Beim Qualifikationsturnier für die
World Series of Darts Finals gab es am Montag aus deutscher Sicht nichts zu feiern. Kein einziger deutscher Teilnehmer schaffte den Sprung ins Achtelfinale. Niko Springer und Dominik Gruellich kamen noch bis in die Runde der letzten 32, mussten dort jedoch die Segel streichen. Für Ricardo Pietreczko, Martin Schindler, Yorick Hofkens, Lukas Wenig, Leon Weber und Gabriel Clemens war bereits in der Runde der letzten 64 Schluss. Marvin Kraft, Arno Merk und Kai Gotthardt waren sogar schon unter den letzten 128 ausgeschieden.
Die vier begehrten Tickets für das Major-Turnier in Amsterdam gingen stattdessen an Kevin Doets, Rob Cross, Karel Sedlacek und Callan Rydz. Vor allem Doets hatte Grund zur Freude: Der Niederländer qualifizierte sich zum dritten Mal in Folge für die
World Series of Darts Finals.
Doets erwischte in Leicester einen soliden Qualifikationstag, ohne dabei mit außergewöhnlich hohen Averages zu glänzen. „Hawkeye“ setzte sich nacheinander gegen Dennie Olde Kalter, Ricky Evans und den ehemaligen UK-Open-Champion Andrew Gilding durch. Damit kam es in der entscheidenden Runde zu einem rein niederländischen Duell mit Maik Kuivenhoven.
Doets behielt dabei die Oberhand. Mit einem 6:3-Erfolg über seinen Landsmann sicherte er sich zum dritten Mal in Serie die Teilnahme an den World Series of Darts Finals. Damit erhält der Niederländer vom 17. bis 20. September erneut die Gelegenheit, sich in Amsterdam mit der absoluten Weltspitze zu messen.
Auch Dirk van Duijvenbode fehlte nur noch ein Sieg zur Qualifikation, doch für „Aubergenius“ war in der Finalrunde gegen Rob Cross Endstation. Beide Spieler hatten kurz zuvor noch einen ehemaligen Weltmeister ausgeschaltet. Van Duijvenbode bezwang Raymond van Barneveld, während Cross gegen Peter Wright die Oberhand behielt.
Anschließend setzte sich Cross mit 6:3 gegen Van Duijvenbode durch. „Voltage“ hatte zuvor in seinen Partien gegen Carl Sneyd und Brendan Dolan lediglich zwei Legs abgegeben. Wright stellte den Engländer danach vor deutlich größere Probleme. Cross lag bereits mit 4:5 zurück, konnte die Partie aber noch drehen. Mit dem anschließenden Sieg über Van Duijvenbode qualifizierte er sich zum vierten Mal in Folge für die World Series Finals.
Sedlacek überzeugt mit hohen Averages
Auch Karel Sedlacek darf die Reise nach Amsterdam antreten. Der Tscheche qualifizierte sich erstmals für die World Series of Darts Finals und überzeugte dabei mit starken Zahlen.
„Evil Charlie“ spielte im Laufe des Qualifikationstages gleich drei Averages von mehr als 100 Punkten. Im entscheidenden Duell mit Owen Bates kam er auf 105,22 Punkte pro Aufnahme. Sedlacek gewann die Partie mit 6:4 und machte damit sein Debüt beim Finalturnier perfekt.
Das vierte und letzte Ticket ging an Callan Rydz. Der Engländer musste auf seinem Weg unter anderem Mervyn King, Stefan Bellmont und Niko Springer ausschalten. Anschließend feierte er einen klaren 6:0-Erfolg gegen Robert Owen, ehe Daryl Gurney die letzte Hürde darstellte.
Rydz ließ in der entscheidenden Partie kaum Zweifel aufkommen. Der zweimalige WM-Viertelfinalist gewann mit 6:2 und qualifizierte sich damit ebenfalls erstmals für die World Series Finals.
Mehrere große Namen verpassen die Qualifikation
Während Doets, Cross, Sedlacek und Rydz jubeln durften, verlief der Qualifikationstag für zahlreiche andere bekannte Namen enttäuschend. Beau Greaves ging nach ihren jüngsten Erfolgen auf der Women's Series mit viel Selbstvertrauen in das Turnier, verlor jedoch gleich ihr Auftaktmatch mit 3:6 gegen Adam Gawlas.
Auch Martin Schindler, Mike De Decker, Ritchie Edhouse und Ricardo Pietreczko scheiterten bereits in der Runde der letzten 64. Cristo Reyes erwischte es ebenfalls in dieser Turnierphase, obwohl der Spanier einen starken Average von 106,67 Punkten spielte.
Michael Smith, zweimaliger Finalist bei den World Series Finals, verlor eine Runde später gegen Justin Hood. Auch der topgesetzte Luke Woodhouse konnte sich kein Ticket sichern. Wright und Van Barneveld kamen der Qualifikation deutlich näher, mussten sich im Achtelfinale jedoch Cross beziehungsweise Van Duijvenbode geschlagen geben.
Mit den vier Qualifikanten ist das Teilnehmerfeld für Amsterdam nun komplett. Titelverteidiger Michael van Gerwen gehörte bereits zu den großen Namen, die ihren Startplatz sicher hatten. Auch Luke Littler, Luke Humphries, Gian van Veen, Jonny Clayton, Gerwyn Price und Stephen Bunting werden vom 17. bis 20. September ans Oche treten. Aus niederländischer Sicht kommt mit Doets nun ein weiterer Hoffnungsträger für das Heimturnier hinzu.