„Fast 25 Kilo leichter“: Josh Rock nennt den entscheidenden Unterschied vor dem nächsten Duell mit Luke Littler in Blackpool
PDC
Josh Rock zieht ins Viertelfinale des World Matchplay ein. Der Nordire besiegt Stephen Bunting mit 11:6 und sichert sich damit ein Duell mit Luke Littler. Der Sieg löst bei Rock jedoch nicht nur Freude aus, denn vor der Kamera wirkt er sichtlich emotional – schließlich hat er gerade einen seiner besten Freunde auf der PDC Tour aus dem Turnier geworfen.
Rock behält seine Emotionen während des Matches im Griff, gesteht danach aber, dass ihn das Duell mental enorm gefordert hat. „Stephen ist einer meiner besten Freunde auf der Tour“, sagt ein sichtlich mitgenommener Rock bei Sky Sports. „Als ich in der Premier League spielte, waren wir eigentlich immer zusammen.“
Freundschaft spielte große Rolle
Genau aus diesem Grund muss Rock seine Einstellung vor dem Spiel bewusst umstellen. „Aber das hier ist ein Major, und das bedeutet mir unglaublich viel. Ich musste mein Mindset ändern, um dieses Spiel gewinnen zu können.“ Diese Umstellung erklärt auch seine überschwänglichen Reaktionen während der Partie. „Ich habe mich später bei Stephen für meine Art zu jubeln entschuldigt. Aber ich wusste, dass ich etwas verändern musste, um durch dieses Match zu kommen.“
Das Duell zwischen Rock und Bunting kommt in der Anfangsphase nur schwer in Gang. Beide Spieler bleiben in der ersten Session bei Averages im niedrigen bis mittleren Siebziger-Bereich hängen – aus Rocks Sicht eine direkte Folge der besonderen Beziehung der beiden. „Ich denke, es lag vor allem an unserer Freundschaft.“ Erneut betont er seinen Respekt für den Gegner: „Stephen ist einer der besten Spieler auf der Tour. Es ist unglaublich schwer, gegen ihn zu spielen.“ Auch Bunting kämpft nach Rocks Einschätzung mit der emotionalen Belastung. „Ich denke, das hat er im Spiel ebenfalls gezeigt. Das war irgendwo auch eine Erleichterung.“
Alles für den Titel in Blackpool
Schon nach seinem Erstrundensieg erklärt Rock, dass niemand beim World Matchplay den Titel lieber gewinnen möchte als er selbst. Nach dem Erfolg gegen Bunting bekräftigt er diesen Anspruch: „Am Ende spiele ich für mich selbst.“ Im Viertelfinale wartet nun ein knüppelhartes Duell mit Luke Littler, der zuvor mit einem 9-Darter und einem überzeugenden Sieg beeindruckt hat.
Rock gewinnt dieser Aussicht sogar noch etwas Humor ab: „Hoffentlich spielt Luke im nächsten Match nicht so gut wie heute Abend. Das würde mir enorm helfen.“ Trotzdem genießt er den historischen Moment sichtlich: „Wenn du alle hinter den Kulissen fragst – ich habe den Nine-Darter im ersten Leg vorhergesagt. Es ist großartig, dass Blackpool wieder einen bekommen hat. Das ist gut für alle.“ Trotz der Aufmerksamkeit für Littler bleibt sein eigenes Match für ihn das prägende Thema des Abends: „Das war wahrscheinlich eines der härtesten Spiele meines Lebens, weil ich einem meiner besten Freunde gegenüberstand.“
Erneutes Aufeinandertreffen mit Littler
Das Viertelfinale bringt eine Neuauflage des spektakulären Duells zwischen Rock und Littler aus dem vergangenen Jahr. Damals hält der Nordire gegen den inzwischen amtierenden Weltmeister hervorragend mit, und auch jetzt sieht er seine Chancen – trotz der beeindruckenden Form seines nächsten Gegners. „Letztes Jahr konnte ich gut mit ihm mithalten.“
Mit einem Augenzwinkern zieht Rock anschließend einen markanten Vergleich: „Nur gibt es einen Unterschied. Ich bin jetzt 25 Kilo leichter.“ Dennoch reist er mit viel Selbstvertrauen ins Viertelfinale: „Ich werde gegen Luke alles geben. Wenn ich dafür große 180er und wichtige Checkouts werfen muss, dann ist das eben so.“ Sein Ziel bleibt ohnehin unverändert: „Ich bin hier, um diese großen Titel zu gewinnen. Das Beste kommt noch.“
ROCK SEALS IT IN STYLE!
— PDC Darts (@OfficialPDC) July 21, 2026
Josh Rock wraps it up with a moment of magic!
