der Winter Gardens.
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