„Das war eines der schwersten Spiele meines Lebens“ - Emotionaler Josh Rock nach Sieg über guten Freund Stephen Bunting

PDC
Mittwoch, 22 Juli 2026 um 12:30
Josh Rock
Josh Rock zieht ins Viertelfinale des World Matchplay ein. Der Nordire besiegt Stephen Bunting mit 11:6 und sichert sich damit ein Duell mit Luke Littler. Der Sieg löst bei Rock jedoch nicht nur Freude aus, denn vor der Kamera wirkt er sichtlich emotional – schließlich hat er gerade einen seiner besten Freunde auf der PDC Tour aus dem Turnier geworfen.
Rock behält seine Emotionen während des Matches im Griff, gesteht danach aber, dass ihn das Duell mental enorm gefordert hat. „Stephen ist einer meiner besten Freunde auf der Tour“, sagt ein sichtlich mitgenommener Rock bei Sky Sports. „Als ich in der Premier League spielte, waren wir eigentlich immer zusammen.“

Freundschaft spielte große Rolle

Genau aus diesem Grund muss Rock seine Einstellung vor dem Spiel bewusst umstellen. „Aber das hier ist ein Major, und das bedeutet mir unglaublich viel. Ich musste mein Mindset ändern, um dieses Spiel gewinnen zu können.“ Diese Umstellung erklärt auch seine überschwänglichen Reaktionen während der Partie. „Ich habe mich später bei Stephen für meine Art zu jubeln entschuldigt. Aber ich wusste, dass ich etwas verändern musste, um durch dieses Match zu kommen.“
Das Duell zwischen Rock und Bunting kommt in der Anfangsphase nur schwer in Gang. Beide Spieler bleiben in der ersten Session bei Averages im niedrigen bis mittleren Siebziger-Bereich hängen – aus Rocks Sicht eine direkte Folge der besonderen Beziehung der beiden. „Ich denke, es lag vor allem an unserer Freundschaft.“ Erneut betont er seinen Respekt für den Gegner: „Stephen ist einer der besten Spieler auf der Tour. Es ist unglaublich schwer, gegen ihn zu spielen.“ Auch Bunting kämpft nach Rocks Einschätzung mit der emotionalen Belastung. „Ich denke, das hat er im Spiel ebenfalls gezeigt. Das war irgendwo auch eine Erleichterung.“

Alles für den Titel in Blackpool

Schon nach seinem Erstrundensieg erklärt Rock, dass niemand beim World Matchplay den Titel lieber gewinnen möchte als er selbst. Nach dem Erfolg gegen Bunting bekräftigt er diesen Anspruch: „Am Ende spiele ich für mich selbst.“ Im Viertelfinale wartet nun ein knüppelhartes Duell mit Luke Littler, der zuvor mit einem Nine-Darter und einem überzeugenden Sieg beeindruckt hat.
Rock gewinnt dieser Aussicht sogar noch etwas Humor ab: „Hoffentlich spielt Luke im nächsten Match nicht so gut wie heute Abend. Das würde mir enorm helfen.“ Trotzdem genießt er den historischen Moment sichtlich: „Wenn du alle hinter den Kulissen fragst – ich habe den Nine-Darter im ersten Leg vorhergesagt. Es ist großartig, dass Blackpool wieder einen bekommen hat. Das ist gut für alle.“ Trotz der Aufmerksamkeit für Littler bleibt sein eigenes Match für ihn das prägende Thema des Abends: „Das war wahrscheinlich eines der härtesten Spiele meines Lebens, weil ich einem meiner besten Freunde gegenüberstand.“

Erneutes Aufeinandertreffen mit Littler

Das Viertelfinale bringt eine Neuauflage des spektakulären Duells zwischen Rock und Littler aus dem vergangenen Jahr. Damals hält der Nordire gegen den inzwischen amtierenden Weltmeister hervorragend mit, und auch jetzt sieht er seine Chancen – trotz der beeindruckenden Form seines nächsten Gegners. „Letztes Jahr konnte ich gut mit ihm mithalten.“
Mit einem Augenzwinkern zieht Rock anschließend einen markanten Vergleich: „Nur gibt es einen Unterschied. Ich bin jetzt 25 Kilo leichter.“ Dennoch reist er mit viel Selbstvertrauen ins Viertelfinale: „Ich werde gegen Luke alles geben. Wenn ich dafür große 180er und wichtige Checkouts werfen muss, dann ist das eben so.“ Sein Ziel bleibt ohnehin unverändert: „Ich bin hier, um diese großen Titel zu gewinnen. Das Beste kommt noch.“
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