Der Dartsport boomt – und mit ihm wachsen die Strukturen im Nachwuchsbereich. Immer mehr moderne Trainingszentren entstehen, in denen Talente gezielt gefördert werden. In Bristol hat nun eine neue Anlage ihre Türen geöffnet, die bereits kurz nach dem Start für große Aufmerksamkeit sorgt. Besonders ein prominenter Besucher zeigte sich beeindruckt:
Wayne Mardle.
Die Junior Darts Corporation (JDC) hat mit „Hangar 61“ ein ambitioniertes Projekt realisiert. Aus dem ehemaligen Patchway Sports and Social Club entstand ein hochmodernes Leistungszentrum, das sich selbstbewusst als eines der führenden Darts-Ziele im Vereinigten Königreich positioniert. Insgesamt 32 Matchboards auf Top-Niveau sowie voll ausgestattete Spielbahnen bilden das Herzstück der Anlage. Eine Bühne mit moderner Übertragungstechnik rundet das Konzept ab. Finanziert wurde das Projekt vollständig vom Dartboard-Hersteller Winmau.
Mardle sieht Blaupause für die Zukunft
Wayne Mardle nahm die neue Einrichtung persönlich unter die Lupe – und fand klare Worte. „Das ist wegweisend. Das ist übrigens nicht der Normalfall“, erklärte der vierfache WM-Halbfinalist gegenüber Bristol Live. Für den Sky-Sports-Experten steht fest: Solche Zentren werden künftig eine zentrale Rolle spielen.
Wayne Mardle kommentiert für Sky Sports
Mardle rechnet damit, dass ähnliche Anlagen bald zum Standard gehören. Er sieht in Hangar 61 eine klare Vorlage für kommende Projekte. Gleichzeitig betont er die Bedeutung für den Nachwuchs: Hier sollen junge Spieler optimale Bedingungen vorfinden, um ihr Potenzial voll auszuschöpfen.
Seine Erwartungen formuliert er selbstbewusst. Das Zentrum könne sich zu einem Knotenpunkt im internationalen Darts entwickeln – inklusive hochklassiger Turniere und Qualifikationen. Vor allem junge Talente sollen hier den Grundstein für ihre Karriere legen, bevor sie den nächsten Schritt auf die große Bühne wagen.
Mit Blick auf die Zukunft wagt Mardle sogar eine klare Prognose: „Durch diese Türen werden Weltmeister gehen, daran besteht kein Zweifel.“ Für ihn steht fest, dass die Qualität der Anlage neue Maßstäbe setzt. Solche Bedingungen habe es in früheren Jahren nicht gegeben.
JDC-Chef Brown: „Ein wahr gewordener Traum“
Auch Steven Brown, Gründer und Vorsitzender der
JDC, blickt stolz auf das Projekt. Der Umzug von Congresbury nach Bristol wurde notwendig, um dem wachsenden Andrang junger Spieler gerecht zu werden. Die steigende Popularität des Sports verlangte nach einer größeren, moderneren Lösung.
Brown beschreibt die Fertigstellung von Hangar 61 als Meilenstein. „Hangar 61 gibt uns ein dauerhaftes Zuhause, das dem Anspruch unseres Programms und dem Talent der jungen Spieler gerecht wird“, erklärt er. Sein Ziel: eine Verbindung aus Leistungsförderung und gesellschaftlichem Mehrwert.
Für Brown geht es um mehr als sportlichen Erfolg. Er sieht Darts als Chance, jungen Menschen Struktur, Gemeinschaft und Selbstvertrauen zu vermitteln. Seine Erfahrungen aus der Pflegearbeit prägen diesen Ansatz. Er möchte einen Ort schaffen, an dem sich Jugendliche entwickeln und soziale Fähigkeiten stärken.
Gleichzeitig beobachtet Brown einen Wandel im Image des Sports. Darts entfernt sich zunehmend vom klassischen Kneipenklischee und etabliert sich als professionell organisierte Sportart mit klaren Entwicklungsstrukturen. Hangar 61 steht exemplarisch für diesen Fortschritt – und könnte zum Modell für die nächste Generation im Darts werden.