The Northern Irishman completes an 11-6 victory over Stephen Bunting with a brilliant 140 finish!
📺 https://t.co/xXnQhVoUPy#MatchplayDarts pic.twitter.com/rJN0RNJRvu

Theo StodiekRedakteur
Theo ist seit 2025 Teil der Redaktion von Dartsnews.de und berichtet dort über den professionellen Dartsport. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit liegt auf der Erstellung von Liveblogs zu großen Turnieren und wichtigen Ereignissen, darunter die European Tour und die PDC World Darts Championship (WM). Dabei begleitet er das Geschehen in Echtzeit und ordnet Ergebnisse, Spielverläufe und Entwicklungen fortlaufend ein. Darüber hinaus schreibt er aktuelle Berichte und Hintergrundtexte rund um die internationale Darts-Szene.
Seine journalistische Laufbahn begann Theo als Praktikant und später als Werkstudent beim Online-Gaming-Magazin EarlyGame. Aktuell studiert er Ressortjournalismus an einer Hochschule. Theo arbeitet aus München und ist in seiner redaktionellen Arbeit eng mit Nicolas Gayer und Oliver Ried vernetzt. In seiner Berichterstattung legt er Wert auf sorgfältige Quellenprüfung, klare Einordnung und die zeitnahe Aktualisierung von Inhalten, sobald neue, gesicherte Informationen vorliegen.
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Aktuelle Kommentare
- Keiner der Spieler darf sich über Pfiffe oder nicht vorhandenen Respekt beschweren. Ich war Donnerstag, Freitag, Samstagabend und Sonntagnachmittag vor Ort. Es war immer ein sehr faires Publikum. Und wenn Littler und seine Mutter jetzt auch noch respektvoll mit anderen Spielern umgehen, sollte den Aussagen von Littler nichts im Wege stehen.
Grobi25-10-2026 - Sorry, Mensur, zu spät. Wer solche Aussagen in tiefer Emotionalität äußert, der meint diese ernst. Denn das rationale Denken funktioniert in solchen (positiven) Stressmomenten seltens. Und wenn die Wahrnehmung so eingeschränkt ist, dass ich als Profispieler nicht mitbekomme, dass mein Gegner Matchdarts hat, dann stimmt in der Wahrnehmung etwas nicht. Also sorry, Mensur. Entschuldigung nicht angenommen, zumindest von mir. Und was vom Inhalt seines Statement ist mit KI geschrieben? Steht ganz oben. NI wäre hier angebracht gewesen.
Grobi12-10-2026 - Weiß man ob es die rechte oder linke Hand ist? In jedem Fall extrem bitter….Robertuil09-10-2026
- Ricke Evans ist Stand jetzt für die WM qualifiziert. Quelle: Dartsrankings In der ProTour Rangliste werden die Personen rausgerechnet, die bereits qualifiziert sind. Das hat der Autor hier nicht berücksichtigt.FabianD24-09-2026
- Aspinall lag 1:3 hinten , nicht 1:4 🎯Pool1809419-09-2026
- Was ein toller Mensch er doch gewesen ist. Der deutsche Dartsport wäre ohne ihn lange nicht da, wo er heute wäre. Super Artikel 👍ArturBoruc24-08-2026
- Und wer ist jetzt für Amsterdam qualifiziert?Julian1122-08-2026
- Er hat keinen Bock auf Deutschland und findet es hier schrecklich, weil er (zwei-)mal bei einem oder zwei Turnieren von einigen "Dartfans" ausgepfiffen wurde. Das mochte er nicht und deswegen bleibt es Deutschland fern. Ausnahme war der World Cup, da siegte sein Patriotismus und der Ehrgeiz, einmal alles gewonnen zu haben. Er hat es auch mal selbst so geschrieben bzw gesagt, dass er Deutschland (gemeint sind wahrscheinlich Turniere in Deutschland) schrecklich findet.
Grobi18-08-2026 - Danke für den ausführlichen Bericht über Jamie. Generell finde ich es klasse das du dich "fast vergessenen Spielern" annimmst. Wäre grundsätzlich bei Dartnews ein interessantes Dauerthema.XJRLion18-08-2026
- „Littler findet Deutschland einfach ein schreckliches Land“Reißerische Überschrift, aber Gründe lieferst du leider keine. Klar kann man verstehen das einige Topspieler, wie kürzlich Gary Anderson, sagten das er "keinen Bock darauf habe" mehrere Std. am Flughafen zu stehen bis es aufgrund aller Kontrollen weitergeht. Doch erklär uns, gerade aufgrund deiner Überschrift, bitte warum Luke scheinbar grundsätzlich keinen Bock auf Deutschland hat.XJRLion18-08-2026






